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	<description>Weil jeder Tag zählt!</description>
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		<title>Teil 5: &#8220;Ich habe eine Essstörung und trotzdem helfe ich.&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 15:26:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Happel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Möglichkeiten & Chancen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn wir Frauen mit einer Essstörung in den Austausch mit anderen Menschen gehen und beginnen, uns einen Ersatz für die Essstörung zu suchen stellen wir häufig das folgende Phänomen fest: Wir sind sehr hart zu uns selbst, wir mögen uns &#8230; <a href="http://lebenshungrig.de/2012/essstorung-bulimie-magersucht-selbsthilfe/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir Frauen mit einer Essstörung in den Austausch mit anderen Menschen gehen und beginnen, uns einen Ersatz für die Essstörung zu suchen stellen wir häufig das folgende Phänomen fest:</p>
<p>Wir sind sehr hart zu uns selbst, wir mögen uns nicht sonderlich, wir kennen uns kaum, dafür wissen wir um so besser, was unsere Umwelt von uns erwartet – und doch: Irgendwie dreht sich ALLES um uns selbst.</p>
<p>Ja, eine Essstörung ist nichts, was wir uns freiwillig ausgesucht haben – und doch ist sie eine <a href="http://lebenshungrig.de/2011/essstoerung-wohlstandskrankheit-bulimie-anorexie-magersucht-binge-eating/">Art Wohlstandskrankheit</a>. Sie ist u. a. eine Wohlstandskrankheit, weil nur wir es uns tatsächlich leisten können, eine Essstörung zu haben. Was ich damit meine ist, dass keine Frau in den Slums von Kapstadt jemals eine Essstörung haben wird – und doch hätte sie sicher viele Gründe dazu&#8230;</p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Wofür bist Du &#8211; trotz Deiner Essstörung &#8211; dankbar?</span></h3>
<p>Mir geht es hier nicht darum, Euch ein schlechtes Gewissen zu machen. Denn ich weiß sehr genau, wie leicht wir in der Essstörung landen und wie schwer es ist, den Weg heraus zu finden. Es geht mir darum, Euch an die Dinge, Menschen und Lebensumstände zu erinnern, für die Ihr dankbar sein könnt.</p>
<p>Ja, eine Essstörung kann unser ganzes Leben bestimmen – und doch bestehen wir nicht nur aus ihr. Es ist harte Arbeit und kostet Zeit und manchmal auch Geld, seinen eigenen Weg zu finden. Rückschläge und Rückfälle in die Essstörung gehören dabei meistens dazu.</p>
<p>Deshalb bitte ich Euch, mindestes einmal pro Woche konkret zu schauen, wofür Ihr in Eurem Leben momentan dankbar sein könnt. Vielleicht schafft Ihr Euch sogar ein kleines Notizbuch an, und notiert Eure Dankbarkeits-Gedanken.</p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Wem kannst Du &#8211; trotz Deiner Essstörung &#8211; wie helfen?</span></h3>
<p>Wenn wir ein ganzes Stück unseres Weges raus aus der Essstörung gegangen sind, ist es Zeit, auch etwas für andere zu tun. Vielen Menschen auf dieser Welt geht es sehr viel schlechter als uns. Meist neigen wir jedoch dazu wegzuschauen. Vielleicht, weil wir es nicht ertragen und vielleicht auch, weil wir zu abgestumpft oder zu ignorant geworden sind.</p>
<p>Wenn wir anderen Menschen helfen, helfen wir uns auch selbst. Verstehen wir unsere Essstörung und setzen uns damit auseinander, können wir uns immer besser und angemessener um uns selbst kümmern. Dann können wir schauen, welche zeitlichen und/oder finanziellen Ressourcen wir für solche Menschen haben, denen es nicht so gut geht, wie uns.</p>
<p>Welche Art und Form von Hilfe das sein kann, liegt natürlich an jedem selbst. Hilfe kann so vielfältig sein. Ihr helft z. B. auch anderen Frauen mit einer Essstörung, in dem Ihr einen Kommentar zu diesem Artikel hinterlasst <img src='http://lebenshungrig.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  &#8230; und Ihr helft Euch selbst damit, indem Ihr etwas von Euch und Eurer Essstörung mitteilt.</p>
<p>Neben der Möglichkeit, etwas mit und für andere Frauen mit einer Essstörung zu machen, gibt es eine Vielzahl anderer Möglichkeiten. Als kleine Anregung stelle ich Euch hier mal drei meiner „Lieblingsprojekte“ vor:</p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Welthungerhilfe</span></h3>
<p>Die Welthungerhilfe setzt sich für eine gesicherte Ernährung aller Menschen ein, für die ländliche Entwicklung und den Erhalt natürlicher Ressourcen. Weitere Infos findet Ihr unter <a href="http://www.welthungerhilfe.de/">welthungerhilfe.de</a>.</p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Terre des Femmes</span></h3>
<p>Terre des Femmes setzt sich dafür ein, dass Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben führen können. Weitere Infos findet Ihr unter <a href="http://frauenrechte.de/online/">frauenrechte.de</a>.</p>
<h3> <span style="color: #ff6600;">joinFITE</span></h3>
<p>Bei joinFITE könnt Ihr mit nur 25 USD (Mikrokredit) eine Frau dabei unterstützen, selbständig zu werden. Warum in Frauen investieren? Weil diese Investition meist der ganzen Familie oder sogar Gemeinde hilft. Weitere Infos findet Ihr unter <a href="http://joinfite.org/">joinfite.org</a> und in diesem Video:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/KF2WQZ_EGBA" frameborder="0" width="640" height="360"></iframe></p>
<p><strong>Hilfe zur Selbsthilfe macht satt und dankbar!</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Teil 4: &#8220;Ich brauche Ersatz für die Essstörung.&#8221;</title>
		<link>http://lebenshungrig.de/2012/teil-4-ich-brauche-ersatz-fur-die-essstoerung/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 10:24:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Happel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Möglichkeiten & Chancen]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Workshop GEWICHTIG]]></category>
		<category><![CDATA[Ursache & Wirkung]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Online-Workshop gibt es eine Aufgabe, die ganz simpel und doch so schwer durchzuführen ist, für Frauen mit einer Essstörung. Die Aufgabe lautet: Nimm Dir jede Woche ungefähr zwei Stunden Zeit und mache etwas, nur weil es Dir Spaß macht. &#8230; <a href="http://lebenshungrig.de/2012/teil-4-ich-brauche-ersatz-fur-die-essstoerung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im <a href="http://lebenshungrig.de/online-workshop-gewichtig-bulimie-magersucht-essstoerung-binge-eating-diaeten-selbsthilfe-frauen/">Online-Workshop</a> gibt es eine Aufgabe, die ganz simpel und doch so schwer durchzuführen ist, für Frauen mit einer Essstörung.</p>
<p>Die Aufgabe lautet: Nimm Dir jede Woche ungefähr zwei Stunden Zeit und mache etwas, nur weil es Dir Spaß macht. Die einzige Voraussetzung hierfür ist: Du musst Dir selbst aussuchen was Du machen möchtest und Du musst es alleine machen. Im Workshop nenne ich das den ENTdeckertreff.</p>
<p>Wenn ich dann z. B. während eines Telefoncoachings frage, ob der ENTdeckertreff stattgefunden hat, bekomme ich meistens die folgenden beiden Antworten:</p>
<ol>
<li>„Nein, denn ich wusste einfach nicht, was ich alleine machen sollte.“</li>
<li>„Nein, denn das ist ja nur so zum Spaß, es ist unwichtig und bringt mich nicht weiter.“</li>
</ol>
<p>Aus diesen beiden Aussagen höre ich Folgendes heraus:</p>
<ol>
<li>„Ich habe mich total verloren und weiß gar nicht mehr, wer ich bin und was ich will.“</li>
<li>„Ich muss hart arbeiten und diszipliniert sein, wenn ich es zu etwas bringen will. Es darf mir nicht einfach so gut gehen, dann habe ich irgendwie ein schlechtes Gewissen.“</li>
</ol>
<h3></h3>
<h3><span style="color: #ff6600;"><img class="alignleft size-full wp-image-2091" title="In 5 Schritten raus aus der Essstörung" src="http://lebenshungrig.de/wp-content/uploads/Schritt4.jpg" alt="" width="205" height="289" />Warum verlieren Frauen mit einer Essstörung sich selbst so leicht?</span></h3>
<p>Frauen, die eine Essstörung haben, sind verunsichert und haben sehr feine Antennen, was die Wünsche anderer Menschen betrifft. Um Sicherheit zu gewinnen und um positive Aufmerksamkeit zu bekommen, verhalten wir uns häufig so, wie die anderen Menschen das möchten. Und je länger wir das tun, um so mehr verlernen wir, was wir selbst eigentlich möchten. Wir kennen unsere eigenen Grenzen nicht, weil sie meist in unserer Herkunftsfamilie nicht akzeptiert wurden und so sind sie irgendwie verschwommen und unklar. Wenn wir wütend oder traurig sind, wenn wir Angst haben oder uns einsam fühlen, essen, kotzen oder hungern wir.</p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Wir brauchen Ersatz für die Essstörung</span></h3>
<p>Wenn wir gesund werden wollen, müssen wir lernen, diese emotionalen Löcher anders zu stopfen. Und je früher wir das können, um so besser. Denn mit einem bisschen Ärger können wir leichter umgehen, als mit einem Haufen Wut. Frauen mit einer Essstörung ignorieren den Ärger so lange, bis die große Wut da ist. Aber die „dürfen“ wir ja nicht ausleben. Also leben wir sie in uns aus und haben einen Rückfall. Und so bleibt uns die Essstörung erhalten&#8230;</p>
<p>Um zu lernen, anders damit umzugehen, müssen wir wieder mehr auf uns selbst achten. Ärger. Aha, woher kommt der? Wenn wir in diesem Moment herausfinden, warum wir verärgert sind und uns dann überlegen, wie wir damit umgehen können, nehmen wir der Essstörung eine Grundlage.</p>
<p>Wir brauchen Zeit mit uns selbst um zu lernen, nicht mehr mit der Essstörung auf Dinge zu reagieren, mit denen wir nicht gut umgehen können. Wir müssen wieder lernen, wer wir sind und was wir wollen. Und wir müssen lernen, wo unsere Grenzen sind. Wenn wir diese Grenzen deutlich aufzeigen, werden sie auch von unserem Umfeld akzeptiert.</p>
<p>Der ENTdeckerTreff ist eine wunderbare Möglichkeit, bewusst zu überlegen, was will ich gerne machen, was macht mir Spaß, was brauche ich, was nährt mich? Wie kann ich lernen, gesunden Ersatz für die Essstörung zu finden?</p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Wie kann so ein ENTdecker-Treff aussehen?</span></h3>
<p>Du sollst zwar alleine entscheiden und alleine losgehen, aber das heißt natürlich nicht, dass Du während des ENTdeckerTreffs völlig alleine sein musst. Du kannst z. B. einen Tanzkurs machen, eine Wellnessbehandlung genießen, ins Theater oder Kino gehen, eine Austellung besuchen, einen Bastelladen oder eine Buchhandlung durchstöbern, ein gemütliches Café aufsuchen und dort schreiben, Gleitschirmfliegen lernen, &#8230; ? Hauptsache, es interessiert Dich und macht Dir Spaß!</p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Warum glauben Frauen mit einer Essstörung, dass es ihnen nicht gut gehen darf?</span></h3>
<p>Die meisten von uns haben gelernt und vorgelebt bekommen, dass Leistung und Disziplin wichtig sind, um es zu etwas zu bringen. Wir glauben, dass alles harte Arbeit ist und irgendwie weh tun muss, sonst ist es nichts wert.</p>
<p>Solche Glaubenssätze sind Überzeugungen über uns selbst und darüber, was in der Welt um uns herum möglich ist.</p>
<p>Ich glaube heute weder an Disziplin, noch daran, dass erfolgreiche Arbeit weh tun muss. Ich glaube vielmehr, dass ein authentisches Leben automatisch motiviert und somit erfolgreich ist. So würde ich mich z. B. als sehr undiszipliniert beschreiben. Aber ich stehe jeden morgen auf und arbeite. Ich mache das, weil ich es sehr gerne mache, weil ich einen Sinn darin sehe, weil ich etwas weiter geben möchte. Ich brauche keine Disziplin, ich habe Motivation.</p>
<p>Um die eigenen Motive zu finden, müssen wir uns mit uns selbst beschäftigen. Neben dem ENTdeckerTreff arbeite ich daher im Workshop auch noch mit den ENTrümplungs-Seiten.</p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Was sind ENTrümplungs-Seiten?</span></h3>
<p>Bei den ENTrümplungs-Seiten handelt es sich um einfaches Schreiben. Hierbei geht es nicht um Qualität, sondern um Quantität. Es geht darum, drei bis fünf mal pro Woche ca. zwei Seiten voll zu schreiben. Denn nur geschriebenes Denken ist konstruktives Denken. Wenn wir Dinge zu Papier bringen, können wir sie besser sortieren. Sind Ideen, Sorgen und Probleme nur in unserem Kopf, drehen wir sie häufig ohne Ergebnis in unserem Gedankenkarussell. Konkret bedeutet das: Einfach regelmäßig drauf los schreiben, das richtige Thema wird Dich schon finden!</p>
<p>Mindestens ein mal pro Woche ein Treffen mit Dir selbst, mindestens drei mal pro Woche schreiben. Zwei ganz simple Möglichkeiten für Frauen mit einer Essstörung, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.</p>
<p><strong>Die Erfolgsgarantie liegt bei 100%, Du musst es nur tun!</strong></p>
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		</item>
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		<title>Teil 3: &#8220;Ich brauche den Austausch mit essgestörten Menschen.&#8221;</title>
		<link>http://lebenshungrig.de/2012/essstoerung-bulimie-magersucht-austausch-mit-essgestorten-menschen/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 11:49:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Happel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Meinung]]></category>
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		<category><![CDATA[Therapie & Co.]]></category>

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		<description><![CDATA[Haben wir uns die Essstörung eingestanden und nehmen wir professionelle Hilfe in Anspruch, wird es Zeit für einen dritten Schritt. Die Profis helfen uns dabei, von außen auf unser Problem schauen zu können und unsere „Denkfehler“ zu erkennen. Genau so &#8230; <a href="http://lebenshungrig.de/2012/essstoerung-bulimie-magersucht-austausch-mit-essgestorten-menschen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Haben wir uns die <a href="http://lebenshungrig.de/2012/teil-1-das-eingestandnis-ich-habe-eine-essstoerung/">Essstörung eingestanden</a> und <a href="http://lebenshungrig.de/2012/essstoerung-hilfe-professionelle-bulimie-magersucht-binge-eating-selbsthilfe/">nehmen wir professionelle Hilfe in Anspruch</a>, wird es Zeit für einen dritten Schritt.</p>
<p>Die Profis helfen uns dabei, von außen auf unser Problem schauen zu können und unsere „Denkfehler“ zu erkennen. Genau so wichtig finde ich es aber, eine Austauschmöglichkeit mit anderen Menschen zu haben, die auch eine Essstörung haben, mit denen wir uns identifizieren können. Denn dieser Austausch ist eine großartige Unterstützungsmöglichkeit. Wir lernen dabei, dass wir kein hoffnungsloser Einzelfall sind. Es gibt andere, denen es ähnlich ergeht. Von ihnen können wir lernen, anders mit unserer Essstörung umzugehen. Und von ihnen können wir auch lernen, wie wir nicht mit unserer Essstörung umgehen sollten. Es gibt immer jemanden, der weiter ist als wir und es gibt immer jemanden, dem wir voraus sind.</p>
<p>Nicht nur Selbsthilfegruppen sondern auch die meisten Klinikkonzepte leben von dieser gegenseitigen Patientenunterstützung.</p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Was andere für uns bedeuten</span></h3>
<p><a href="http://lebenshungrig.de/2012/warum-frauen-mit-einer-essstorung-gleichgesinnte-brauchen/">Warum Frauen mit einer Essstörung gleichgesinnte brauchen</a>, habe ich schon mal erklärt. Menschen, Bilder, Filme, Musik, all dies kann helfen, uns mit uns und unserer Essstörung konstruktiv auseinander zu setzen.</p>
<p>Ich habe durch den Besuch der Selbsthilfegruppe OA und auch während meiner Klinikzeit erfahren, wie gut es tut, Menschen zu treffen, die wissen was es heißt, eine Essstörung zu haben.</p>
<p>Diese positiven Erfahrungen waren ein Grund für mich, <a href="http://lebenshungrig.de/">lebenshungrig.de</a> ins Leben zu rufen.</p>
<p><strong><span style="color: #333333;">Wie wichtig helfende Menschen für uns sind, möchte ich Euch durch ein kleines Experiment verdeutlichen:</span></strong></p>
<p>Nimm Dir bitte ein paar Minuten Zeit, um die folgenden Fragen zu beantworten:</p>
<ul>
<li>Nenne die fünf reichsten Menschen der Welt:</li>
<li>Nenne fünf Nobelpreisträger der letzten drei Jahre:</li>
<li>Nenne die letzten drei „Miss Germanys“:</li>
<li>Nenne fünf „Oscar“ GewinnerInnen der letzten drei Jahre:</li>
<li>Nenne die letzten fünd deutschen Außenminister:</li>
</ul>
<p>Und?</p>
<p>Konntest Du alle Fragen komplett beantworten? Wahrscheinlich nicht, obwohl Du sicherlich all die Antworten irgendwann einmal gelesen aber dann wieder vergessen hast. Warum ist das so? Obwohl es sich bei diesen Menschen um die „Besten der Besten“ handelt, vergessen wir die Headlines von gestern schnell wieder, wenn wir keinen persönlichen Bezug dazu haben.</p>
<p>Und jetzt gibt es noch fünf Fragen. Mal schauen, wie Du Dich diesmal schlägst:</p>
<ul>
<li>Nenne drei Lehrer/Professoren/Mentoren, die Dich während Deiner schulischen und beruflichen Laufbahn unterstützend begleitet haben:</li>
<li>Nenne drei Freunde, die Dir durch schwierige Zeiten hindurchgeholfen haben:</li>
<li>Nenne drei Menschen, die dazu beigetragen haben, dass Du Dich angenommen und/oder einzigartig gefühlt hast:</li>
<li>Nenne fünf Menschen, mit denen Du sehr gerne Deine Zeit verbringst:</li>
<li>Nenne fünf „Heldinnen oder Helden“ (real oder fiktiv) die Dich inspiriert haben:</li>
</ul>
<p>Das war leichter, oder?</p>
<p>Die Menschen, die Dein Leben positiv beeinflussen, sind nicht unbedingt die, die große Preise gewinnen, sondern die, zu denen Du einen persönlichen Bezug hast.</p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Was bedeutet das für den Umgang mit der Essstörung?</span></h3>
<p>Wenn wir den ersten Schritt gemacht und uns die Essstörung eingestanden haben, fühlen wir uns unverstanden und wir schämen uns. Wenn wir den zweiten Schritt gehen und uns eine Therapeutin suchen, schafft es Erleichterung zu hören, dass wir nicht alleine mit der Essstörung sind.</p>
<p>Aber der Satz „Ja, dass kenne ich auch!“ der tut sehr, sehr gut. Und diesen Satz sagen nur andere Menschen, die auch eine Essstörung haben oder gehabt haben. Dabei geht es um die Erfahrung, immer und immer wieder verstanden und angenommen zu werden. Diese Erfahrung wiederum hilft uns, langsam offener zu werden und uns anderen – auch nicht Essgestörten – mitzuteilen. Wir fühlen uns nicht mehr, wie der totale Freak.</p>
<p>Zu Beginn meiner Essstörung wäre ich lieber gestorben, als jemandem davon zu erzählen. Aber je mehr ich mich mit anderen Betroffenen ausgetauscht habe und je mehr ich verstanden habe, desto leichter wurde es, auch anderen Freunden bzw. meiner Familie relevante Dinge zu erzählen. Je mehr ich erzählen konnte, desto mehr Verständnis bekam ich und desto besser konnte ich mich selbst verstehen.</p>
<p>Auch im <a href="http://lebenshungrig.de/coaching-simone-happel-essstoerung-bulimie-magersucht-diaeten-binge-eating-frauen-selbsthilfe/">Coaching</a> beobachte ich das folgende &#8220;Phänomen&#8221;: Ich höre zu und sage z. B.: &#8220;Okay, ich coache gerade mindestens vier andere Frauen, denen es ähnlich ergeht.&#8221; Stille am anderen Ende. Und dann ungläubig und erleichtert: &#8220;ehrlich?!?&#8221;</p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Mein erstes Treffen</span></h3>
<p>Auf der Seite &#8220;<a href="http://lebenshungrig.de/simone-happel-essstoerung-bulimie-magersucht-diaet/meine-geschichte/">Meine Geschichte</a>&#8221; erzähle ich u. a. über mein erstes Meeting der <a href="http://www.overeatersanonymous.de/">Overeaters Anonymous</a>. Bei diesem Meeting war ein in Deutschland lebender Amerikaner zu Gast, der über seine Erfahrungen und seinen Weg raus aus der Essstörung erzählt hat. Obwohl ich scheinbar so gar nichts mit ihm gemeinsam hatte – er war ein homosexueller amerikanischer Künstler – fühlte ich mich so sehr verstanden von ihm und verstand ihn sehr gut. Während dieses Treffens bekam ich eine erste Ahnung, dass ich wirklich nicht die Einzige mit einer Essstörung war. Und dieser Mann machte mir ein großartiges Geschenk: Hoffnung! Er hatte es geschafft und machte so einen zufriedenen und in-sich-ruhenden Eindruck&#8230; Von diesem Augenblick an war mir klar: „Das will ich auch, koste es, was es wolle. Ich will raus aus dieser Essstörung und rein in mein Leben.“</p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Selbsthilfegruppe mit oder ohne professionelle Leitung?</span></h3>
<p>Während die Treffen der OA ohne jegliche Hilfe einer professionellen Leitung auskommen, gibt es auch viele Selbsthilfegruppen, die von einer Therapeutin etc. geleitet werden.</p>
<p>Die Qualität von Gruppen ohne professionelle Leitung hängt sehr stark von jeder einzelnen Teilnehmerin ab. Hier ist die Gefahr größer, dass sogenannte &#8220;Jammermeetings&#8221; entstehen in denen jede immer nur das Negative erzählt.</p>
<p>Welche Gruppe die richtige für Euch ist, findet Ihr nur durch ausprobieren heraus. Wenn Ihr an einer Selbsthilfegruppe interessiert seid, dann empfehle ich Euch, einfach mal Eure Stadt in Verbindung mit den Wörtern „Essstörung“ und „Selbshilfegruppe“ bei Google einzugeben. Dort bekommt Ihr hoffentlich ein Ergebnis mit entsprechenden Kontaktdaten. Und dann heißt es anrufen und sich das Ganze anschauen. Achtet am Ende des Treffens darauf, wie Ihr Euch fühlt. Ein gutes Treffen entlässt Euch immer mit einem positiven Gefühl, auch wenn es zwischendrin mal unangenehm werden kann.</p>
<p>Geht mindestens drei mal hin, bevor Ihr Euch endgültig dagegen entscheidet. Wenn Ihr das tut, sucht weiter.</p>
<h3><span style="color: #ff6600;">Online-Selbsthilfegruppe Essstörungen</span></h3>
<p>Natürlich kann es auch sein, dass es in Eurer Nähe keine entsprechende Gruppe gibt. Oder vielleicht ist Euch dieser Kontakt nach Außen einfach noch zu früh. Dann habe ich eine weitere Alternative für Euch:</p>
<p>Ich denke darüber nach, regelmäßig eine Online-Selbsthilfegruppe anzubieten.</p>
<p>Und da Probieren bekanntlich über Studieren geht, biete ich Euch am Fr. <strong>24.02.2012 um 10.00 h</strong> ein erstes<strong> kostenloses</strong> und völlig unverbindliches Treffen in Webinarform über Edudip an. Die Teilnehmerzahl ist auf <strong>12</strong> begrenzt, <strong>Anmeldeschluss ist am 23.02.2012 um 10.00 h</strong>. Eure Anmeldedaten (E-Mail-Adresse etc) sind nicht für die anderen Teilnehmerinnen einsehbar. Das Ganze ist also völlig<strong> anonym</strong>.</p>
<p><strong>Bist Du dabei?</strong></p>
<p><strong></strong><br />
<iframe style="border: none; overflow: hidden; width: 353px; height: 173px;" src="http://my.edudip.com/embed?userId=dHJ1ZS0tbnVoeDRlaThzMTg2Mg" frameborder="0" scrolling="no" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>Teil 4 kommt demnächst und heißt: &#8220;Ich brauche Interaktion mit mir selbst.&#8221;</p>
<p>P.S.: Natürlich kann es auch sinnvoll sein, diesen dritten Schritt vor dem zweiten zu machen oder sich erst mal nur für einen der beiden Schritte nach Außen zu entscheiden. Das liegt alleine an Dir.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Teil 2: &#8220;Mit der Essstörung brauche ich professionelle Hilfe.&#8221;</title>
		<link>http://lebenshungrig.de/2012/essstoerung-hilfe-professionelle-bulimie-magersucht-binge-eating-selbsthilfe/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 00:48:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Happel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Therapie & Co.]]></category>
		<category><![CDATA[Ursache & Wirkung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Eingeständnis der Essstörung ist der erste wichtige Schritt. Aber leider reicht er alleine nicht aus. Was dann häufig passiert ist, dass wir Frauen mit einer Essstörung versuchen, dieses „Problem“ alleine zu lösen. Der Schritt nach Außen Wir fühlen uns &#8230; <a href="http://lebenshungrig.de/2012/essstoerung-hilfe-professionelle-bulimie-magersucht-binge-eating-selbsthilfe/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://lebenshungrig.de/2012/teil-1-das-eingestandnis-ich-habe-eine-essstoerung/">Eingeständnis der Essstörung</a> ist der erste wichtige Schritt. Aber leider reicht er alleine nicht aus. Was dann häufig passiert ist, dass wir Frauen mit einer Essstörung versuchen, dieses „Problem“ alleine zu lösen.</p>
<h3><strong><span style="color: #ff6600;">Der Schritt nach Außen</span></strong></h3>
<p>Wir fühlen uns schuldig und wir schämen uns. Obwohl das Thema Essstörung mittlerweile in die Öffentlichkeit vorgedrungen ist glauben wir, dass nur wir alleine solche kranken Gedanken haben und solche unglaublichen Dinge tun, um dünn zu sein.</p>
<h3><strong><span style="color: #ff6600;"><img class="alignleft size-full wp-image-2009" title="Schritt2" src="http://lebenshungrig.de/wp-content/uploads/Schritt2.jpg" alt="" width="205" height="289" />Die Essstörung lebt von Heimlichkeiten</span></strong></h3>
<p>Und genau diese Gedanken sind unser Hauptproblem. Wir haben versucht, unser Gewicht durch unsere ungesunden Gedanken zu steuern und das hat uns krank gemacht. Solange wir jetzt versuchen, die Krankheit alleine wieder los zu werden, wird uns die Essstörung erhalten bleiben. Unsere Gedanken und unsere daraus resultierenden Gefühle, Handlungen und Ergebnisse haben uns in die Essstörung geführt. Wir müssen also im ersten Schritt unsere Gedanken hinterfragen. Und das fällt uns alleine sehr schwer. Daher empfehle ich jeder Frau mit einer Essstörung, die Schritt eins vollzogen hat, sich so schnell wie möglich Schritt zwei zu stellen und sich professionelle Hilfe zu suchen. Denn ein Blick von Außen auf ein Problem ist weitaus übersichtlicher, als im Problem zu sitzen&#8230;</p>
<h3><strong><span style="color: #ff6600;">Die Qual der Wahl</span></strong></h3>
<p>Es gibt mittlerweile sehr viele Therapeutinnen und Therapeuten, die sich mit Essstörungen auskennen. In sehr vielen Städten und Gemeinden gibt es auch spezielle Beratungsstellen, bei denen man sich über Hilfsangebote informieren kann. Worauf Ihr bei der Auswahl einer Therapeutin oder eines Therapeuten achten solltet und wie Ihr online suchen könnt, könnt <a href="http://lebenshungrig.de/moeglichkeiten-chancen-bulimie-magersucht-essstoerung-diaeten/therapeutensuche/">hier</a> nachlesen. Da Frauen mit einer Essstörung immer auch Beziehungsprobleme haben, empfehle ich, es mit einer Therapeutin zu versuchen. Das allerwichtigste ist jedoch, dass Ihr Euch dort wo Ihr hingeht gut aufgehoben fühlt und Vertrauen zu der Person habt.</p>
<p>Leider ist die erste Therapeutin zu der wir gehen, nicht unbedingt die beste. Manchmal müssen wir eben ein paar Hilfsangebote ausprobieren, bis wir das passende gefunden haben. Ich bekomme häufig Mails in denen steht, dass diejenige Therapie gemacht hat, diese aber nicht geholfen hat. Oftmals halten sich solche Frauen dann für therapieresistent und glauben, dass es für sie keine Hilfe gibt. Ich glaube aber, dass diese Frau einfach noch nicht die richtige Therapieform bzw. die richtige Therapeutin für ihre Essstörung gefunden hat. Und anstatt aufzugeben und sich in seinem „Sonderstatus“ zu suhlen ist es effektiver, sich erneut auf die Suche nach Alternativen zu begeben.</p>
<h3><strong><span style="color: #ff6600;">Die richtige Therapeutin</span></strong></h3>
<p>Wir sollten uns wohl fühlen uns vertrauen zu unserer Therapeutin haben, aber das heißt nicht, dass Therapie nicht auch mal unangenehm sein kann. Ja, manchmal tut die Wahrheit weh. Aber das ist völlig in Ordnung. Je öfter wir mit der Realität konfrontiert werden, um so leichter wird es. Und wir machen die Erfahrung, dass die Wahrheit niemals so unangenehm ist, wie die Essstörung. Ich habe erfahren, dass es eine gute Therapeutin schafft, uns mit Zuversicht aus der Therapiesitzung gehen zu lassen, egal wie unangenehm die Stunde war. Und das ist es, was wir brauchen. Hoffnung, Alternativen, die erste kleine Ahnung, dass alles auch ganz anders sein kann. Manchmal tut Therapie auch dem Geldbeutel weh, denn die Krankenkassen übernehmen nicht alles was „gut“ ist und bezahlen so manches, was „schlecht“ ist. Aber auch mit dieser scheinbaren Ungerechtigkeit habe ich sehr gute <a href="http://lebenshungrig.de/2011/kostenlos-umsonst-essstoerung-bulimie-magersucht-binge-eating-selbsthilfe/">Erfahrungen</a> gemacht.</p>
<p>Vielleicht ist auch eine Klinik der richtige Weg für Dich. Klinikbewertungen findest Du <a href="http://www.klinikbewertungen.de/klinik-forum/krankenhaus-suche/?alle=1&amp;selCityZip=&amp;selFB=_void_&amp;selText=Essst%F6rung&amp;medKliList=Kliniken+anzeigen&amp;selRadCityZip=PLZ%2C+Ort+oder+Region+eingeben...&amp;selFB=_void_">hier</a>.</p>
<h3><strong><span style="color: #ff6600;">Therapie machen bedeutet Verantwortung für die Essstörung zu übernehmen</span></strong></h3>
<p>Viele Frauen glauben, dass nur „Verrückte“ Therapie brauchen. Und dazu wollen sie nicht gehören. Aber genau das sind wir: ver-rückt. Die Therapie hilft uns, uns wieder gerade zu rücken. Sie bringt uns zurück in unsere Spur, in der die Essstörung überflüssig wird. Wir übernehmen VerANTWORTung für unsere Essstörung und für unser Leben. Im <a href="http://lebenshungrig.de/coaching-simone-happel-essstoerung-bulimie-magersucht-diaeten-binge-eating-frauen-selbsthilfe/">Coaching</a> sagen wir, dass unser Erfolg sich aus unserem Potential abzüglich unserer Störungen zusammensetzt. Je mehr wir bereit sind, die „Störungen“ zu beseitigen, desto größer wird unser Erfolg und zwar in jeder Hinsicht. Sehr viele Menschen in meiner Umgebung haben Krisen in ihrem Leben gehabt, die sie mit Hilfe einer Therapie oder eines Coachings bewältigt haben. Das sind tolle, offene, spannende und erfolgreiche Menschen. Ver-rückt sind die nur noch im positiven Sinne. Sie scheren sich nicht mehr so stark um Konventionen und die Erwartungen anderer. Sie machen ihr eigenes Ding, ohne dabei egoistisch zu sein. Sie sind frei.</p>
<p>Und „Freiheit ist der Sauerstoff der Seele.“ MOSHE DAYAN</p>
<p><strong>Wenn die Seele wieder frei atmen kann, verschwindet auch die Essstörung.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Teil 3 erscheint demnächst und heißt: Der Austausch mit anderen Betroffenen</p>
<p>P.S.: Wenn Ihr Eurer Familie Euren Freunden oder <a href="http://lebenshungrig.de/2012/ffs-1-wie-erzahle-ich-meinem-partner-von-der-essstoerung/">Eurem Partner von der Essstörung erzählt</a>, ist das natürlich auch ein wichtiger Schritt nach Außen. Aber von der Reaktion dieser Menschen hängt vielleicht zu viel ab. Ich finde es daher besser, sich erst professionelle Hilfe zu suchen und mit dieser dann zu überlegen, wem man wie von der Essstörung erzählt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>FFS #1: Wie erzähle ich meinem Partner von der Essstörung?</title>
		<link>http://lebenshungrig.de/2012/ffs-1-wie-erzahle-ich-meinem-partner-von-der-essstoerung/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 00:56:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Happel</dc:creator>
				<category><![CDATA[FreitagsFrageStunde]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie bereits im Forum angekündigt, gibt es in diesem Jahr mal wieder etwas Neues auf lebenshungrig.de: Jeden letzen Freitag im Monat werde ich ein Video veröffentlichen, in dem ich eine Frage rund um das Thema Essstörung beantworten werde, die Ihr &#8230; <a href="http://lebenshungrig.de/2012/ffs-1-wie-erzahle-ich-meinem-partner-von-der-essstoerung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-1956" title="FreitagsFrageStunde Essstörung" src="http://lebenshungrig.de/wp-content/uploads/FFS1-248x300.png" alt="" width="248" height="300" />Wie bereits im Forum angekündigt, gibt es in diesem Jahr mal wieder etwas Neues auf <a href="http://lebenshungrig.de/">lebenshungrig.de</a>: Jeden letzen Freitag im Monat werde ich ein Video veröffentlichen, in dem ich eine Frage rund um das Thema Essstörung beantworten werde, die Ihr mir gestellt habt.</p>
<p>Wenn Ihr eine Frage an mich habt, die Ihr gerne in der FreitagsFrageStunde (FFS) beantwortet hättet, dann sendet mir bitte eine Mail mit dem Betreff: <strong>FFS</strong> an <a href="mailto:info@lebenshungrig.de">info@lebenshungrig.de</a>. So könnt Ihr mich wissen lassen, was Euch in Bezug auf Eure Essstörung unter den Nägeln brennt. Ich werde die jeweilige Mail im Video vorlesen und den Namen dabei aus Anonymitätsgründen immer ändern.</p>
<p>Für die heutige Premiere der FFS habe ich mir die Mail von Tina rausgesucht. Tina ist Teilnehmerin des <a href="http://lebenshungrig.de/online-workshop-gewichtig-bulimie-magersucht-essstoerung-binge-eating-diaeten-selbsthilfe-frauen/">Online-Workshops</a>. Dadurch beschäftigt sie sich seit einiger Zeit mit dem Thema Beziehungen. Ein Thema, das zwangsläufig auftaucht, wenn wir uns mit der Essstörung auseinandersetzen. Denn wie Ihr ja bereits wisst, bin ich davon überzeugt, dass jede Essstörung letztlich immer auch eine Beziehungsstörung ist.</p>
<p>Die Essstörung lebt von Heimlichkeiten. Deshalb glaube ich, dass die Menschen in Eurer engeren Umgebung über kurz oder lang von der Essstörung erfahren sollten. Denn wenn ihr den Menschen die Ihr liebt die Essstörung vorenthaltet, haltet Ihr auch ein Stück von Euch selbst vor.</p>
<p>Wenn Frauen beginnen, sie aktiv mit ihrer Essstörung auseinanderzusetzen, taucht nach einiger Zeit bei den meisten der Wunsch auf, andere an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben zu lassen und von der Essstörung zu erzählen.</p>
<p>Parallel dazu taucht die Angst auf, wie das Umfeld auf diese &#8220;Beichte&#8221; reagieren wird. Besonders fürchten wir die Reaktion unseres Partners. Wird er wütend sein, wird er enttäuscht sein? Und wie wird er zukünftig damit umgehen?<br/><br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/vs_SWv9lVTI" frameborder="0" width="640" height="360"></iframe></p>
<p>Da die Themen <a href="http://lebenshungrig.de/2011/authentizitat-bist-du-ein-einzigartiges-original-oder-eine-gewohnliche-falschung/">Authentizität</a> und <a href="http://lebenshungrig.de/2011/bist-selbstbewusst-essstoerung-bulimie-magersucht-binge-eating-diaeten-selbsthilfe/">Selbstbewusstsein</a> in Verbindung mit der Essstörung eine große Rolle bei diesem Thema spielen, interessieren Euch vielleicht auch die entsprechenden Artikel dazu.</p>
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		<item>
		<title>Teil 1: Das Eingeständnis &#8220;Ich habe eine Essstörung.&#8221;</title>
		<link>http://lebenshungrig.de/2012/teil-1-das-eingestandnis-ich-habe-eine-essstoerung/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 00:19:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Happel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Möglichkeiten & Chancen]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute startet meine Artikelserie „In fünf Schritten raus aus der Essstörung“ mit Teil eins: Das Eingeständnis Wie so viele Süchte beginnt auch die Essstörung schleichend. Meist ist der Wunsch da, dünner zu werden und treten erste Erfolge ein, sind wir &#8230; <a href="http://lebenshungrig.de/2012/teil-1-das-eingestandnis-ich-habe-eine-essstoerung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute startet meine Artikelserie „In fünf Schritten raus aus der Essstörung“ mit Teil eins:</p>
<p><strong><span style="color: #ff6600;"><img class="alignleft size-full wp-image-1948" title="Schritt1" src="http://lebenshungrig.de/wp-content/uploads/Schritt1.jpg" alt="" width="205" height="289" />Das Eingeständnis</span></strong></p>
<p>Wie so viele Süchte beginnt auch die Essstörung schleichend. Meist ist der Wunsch da, dünner zu werden und treten erste Erfolge ein, sind wir in einem regelrechten Rauschzustand. Treten sie nicht ein, glauben wir, dass wir es nur nicht hart genug versucht haben oder dass wir die falsche Diät gemacht haben. Nach und nach wird essen  und/oder nicht-essen zu unserem Stimmungsbarometer, genau so, wie unser Gewicht. Die Gedanken in unserem Kopf kreisen fast nur noch um unser Aussehen und wir glauben, dass ein lebenswertes Leben von einem bestimmten Gewicht abhängt.</p>
<p>Wann genau aus diesem Verhalten eine Essstörung wird, ist individuell. Denn die Grenzen zwischen „normal“ und „krankhaft“ sind fließend.</p>
<p><strong><span style="color: #ff6600;">Hast Du eine Essstörung?</span></strong></p>
<p>Ich bekomme häufig Mails in denen steht: „Ich kotze ungefähr alle zwei Wochen drei mal. Habe ich eine Essstörung?“ oder „Ich wiege bei einer Größe von 1,70 m ungefähr 50,5 kg. Alle sagen, ich sei zu dünn. Habe ich eine Essstörung?“ oder auch: „Ich bin seit Jahren stark übergewichtig und habe schon so viele Diäten versucht. Habe ich eine Essstörung?“</p>
<p>Darauf antworte ich nur: „Ich weiß es nicht, wie geht es DIR damit?“ Von Außen betrachtet glaube ich, dass alle drei eine Essstörung haben. Aber was ich glaube, ist völlig irrelevant. Nur Ihr wisst genau, wie Ihr Euch verhaltet, was Ihr denkt und fühlt.</p>
<p><strong><span style="color: #ff6600;">Ja, ich habe eine Essstörung.</span></strong></p>
<p>Ich erinnere mich z. B. noch sehr gut daran, welche Machtgefühle ich während meiner Magersuchtszeit hatte. Ich war die Herrin meines Körpers. Ich musste nicht essen. Ich war dünn. Ich schaute geradezu mittleidig auf andere herab, die &#8220;disziplinlos&#8221; waren und aßen. Ich hatte eine Essstörung und war mir dessen in keinster Weise bewusst.</p>
<p>Und dann ging eine Beziehung kaputt und ich kippte in die Bulimie. Nach dem ersten Erbrechen dachte ich zwei Dinge: 1. Gut, dass das alles wieder raus ist, jetzt hast du die Lösung gefunden, wenn du mal über die Stränge schlägst. Und 2. Das ist nicht gut&#8230;</p>
<p>Bis aus diesem ersten „das ist nicht gut“ das Bewusstsein wurde, dass ich ein ernsthaftes Problem hatte, dauerte es noch eine Weile. Bis ich dieses Problem Essstörung nennen konnte, vergingen weitere Monate. (Einzelheiten über meinen Weg erfahrt Ihr <a href="http://lebenshungrig.de/simone-happel-essstoerung-bulimie-magersucht-diaet/meine-geschichte/">hier</a>.)</p>
<p>Dieses Eingeständnis, dieser Satz „Ich habe eine Essstörung“ ist der erste wichtige Schritt. Und den muss erst mal jede von Euch alleine tun. Ihr müsst begreifen, dass Euer Verhältnis zu Essen und Gewicht nicht angemessen ist und Euch krank gemacht hat. In Euch muss der Wunsch entstehen, gesund werden zu wollen damit ihr mal stolz sagen könnt:</p>
<p><strong>„Ja, ich hatte mal eine Essstörung, aber ich hab’s geschafft.“</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Teil 2 folgt demnächst und heißt: Der Schritt nach Außen</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie viele Mahlzeiten brauchen Frauen mit einer Essstörung?</title>
		<link>http://lebenshungrig.de/2012/wie-viele-mahlzeiten-brauchen-frauen-mit-einer-essstorung/</link>
		<comments>http://lebenshungrig.de/2012/wie-viele-mahlzeiten-brauchen-frauen-mit-einer-essstorung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 12:21:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Happel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Möglichkeiten & Chancen]]></category>

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		<description><![CDATA[Obwohl lebenshungrig sich an Frauen mit einer Essstörung richtet, ist das Essen hier eher ein Hintergrundthema. Denn wie Ihr wisst lautet mein Credo, dass das Essen nicht unser (größtes) Problem ist. Allerdings weiß ich auch, dass bezüglich der Mahlzeiten und &#8230; <a href="http://lebenshungrig.de/2012/wie-viele-mahlzeiten-brauchen-frauen-mit-einer-essstorung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Obwohl <a href="http://lebenshungrig.de/">lebenshungrig</a> sich an Frauen mit einer Essstörung richtet, ist das Essen hier eher ein Hintergrundthema. Denn wie Ihr wisst lautet mein Credo, dass das Essen nicht unser (größtes) Problem ist.</p>
<p>Allerdings weiß ich auch, dass bezüglich der Mahlzeiten und der Menge des Essens  - auch in &#8220;guten Zeiten&#8221; viel Unsicherheit bei Frauen mit einer Essstörung herrscht. Und spätestens seit meinem <a href="http://lebenshungrig.de/2011/interview-mit-inke-jochims-uber-zucker-und-bulimie/">Interview mit Inke Jochims</a> habe ich mir vorgenommen, ab und an bewusst auf das Thema Essen einzugehen.</p>
<p><strong><span style="color: #ff6600;"><img class="alignleft size-medium wp-image-1934" title="happy face made of vegetables and bread" src="http://lebenshungrig.de/wp-content/uploads/lustigesBrot_3073408_XS-300x295.jpg" alt="" width="300" height="295" />Persönliche Erfahrung in der Klinik</span></strong></p>
<p>Während meiner Zeit in der <a href="http://www.hochgrat-klinik.de/klinik/index.php">Klinik</a> hatte ich mich verpflichtet, an der Essstruktur teilzunehmen und das bedeutete drei <a href="http://www.ggb-lahnstein.de/home.0.html">vollwertige</a> Mahlzeiten täglich. Damals befand ich mich an einem Punkt, an dem ich &#8220;mit meinem Latein am Ende&#8221; und somit froh war, dass mir jemand die Verantwortung abgenommen hatte. Da ich mich in der Klinik &#8211; trotz der manchmal sehr anstrengenden Therapieangebote &#8211; sehr wohl und sicher gefühlt habe, konnte ich mich sehr gut an diese Verpflichtung halten.</p>
<p>Auch die Menge meines Essens begutachtete bei jeder Mahlzeit eine meiner Mitpatientinnen, damit ich nicht zu viel bzw. zu wenig auf dem Teller hatte. Nach Jahren ohne System und Struktur aß ich während der Klinikzeit drei Monate lang sehr gesund und sehr geregelt.</p>
<p>In der Klinik wurden wir einmal wöchentlich verdeckt gewogen, so dass die Ärzte gewährleisten konnten, dass niemand übermäßig ab- bzw. zunahm. Zwölf Wochen lang hatte ich keine Ahnung, was die Waage sagte. Und das war eine große Erleichterung für mich. Am Ende der Klinikzeit konnte ich dann selbst entscheiden, ob ich mein Gewicht wissen wollte. Und ich wollte. Es war ein großes &#8220;Aha-Erlebnis&#8221; für mich, dass ich trotz der üppigen und regelmäßigen Mahlzeiten während des Vierteljahres zwei kg abgenommen hatte. Dieses Ereignis hat mir das Vertrauen in meinen Körper zurückgegeben. Seit dem stand ich nur noch während meiner Schwangerschaften beim Arzt auf einer <a href="http://lebenshungrig.de/2011/essstorung-wiegen-waage-bulimie-magersucht/">Waage</a>. In unserem Haushalt gibt es gar keine. Und mein Körper hat mich nicht enttäuscht&#8230;</p>
<p>Nach der Klinik hatte ich noch ein Jahr lang Achterbahnfahrt mit der Essstörung. Ich hatte lange gute Phasen und auch mal wieder Rückfälle, bis es dann endlich vorbei war.</p>
<p><strong><span style="color: #ff6600;">Und so ist es heute</span></strong></p>
<p>Heute esse ich meistens vier Mahlzeiten am Tag. Mein Vertrauen in mich und in meinen Körper ist so groß, dass ich nichts mehr kontrolliere und esse, worauf ich Lust habe. Scheinbar habe ich es geschafft, meinen Serotoninspiegel auf einer rein psychischen Ebene zu stabilisieren.</p>
<p><strong><span style="color: #ff6600;">Was kannst Du machen?</span></strong></p>
<p>Vier Mahlzeiten empfiehlt auch Inke Jochims für Frauen mit einer Essstörung.</p>
<p>Dabei sollte</p>
<p>die erste möglichst vor 10 Uhr</p>
<p>die zweite zwischen 11 und 11.30 Uhr</p>
<p>die dritte zwischen 14 und 15 Uhr</p>
<p>die vierte zwischen 17 und 18 Uhr</p>
<p>eingenommen werden.</p>
<p>Warum es gut ist, sich daran zu halten und welche Lebensmittel ihr essen solltet, erfahrt Ihr <a href="http://lebenshungrig.de/moeglichkeiten-chancen-bulimie-magersucht-essstoerung-diaeten/ernaehrung/">hier</a>. Die Crux an der Sache ist, dass Ihr Euch als Frauen mit einer Essstörung schlecht an Pläne etc. halten könnt. Denn sonst hättet Ihr schließlich keine Essstörung.</p>
<p>Mein Vorschlag ist, dass Ihr versucht, Euch an guten Tagen, in guten Zeiten weitestgehend daran zu halten. Denn dann könnt Ihr auch auf der körperlichen Ebene dazu beitragen, dass die Rückfälle immer weniger werden.</p>
<p>Geht bitte nicht perfektionistisch an die Sache ran, sondern realistisch mit einer Spur Optimismus. Versucht Euch nach und nach mit dem Gedanken anzufreunden, dass Euer Körper weiß, was er braucht. Ihr habt nur verlernt, ihm zuzuhören und ihm zu vertrauen. Weil Ihr verlernt habt, Euch selbst zuzuhören und zu vertrauen.</p>
<p><strong>Als Ihr kleine Kinder gewesen seid, konntet Ihr es. Und jetzt könnt Ihr es wieder lernen.</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum Frauen mit einer Essstörung Gleichgesinnte brauchen</title>
		<link>http://lebenshungrig.de/2012/warum-frauen-mit-einer-essstorung-gleichgesinnte-brauchen/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 10:40:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Happel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Möglichkeiten & Chancen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie Ihr bereits hier erfahren habt, bin ich ein großer Fan von Inspiration durch Filme und Bücher. Diejenigen von Euch, die bereits am Workshop teilgenommen haben wissen, dass James Camerons Megahit „Titanic“ einer dieser Filme ist, die mich auf meinem &#8230; <a href="http://lebenshungrig.de/2012/warum-frauen-mit-einer-essstorung-gleichgesinnte-brauchen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie Ihr bereits <a href="http://lebenshungrig.de/2011/raus-aus-dem-hamsterrad/">hier</a> erfahren habt, bin ich ein großer Fan von Inspiration durch Filme und Bücher. Diejenigen von Euch, die bereits am Workshop teilgenommen haben wissen, dass James Camerons Megahit „Titanic“ einer dieser Filme ist, die mich auf meinem Weg raus aus der Essstörung begleitet haben.</p>
<p><strong><span style="color: #ff6600;">Der Kern der Message</span></strong></p>
<p>Und nein, ich bin ehrlich gesagt keine große Romantikerin, die auf rettende Prinzen auf weißen Pferden steht. Was mich an der Geschichte von Rose und Jack  sehr beeindruckt ist, die Wandlung der Frau durch die uneingeschränkte Unterstützung des Mannes. Dieser Mann hat etwas in dieser Frau gesehen, dass sie erst durch seine Ermutigung leben konnte. Und dann hat sie es – ihr eigenes Leben &#8211; mit großem Mut in Angriff genommen. Gegen sämtliche Konventionen und Zwänge. Selbst als er dann im kalten Atlantik starb, hat sie sich nicht „Julia-und Romeo-like“ ebenfalls in die Fluten gestürzt, sondern, sie hat sich mit aller Konsequenz in ihr Leben geworfen.</p>
<p>Anfangs war sie zutiefst unglücklich, sich ihres goldenen Käfigs bewusst und so verzweifelt, dass sie den Selbstmord vor Augen hatte. Die Begegnung mit ihm hat ihr die eigene Stärke und die eigenen Wünsche und Ziele gezeigt.</p>
<p>Dieser Kern der Lovestory ist es, den ich sehr mag. Denn er enthält keine „Ich liebe Dich, wenn Du Dich so verhälst, wie ich es möchte.“ Botschaft. Seine Botschaft lautet: „Ich liebe Dich weil Du so bist, wie Du bist. Und Du bist sehr stark.“</p>
<p><strong><span style="color: #ff6600;">Echte Unterstützung</span></strong></p>
<p>Wir Frauen trauen uns häufig nicht, zu unseren Stärken zu stehen, unsere Meinung zu sagen und – auch mal mit Gegenwind – unser Leben zu leben. Wir setzen zu häufig auf unsere Optik und auf angepasst sein. Wir setzen (unbewusst) auf die Essstörung, damit wir das Bequemsein ertragen&#8230;</p>
<p>Denn richtig schlimm trifft es zum Beispiel die Frauen, die sich für Frauen und ihre Belange einsetzen. Prominentestes und bestes Beispiel ist Alice Schwarzer. Von dem Moment an, als sie den Feminismus zu ihrem Thema machte, wurde sie für viele von der anerkannten Journalistin zur „männerhassenden, lesbischen, häßlichen Emanze, die nur mal richtig durchgev&#8230;.. werden muss.“ Ich habe gerade ihre Autobiografie gelesen und erfahren, dass sie all diese Hähme und Angriffe nur durchsteht, weil sie auf der anderen Seite auch sehr viele Gleichgesinnte hat.</p>
<p>Aber auch im Kleinen bedeutet Stärke zeigen und zu seiner Meinung zu stehen, häufig, dass wir angegriffen werden. Von schwachen Männern und von schwachen Frauen. Denn beide fühlen sich bedroht von uns.</p>
<p><img src="http://lebenshungrig.de/wp-content/uploads/win-winFotolia_6339438_XS-250x300.jpg" alt="" title="Hands" width="250" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-1886" /><strong><span style="color: #ff6600;">Gleichgesinnte gehen den gleichen Weg</span></strong></p>
<p>Wir Frauen mit Essstörung sind meist Frauen, die mit Hilfe der Essstörung ihre Stärke unterdrücken um angepasster und pflegeleichter für unsere Umgebung zu sein. Geliebt zu werden ist uns scheinbar wichtiger, als uns selbst zu lieben.</p>
<p>Daher ist es für uns unentbehrlich, Menschen um uns zu haben, die uns uneingeschränkt und uneigennützig auf dem Weg raus aus der Essstörung unterstützen. Häufig sind das Menschen, die uns erst mal gar nicht so nah stehen und die von Außen einen sehr scharfen und ungefilterten Blick auf uns haben.</p>
<p>Wahrscheinlich ist es Euch auch schon mal so ergangen, dass Ihr die Probleme eines anderen Menschen schnell erkannt und – in der Theorie – auch lösen konntet. Das funktioniert so gut, weil wir in diesem Fall von Außen auf das Problem schauen. Wenn ich von Außen auf den Globus schaue, habe ich einen viel besseren Überblick über unseren Planeten, als wenn ich mitten in Deutschland sitze&#8230;</p>
<p><strong><span style="color: #ff6600;">Schlüsselerlebnisse</span></strong></p>
<p>Während meiner Zeit in der Klinik hatte ich z. B. zwei Schlüsselerlebnisse, durch die mir andere Menschen sehr geholfen haben:</p>
<p>Ich war erst ungefähr zwei Woche in der Klinik, als Michael &#8211; ein ehemaliger Alkoholiker – die Klinik verlies. Zum Abschied gab er mir den folgenden Satz mit: „In Dir steckt ein Vulkan, lass ihn endlich ausbrechen.“ Mit diesem einen Satz hatte er es so was von auf den Punkt gebracht&#8230;</p>
<p>Er hatte meinen enormen Freiheitsdrang und meinen großen Wunsch nach Gerechtigkeit erkannt und beides mit einfachen Worten in ein passendes Bild verwandelt. Und er hatte begriffen, dass es wichtig für mich war, diese Dinge nicht nur selbst zu leben, sondern sie auch zu benennen und anderen (Frauen) näher zu bringen. Er war definitiv einer meiner Jack Dawsons!</p>
<p>Und ich hatte auch ein weibliches Pendant dazu, eine Jacky Dawson quasi: Nach einer Therapiestunde, in der wir überwiegend getanzt hatten sagte eine Ordensschwester, die sich auf Grund von Depressionen in der Klinik befand zu mir: „Ich hoffe, Du kannst diese große Gabe erkennen, die Dir geschenkt wurde. Du kannst Musik ganz wunderbar und einzigartig durch Deinen Körper ausdrücken.“</p>
<p>Sie hat mir eines meiner Talente bewusst gemacht und mich darauf hingewiesen, dass ich diese auch einsetzen und dankbar dafür sein kann.</p>
<p><strong><span style="color: #ff6600;">Die Seele lebendig machen</span></strong></p>
<p>Die Essstörung los zu lassen, heißt immer auch, seine eigenen Wünsche Bedürfnisse und Ziele zu leben und dabei seine Talente einzusetzen.</p>
<p>„Zu wissen, was Du willst, anstatt demütig zu dem Ja und Amen zu sagen, von dem Dir die Welt vorschreibt, dass Du es wollen sollst, bedeutet, dass Du Deine Seele lebendig gehalten hast.“ sagt Robert Louis Stevenson</p>
<p>Mit Menschen, die gleichgesinnt  sind, geht das wesentlich leichter, als ganz alleine. Wenn ihr mit Hilfe solcher Menschen selbst-bewusster werdet, wird es auch immer leichter, zu sich zu stehen und dem Gegenwind stand zu halten.</p>
<p>Frauen mit einer Essstörung brauchen andere Frauen mit einer Essstörung.</p>
<p>Frauen mit einer Essstörung brauchen andere Frauen.</p>
<p>Frauen mit einer Essstörung brauchen andere Menschen.</p>
<p><strong>Sucht aktiv nach Gleichgesinnten. Menschen, die zu brauchen Euch gut tut, ohne dass Ihr abhängig von ihnen und ihrer Meinung werdet.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Welche Vorteile hat Deine Essstörung?</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 15:09:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Happel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Möglichkeiten & Chancen]]></category>
		<category><![CDATA[Ursache & Wirkung]]></category>

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		<description><![CDATA[Neues Jahr – neues Glück. Und neue Vorsätze. Und wahrscheinlich lautet einer dieser Vorsätze bei den meisten von Euch: In diesem Jahr verabschiede ich mich von meiner Essstörung. Ein guter Vorsatz, der aber – wie so viele andere – leicht &#8230; <a href="http://lebenshungrig.de/2012/welche-vorteile-hat-deine-essstoerung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neues Jahr – neues Glück. Und neue Vorsätze. Und wahrscheinlich lautet einer dieser Vorsätze bei den meisten von Euch: In diesem Jahr verabschiede ich mich von meiner Essstörung.</p>
<p><a href="http://lebenshungrig.de/wp-content/uploads/DSC_0376.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1868" title="DSC_0376" src="http://lebenshungrig.de/wp-content/uploads/DSC_0376-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Ein guter Vorsatz, der aber – wie so viele andere – leicht an der Realität scheitern kann. Meistens ist unser Vorgehen gegen die Essstörung eine große Kampfansage. Wir versuchen mit unserem Verstand und unserem Willen das Unmögliche möglich zu machen. Wir versuchen es mit Disziplin und Diäten. Und wenn wir scheitern, hassen und verachten wir uns und bereiten der Essstörung dadurch freie Bahn.</p>
<p><span style="color: #ff6600;"><strong>Es geht aber auch anders:</strong></span></p>
<p>Hast Du Dich schon mal ernsthaft gefragt, welche Vorteile die Essstörung für Dich hat? Denn genau die gibt es auch. Die Essstörung erfüllt immer einen Zweck für uns und wenn wir diesen Zweck herausfinden, verstehen wir uns besser. Ernsthaft über die Vorteile von Bulimie, Magersucht und Binge Eating nachzudenken zeigt uns, dass wir nicht völlig pervers und daneben sind, sondern dass wir uns mit der Essstörung eine Art Überlebensstrategie zugelegt haben. Wenn wir dann – Stück für Stück &#8211; Ersatzstrategien entwickeln können, verliert die Essstörung ihre Bedeutung.</p>
<p><strong><span style="color: #ff6600;">Für die Skeptiker unter Euch erläutere ich mal die Vorteile meiner Essstörung:</span></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Erstens:</span></p>
<p>Ich glaubte früher (unbewusst), dass ich unbedingt jedem gefallen muss, um eine Daseinsberechtigung zu haben. Die Essstörung hat mir geholfen, ein Everybodys Darling ohne Ecken und Kanten zu sein. Meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse standen zu dieser Zeit bestenfalls an zweiter Stelle. Mit der Essstörung konnte ich sie unterdrücken. Die Essstörung hat mir dabei geholfen, die sein zu können, die ich glaubte sein zu müssen. Und auch für meine Umgebung war ich dadurch so schrecklich pflegeleicht&#8230;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Zweitens:</span></p>
<p>Ich kenne zwar alle Spielarten der Essstörung, aber hauptsächlich war ich Bulimikerin. Eine durchaus ekelige Angelegenheit, diese Kotzerei. Aber es gab da diesen winzigen Moment, wenn der Magen zum Bersten voll war und ich dann endlich diesen selbst erzeugten Druck los werden konnte. Und Druck hatte ich sehr viel, bzw. habe mir selbst sehr viel gemacht. Das Brechen war ein Weg, psychischen Druckabbau – zu dem ich nicht fähig war &#8211; in physischen umzuwandeln. Außerdem ist es für viele Bulimikerinnen eine Art Reinigungsritual und auch da lohnt es sich, hinzuschauen&#8230;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Drittens:</span></p>
<p>Als Studentin war ich mit diversen Abläufen und Themen meines Studienganges sehr unglücklich. Aber anstatt den Fehler im Lernsystem zu suchen, bzw. Konsequenzen zu ziehen, suchte ich den Fehler bei mir. Zudem war ich der Meinung, ständig und immer lernen zu müssen. Die Essstörung war zu dieser Zeit meine „Lernbremse“. Denn ich war selten in der Lage, mir echte Freizeit und Vergnügen zu gönnen. Hatte ich aber einen Fressanfall, „brauchte“ ich dazu Ablenkung durch den Fernseher bzw. durch den PC. Während dieser Zeiten konnte ich natürlich nicht lernen&#8230;</p>
<p>Wenn Ihr Euch diese drei Gründe durchlest, fällt Euch vielleicht auf, dass mein Denken, Fühlen und das daraus resultierende Handeln dazu geführt hat, dass ich die Essstörung als Überlebensstrategie „brauchte“.</p>
<p><strong><span style="color: #ff6600;">Und so ist das heute:</span></strong></p>
<p>Heute ist es mir nicht mehr wichtig, dass andere mich gut finden und mir damit eine Daseinsberechtigung geben. Ich habe eine Daseinsberechtigung. Ich versuche, so zu sein und zu leben, wie es mir entspricht. Ich habe gelernt, meine Meinung zu sagen und ich habe erfahren, dass ich es überlebe, wenn jemand eine andere hat. Ich kann auch Streit und schlechte Stimmung besser aushalten, weil ich nicht mehr alles auf mich beziehe bzw. meinem eigenen Standpunkt vertraue und dazu stehe. Ich kann Grenzen setzen und andere verstehen mein „bis hierhin und nicht weiter“. Ich brauche keine Essstörung mehr&#8230;</p>
<p>Durch dieses geänderte Denken, Fühlen und Verhalten, habe ich keinen bzw. sehr wenig Druck. Und wenn ich mal welchen habe, kann ich ihn durch schreiben, reden, etwas anders machen &#8211; und manchmal auch einfach durch Bewegung – abbauen. Ich brauche keine Essstörung mehr&#8230;</p>
<p>Auch über meinen Studiengang denke ich heute anders. Die Lernsysteme waren und sind veraltet. Ich musste sehr, sehr Vieles auswendig lernen, was ich nie wieder brauchte bzw. gleich wieder durch anderes Unnützes ersetzen musste. Ich hätte mir viel mehr projektbezogene Arbeiten gewünscht, die auch mal so richtig in die Tiefe gehen und wo man selbständig ein Problem bewältigen muss. Meine Reaktion auf das Studieren war also völlig in Ordnung. Hätte ich das damals schon erkannt und mir vertraut, hätte ich A) mich damit abgefunden und das Ganze schnellstmöglich durchgezogen oder ich hätte es B) abgebrochen und etwas anderes gemacht. Auch in meinen diversen Jobs die ich nach meinem Studium hatte, war ich nicht wirklich zufrieden. Ich habe gelernt, dass ich sehr freiheitsliebend bin und etwas machen will, in dem ich einen Sinn sehe. Also habe ich mich selbständig gemacht. Ich brauche keine Essstörung mehr&#8230;.</p>
<p><strong><span style="color: #ff6600;">Meine Vorschlag für einen guten Vorsatz 2012 lautet:</span></strong></p>
<p><strong>In diesem Jahr lerne ich, meine Essstörung zu verstehen, damit ich sie nicht mehr brauche.</strong></p>
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		<title>Mein Rückblick auf 2011, mein Dankeschön an Euch!</title>
		<link>http://lebenshungrig.de/2011/mein-ruckblick-auf-2011-mein-dankeschon-an-euch/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 00:39:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Happel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Möglichkeiten & Chancen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wow. Schon wieder ist ein Jahr vorbei, in dem mich das Thema Essstörung begleitet hat!  2011 war ein sehr intensives Jahr für lebenshungrig.de und daher nutze ich heute die Gelegenheit für einen Jahresrückblick: Das neue Design Anfang dieses Jahres habe &#8230; <a href="http://lebenshungrig.de/2011/mein-ruckblick-auf-2011-mein-dankeschon-an-euch/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wow. Schon wieder ist ein Jahr vorbei, in dem mich das Thema Essstörung begleitet hat!  2011 war ein sehr intensives Jahr für <a href="http://lebenshungrig.de/">lebenshungrig.de</a> und daher nutze ich heute die Gelegenheit für einen Jahresrückblick:</p>
<p><strong><span style="color: #ff6600;">Das neue Design</span></strong></p>
<p>Anfang dieses Jahres habe ich mich dazu entschlossen, der Website und dem Forum ein neues Outfit, Updates und eine komplette Relaunch zu gönnen. Und im Mai ist das Ganze – inklusive Serverumzug – dann reibungslos von statten gegangen. Ich mag das neue Design sehr und erfreue mich noch täglich daran. Auch Euer Feedback war durchweg positiv.</p>
<p><strong><span style="color: #ff6600;">Der neue Blog</span></strong></p>
<p>Zusätzlich zur „Aufhübschung“ hat die Seite auch einen Blog dazubekommen und ich habe es geschafft, durchschnittlich etwas über einen Blogbeitrag pro Woche zu schreiben. Das macht mir sehr viel Spaß und ich hoffe, dass auch Ihr von diesem Mehrwert profitiert. Seit einigen Wochen habt Ihr die Möglichkeit, diese Blogbeiträge zu abonnieren. Hierzu tragt einfach Eure E-Mailadresse dort rechts in der Sidebar ein und Ihr bekommt bei jedem neuen Blogbeitrag eine Mail, in der in einem Satz das Thema steht. (Selbstverständlich gebe ich Eure E-Mail-Adressen nicht an Dritte weiter.) Und falls Ihr Euch einen Blogbeitrag zu einem bestimmten Thema oder Problem wünscht, dann lasst es mich bitte einfach via Mail wissen. Vielleicht kann ich Euren Wunsch erfüllen!</p>
<p>Ein weiterer Vorteil des Blogs ist, dass er zusätzliches Futter für die Suchmaschinen bietet und so sind die Zugriffzahlen auf lebenshungrig.de gestiegen. Das freut mich natürlich, zeigt aber auch, wie relevant das Thema Essstörung in unserer Gesellschaft ist. Auch die Videoversion meines Textes „<a href="http://lebenshungrig.de/simone-happel-essstoerung-bulimie-magersucht-diaet/tagesablauf-esstgestoerten-hilfe/">Tagesablauf einer Essgestörten</a>“ hat nicht mal vier Monate nach der Veröffentlichung bereits über 6.500 Zugriffe auf YouTube&#8230;</p>
<p><strong><span style="color: #ff6600;">Meine Erfahrung mit lebenshungrig.de</span></strong></p>
<p>Immer wieder mal taucht die Frage auf, ob ich auch negative Erfahrung mit meinem offensiven Umgang mit dem Thema Essstörung mache. Und diese Frage kann ich ganz klar mit NEIN beantworten. Natürlich ist „negative Erfahrung“ Definitionssache&#8230; Aber ich bin für mich sehr klar, was das Thema Essstörung betrifft. Es ist ein Teil von mir, weil es zu meiner Vergangenheit gehört. Wenn ich diesen Teil verleugne, verleugne ich mich selbst. Und es gibt auch für mich gar keinen Grund, diese Vergangenheit zu verschleiern, denn ich bin heute froh, dass meine Essstörung mich dazu gezwungen hat, mich offen und ehrlich mit mir und meinem Leben auseinander zu setzen. Natürlich binde ich nicht jedem sofort auf die Nase, dass ich mal eine Essstörung hatte. Aber wenn es zur Sprache kommt, rede ich gerne und offen darüber. Alles andere wäre auch reichlich dämlich, denn durch lebenshungrig.de habe ich das Thema in Verbindung mit mir schließlich öffentlich gemacht.</p>
<p>Natürlich freue ich mich über positives Feedback – aber ich bin nicht abhängig davon. Denn ich habe gelernt, mich abzugrenzen. Wenn ich während eines Kontakts das Gefühl habe, dass mich jemand ausnutzen möchte oder einfach zu destruktiv ist und nur zum Jammern nicht aber zum Machen bereit ist, dann gehe ich bewusst aus diesem Kontakt.</p>
<p>Außerdem habe ich einen gesunden Abstand zum Thema Essstörung, weil ich seit fast 14 Jahren nicht mehr selbst betroffen bin und wieder gelernt habe zu essen, wie Kinder es tun. Ich kenne keinen Zwang, kein schlechtes Gewissen, keine Kalorientabellen etc. mehr. Aber ich erinnere mich noch sehr deutlich daran, was es bedeutet, mit all dem zu existieren.</p>
<p><strong><span style="color: #ff6600;">Mein Motiv</span></strong></p>
<p>Ich mache lebenshungrig.de, weil ich weiß, dass ein Leben mit einer Essstörung ein unfreies und fremdbestimmtes Leben ist. Und ein solches Leben wünsche ich keiner Frau und keinem Mann auf diesem Planeten. Wir haben das unfassbar große Glück in einem Land zu leben, in dem wir vor dem Gesetz gleich sind und in dem auch unsere Grundbedürfnisse mehr als gedeckt sind. Wir haben die Möglichkeit, frei und selbstbestimmt zu leben und ich möchte alle Frauen dazu ermutigen, dies auch zu tun.</p>
<p>Ich mache lebenshungrig für Euch und ich mache es auch für mich. Denn Ihr gebt mir durch Eure Reaktionen auf den Workshop etc. ein Vielfaches von dem zurück, was ich investiert habe. Ihr erinnert mich immer wieder daran, warum ich lebenshungrig.de noch besser und noch erfolgreicher machen möchte.</p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-1846" title="2012 Wunderkerzen und Konfetti" src="http://lebenshungrig.de/wp-content/uploads/Silvester_34019754_XS.jpg" alt="" width="423" height="283" />Ich danke Euch von ganzem Herzen für Euer Vertrauen, Euren Zuspruch und für die zahlreichen E-Mails.</strong></p>
<p><strong>Und ich wünsche Euch aus tiefster Überzeugung den Glauben daran, dass es auch für Euch ein freies und selbstbestimmtes Leben ohne Essstörung gibt.</strong></p>
<p>Happy 2012 <img src='http://lebenshungrig.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Simone</p>
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