Wer ist eigentlich der wichtigste Mensch in deinem Leben?

Das Universum hat Humor.

Vor einigen Wochen habe ich ein Video für euch gemacht, in dem es um die Frage:

Wer ist der wichtigste Mensch in deinem Leben und warum?

geht. Und dann ist etwas passiert, was ich schon häufiger erlebt habe. Das Video ist fertig, ich möchte es veröffentlichen und einen Blogbeitrag dazu schreiben. Doch das gelingt mir nicht. Denn eigentlich habe ich im Video schon gesagt, was es zu sagen gibt. Was also noch schreiben? Soll ich also das Video einfach so veröffentlichen? Auch das habe ich schon getan.

Diese Überlegungen machen mich dann unzufrieden. Ich möchte klare „Regeln“, die ich mir zu allem Überfluss auch noch selbst schaffen müsste. Mit anderen Worten: An diesen Punkten lugt ganz gerne mal der perfektionistische Größenwahn der Bulimikerin hervor:

Man könnte auch sagen: Ich stehe mir selbst im Weg.

Das sind meine Grundmuster, die auch noch über 19 absolut rückfallfreien Jahren ab und an durchscheinen. Allerdings sind mir diese Muster heute bewusst und ich gehe besser damit um, handele anders. Auch wenn das in der Vergangenheit häufig bedeutet hat, dass ich gar nicht gehandelt habe. Und deshalb ist schon so manche (Video)-Idee den Perfektionistinnentod gestorben. So what?

Das besagte Video wartete also geduldig bei YouTube auf seine Veröffentlichung. Und mein Plan war, dass es dort eben so lange unveröffentlicht ausharren sollte, bis mich die Muse küsste und ich etwas dazu zu schreiben hätte.

Achtung: Unverhofft kommt tatsächlich oft

Genau das ist gestern passiert. Allerdings war dieser Kuss der Muse ein ganz anderer als erwartet. Denn ich bin in die fieseste aller Fallen getappt: Man hat mich um einen Gefallen gebeten! Und ohne großartig über die Konsequenzen nachzudenken, habe ich „Ja, klar“ gesagt…

Was dazu führte, dass mein Nachmittag anders als geplant verlief. Ich fuhr einige Orte weiter um einen Kinder-Fahrradanhänger zu kaufen und zu verschicken. Und während der Kauf kein großes Thema war, stellte mich der Versand – auf Grund der Größe – vor ungeahnte Herausforderungen.

Ich fand mich also abends – nachdem ich Stunden mit der erfolglosen Suche nach einem Karton verbracht hatte – in unserem Carport wieder und wickelte ein unförmiges Monstrum mit Massen an Packetband ein.

Und ich war genervt. Denn das alles hatte viel mehr Zeit in Anspruch genommen als erwartet. Und das bedeutete wiederum, das ich das, was ich eigentlich vor hatte – nämlich arbeiten – nicht machen konnte.

Dann passierte es: Ich stellte mir vor, wie lustig es wohl aussehen muss, dass ich hier schimpfend versuche, das Monster mit Hilfe des Klebebandes zu bändigen.

Und schon musste ich grinsen: Da war sie, meine Geschichte zum Video.

Der Umgang mit mir selbst

Früher hätte ich mich dafür mit einem Rückfall bestraft, mittlerweile kann ich darüber lachen und daraus lernen. Ich gehe viel geduldiger und verständnivoller mit mir um. Und ich nehme mich ernst. Deshalb hat heute die Arbeit oberste Priorität.

Denn eine solche Erfahrung ist lustig und lehrreich, mehrere machen unzufrieden.

Die Menge macht das Gift…

Und das tue ich mir nicht mehr an.

Es ist 8.45 Uhr und dieser Blogbeitrag ist fertig. Läuft 😉

Und jetzt gehe im zum Yoga, das habe ich mir verdient!

Ach ja, zu besagtem Video bitte hier lang:

lebenshungrige Grüße

Simone

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