… Kaufsucht

Kaufsucht, häufig auch Oniomanie genannt, nennt man das zwanghafte Konsumieren von Gütern und Dienstleistungen.

Hierbei geht es nicht in erster Linie um den gekauften Gegenstand, sondern allein um die Handlung des Kaufens.

Die Grenze zwischen einem „normalen“ Frustkauf und der Kaufsucht liegt in dem immer wiederkehrenden Drang Dinge zu kaufen, die man nicht wirklich benötigt. Oft landen diese Sachen unausgepackt im überfüllten Schrank, oder kurze Zeit später im Müll. Die Kaufsucht ist eher unauffällig, da Kaufen gesellschaftlich akzeptiert ist.

Schätzungsweise 70% der Kaufsüchtigen sind Frauen, alle Altersgruppen und alle Einkommens- und Bildungsschichten scheinen gleichmäßig betroffen zu sein.

Viele Essgestörte sind gleichzeitig kaufsüchtig. Fast alle Kaufsüchtigen spezialisieren sich auf bestimmte Produkte und bevorzugen spezielle Kaufumgebungen. Das Kaufen hilft zunächst, eine innere Unruhe zu betäuben, Depressionen oder Ängste zu unterdrücken, aus der Realität zu entfliehen, den Alltag zu vergessen oder als Aufputschmittel.

Das Kaufen wird als Symbol für selbständiges und kompetentes Entscheiden empfunden, als Merkmal für Überfluss und ein intensives Leben.

Aber schon zu Hause ist das gute Gefühl sich etwas gegönnt zu haben, meist wieder vorbei. Also gehen die Betroffenen schon bald wieder einkaufen.

Die Folgen der Kaufsucht, die oft jahre- und jahrzehntelang anhält, sind verheerend. Es drohen Überschuldung, Diebstahl, Unterschlagung von Geld und letztlich der finanzielle und seelische Ruin.

Es gibt eine Kaufsuchthotline: 0 91 31 – 8 53 48 94 und einen Selbsttest.

Diese Bücher befassen sich mit dem Thema Kaufsucht:

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>