Nach einer über 25-jährigen intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema Essstörungen kann man mich getrost als Expertin auf diesem Gebiet bezeichnen. Und doch gerate auch ich immer mal wieder in die Hochstaplerinnen-Falle und befürchte, dass ich vielleicht doch nicht genügend Ahnung habe und ALLE das demnächst merken werden. Das Phänomen, insgeheim davon überzeugt zu sein, dass sein Erfolg nur auf Glück, Charme und/oder guten Beziehungen basiert und nicht auf eigenen Leistungen und Erfahrungen, hat einen Namen: Man nennt es das Hochstapler- oder auch Impostor Syndrom. Impostor ist das englische Wort für Hochstapler und Betrüger.

Natürlich kennt jeder Mensch Momente des Zweifelns. Menschen mit Impostor Syndrom allerdings sind selbst nach unzähligen Erfolgserlebnissen nicht in der Lage, an ihre eigenen Fähigkeiten zu glauben. Sie leben in ständiger Angst davor, enttarnt und bloßgestellt zu werden. Wer unter dem Impostor Syndrom leidet, hat eine überzogene Vorstellung von Kompetenz, eine komplexe Meinung zu den Thema Erfolg und große Furcht vor negativer Kritik.

Warum gerade (essgestörte) Frauen relativ häufig unter dem Impostor Syndrom leiden, welche prominente und erfolg-reiche „Leidensschwester“ wir haben und wie ich mit dem Impostor Syndrom umgehe, wenn ich mir mal wieder wie eine Hochstaplerin vorkomme, erfahrt ihr in der heutigen Episode von SHeTV:

Das „First Aid Impostor Syndrom Kit“

Hier noch mal meine drei Ideen für den bewussten Umgang mit dem Impostor Syndrom:

1: Mache den Realitätscheck in dem du ein Erfolgstagebuch führst.

 

2: Stelle dir Sandbergs „Billion-Dollar-Frage“: Was würde ich jetzt tun, wenn ich keine Angst hätte?

Zu dieser Frage gibt es eine kostenlose Kurz-Meditation, den MindDetox-Quickie:

Was würde mein angstfreies Ich jetzt tun?“ von mir.

Hier findest du Sheryl Sandbergs Buch Lean In: Frauen und der Wille zum Erfolg

 

3: Tanze deinen eigenen Power Posing Dance oder mache zwei Minuten Power Posen.

Und hier ist der Link zu einem Vortrag von Amy Cuddy über das Power Posing.

 

lebenshungrige Grüße

Simone