Trau’ Dich – (anonym) an wichtige Instanzen der Öffentlichkeit
Um, zumindest langfristig gesehen, die Rahmenbedingungen für Menschen mit Essstörungen zu verbessern bzw. die Zahl der „Neueinsteiger“ so gering wie möglich zu halten, sollten vor allem die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Deutsche Werberat immer wieder von Betroffenen auf die Problematik hingewiesen werden.
Die BZgA verfolgt seit ihrer Gründung im Jahr 1967 das Ziel, „Gesundheitsrisiken vorzubeugen und gesundheitsfördernde Lebensweisen zu unterstützen“. Zwar bietet die BZgA schon eine Reihe von Informationen und Hilfen an, aber was genau würdest Du Dir in Bezug auf Deine Essstörung wünschen? Welche konkreten Maßnahmen, Projekte usw. würdest Du als hilfreich ansehen? Wie kann Deiner Meinung nach besser vorgebeugt werden?
Sende doch eine E-Mail an: ernaehrung@bzga.de
Der 1972 gegründete Deutsche Werberat ist das selbstdisziplinäre Organ der Kommunikationswirtschaft und arbeitet als Konfliktregler zwischen Beschwerdeführern aus der Bevölkerung und werbungtreibenden Unternehmen.“ Welche Werbung magst du nicht, weil sie dir (Ess-)Druck macht? Wie empfindest Du den Umgang der Werbung mit Schönheit, Schlankheit, Leistungsfähigkeit usw.? Fühlst Du Dich von einer gewissen Werbung diskriminiert?
Hier geht es zum Beschwerdeformular des Werberats.
Ich fordere:
- die Darstellung einer Vielfalt natürlicher Körperformen und der Rollenvielfalt von Frauen und Männern
- dass dicke und dünne Menschen mit den gleichen positiven bzw. negativen Merkmalen dargestellt werden
- keine Darstellungen, die Frauen als bloße Ansichtsobjekte diskriminiert
- keine Werbung mehr mit ausgezehrten Magermodels
- keine Werbung für Diäten (bei Zigaretten ist das schließlich auch verboten worden!)
Du denkst jetzt vielleicht, dass eine E-Mail nicht allzu viel erreichen wird. Aber was wäre, wenn hunderttausende solcher Mails eingingen? Trau’ Dich!
… und handle entsprechend. Schließlich entscheidest Du, wem Du Dein Geld gibst!


