Was genau ist gesunde Ernährung eigentlich?

Auf diese Frage gibt es so viele Antworten wie es Frauen mit einem gestörten Essverhalten gibt.

Und generell nimmt dieses Thema für sehr viele Menschen geradezu religiöse bis fanatische Züge an…

Du bist, was du isst?

In einer Zeit, in der wir den Luxus genießen könn(t)en, sämtliche Lebensmittel zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung zu haben, ist der Satz: „Du bist, was du isst!“ für mich überholt. Denn er stammt aus einer Zeit, in der Mangel- und Unterernährung an der Tagesordnung waren. Mein Satz lautet:

Du bist, was du (über dein Essen) denkst!

Denn der Stress – die ängstlichen, unsicheren Gedanken und Gefühle, die du mit deinem Essverhalten und mit Lebensmitteln verbindest – kann mindestens genau so schädlich für dich sein, wie der ständige Konsum von Fast Food. Es geht also nicht darum, die perfekte Definition von „gesunder Ernährung“ zu finden und sich dann daran zu halten.

Es geht darum zu verstehen, dass du den perfekten Ernährungsexperten bereits hast: Deinen Körper! Denn er weiß nicht nur, wann er hungrig und wann er satt ist, er zeigt durch seine Gelüste auch, was er braucht.

Und nein, er will nicht permanent Süßigkeiten oder Fettiges. Wenn dein Mind völlig klar ist, du glücklich bist und guten Kontakt zu deinem Körper hast, dann wirst du verwundert feststellen, dass du beispielsweise häufig Lust auf Spinat oder Bananen hast.

Es ist nicht dein Körper, dem du nicht vertrauen kannst. Dein Kopf, der nicht vertrauen will, ist die eigentliche Herausforderung.

Wie viele Diäten hast du schon ausprobiert? Wie viele Ernährungstrends hast du schon mitgemacht? Wie viele Super Foods hast du schon getestet?

Und was hat es dir wirklich gebracht?

Fokussiere dich immer wieder auf die Ursache

Das Essen ist nicht dein wirkliches Problem und deshalb liegt in der Fokussierung auf das Essen bzw. dein Essverhalten auch nicht die Lösung.

Im Gegenteil. Fokussierst du dich auf das Problem, verstärkst du es:

Du versuchst immer wieder kontrolliert und diszipliniert zu essen, schaffst es immer seltener und es geht dir deshalb immer schlechter.

Dadurch befindest du dich in einer ungesunden Abwärts-Spirale. Innerlich wirst du immer kleiner, die Selbstzweifel werden immer größer.

Doch es liegt nicht an dir, nicht an deiner mangelnden Willenskraft, es liegt an deinen Gedanken, an deinen Glaubenssätzen:

Warum glaubst du, deinen Körper mit deinem Kopf beherrschen zu müssen?

Warum glaubst du, dass ein von anderen Menschen aufgestellter Ernährungsplan für dich richtig ist?

Warum glaubst du, dass ein bestimmtes Gewicht dich glücklicher und selbstbewusster machen würde?

Hinterfrage deine Gedanken, tut es dir wirklich gut zu glauben, was du glaubst?

Und wie realistisch ist das, was du glaubst?

Wie oft hast du dir selbst schon bewiesen, dass deine Glaubenssätze nicht den gewünschten Erfolg erzielen (können)?

Und jetzt lasse ich dich wissen, wie ich gesunde Ernährung heute definiere:

Gesunde Ernährung ist…

… so frische und unbehandelte Nahrungsmittel wie möglich, wenn es unter den gegebenen Umständen machbar ist!

Konkret bedeutet das für mich:

  1. Mein Körper bestimmt immer, wie viel ich esse. Und nach Möglichkeit auch, wann ich esse und was.

  2. Ist das nicht möglich, weil ich beispielsweise zum Essen eingeladen oder unterwegs bin, dann esse ich das was da ist, bis ich satt bin.

So unglaublich einfach kann das sein.

Wenn du (angst)frei bist, weil du deine ungesunden Glaubenssätze ausgehungert hast!

lebenshungrige Grüße

Simone