… wenn du die „Spielarten“ des Ur-Glaubenssatzes nicht erkennst und hinterfragst!

Wirklich tricky an dem Ur-Glaubenssatz „Ich bin nicht gut (genug)!“ ist, dass wir uns (unbewusst) immer wieder beweisen, dass er wahr ist. Deshalb ist es so wichtig, diese „Beweiskette“ zu erkennen, damit wir sie step by step ändern können. Denn sie funktioniert positiv wie negativ.

Ich habe während der letzten Jahre mit unzähligen essgestörten Frauen gesprochen. Und auch wenn ihre Geschichten zunächst ganz unterschiedlich daherkommen, sind sie im Grunde alle gleich: Da ist eine Frau, die tief in ihrem inneren glaubt, dass sie nicht gut genug ist. Und diese Frau hat (unbewusst) versucht, ihre scheinbare innere Imperfektion durch äußere Perfektion zu heilen. Was sie allerdings bekommen hat, ist eine Essstörung. Und diese Essstörung wiederum führt dazu, dass sie sich schämt, schuldig fühlt und verurteilt und sich damit (unbewusst) bestätigt, dass ihr Glaubenssatz stimmt: Ich bin nicht gut genug! (… denn sonst hätte ich – wie alle anderen auch – mein Essverhalten im Griff…)

Am Anfang ist der Gedanke…

Und dieses Phänomen der selbsterfüllenden Prophezeiung, dieses „nie gut genug sein“, funktioniert natürlich auch in anderen Lebensbereichen. Du glaubst, dass du in deinem Job nie gut genug sein wirst, weil du deiner Meinung nach zu viele Fehler machst? Dadurch bist du nervös und angespannt und machst natürlich noch mehr Fehler. Du wirst immer unsicherer und verzweifelter, die Fehler häufen sich. Vielleicht bekommst du tatsächlich Probleme mit deinem Chef. Und somit hast du dir bewiesen, dass dein Glaubenssatz stimmt: Du bist nicht gut in deinem Job!

Oder du glaubst, dass du Bestätigung und Anerkennung von einem Mann brauchst, um dich selbst wertvoll zu fühlen. Weil du dich aber nicht für gut genug erachtest, wirst du immer wieder an Männer geraten, die dir genau das spiegeln. Ist der erste Rausch der Verliebtheit vorbei, behandeln sie dich nicht gut. Vielleicht klammern und kontrollieren sie, vielleicht betrügen sie und/oder kritisieren an dir rum. Das führt dazu, dass du immer verzweifelter versuchst, den Mann zu halten – in dem du ihn beispielsweise kontrollierst –  was ihn immer mehr abstößt. Bis es irgendwann zur Trennung kommt. Und du hast dir mal wieder bewiesen, dass dein Glaubenssatz stimmt: Du bist nicht wertvoll genug, sonst würden Männer dich nicht so behandeln!

Der Kreislauf der Wiederholung

Wenn es ein bestimmtes „Problem“ in deinem Leben gibt, dass scheinbar immer wieder auftaucht, dann stelle dir doch mal die folgende Frage:

Was wäre, wenn ich anders darüber denken würde?

Natürlich kannst du dir nicht das Gegenteil von dem einreden, was du aktuell glaubst.

Doch es ist ein erster wichtiger Schritt zu erkennen, dass alles mit deinen Gedanken beginnt…

…und dir bewusst zu machen, dass deine scheinbare Wahrheit vielleicht gar nicht der Realität entspricht!

Was würdest du vielleicht fühlen, wenn du anders darüber denken würdest?

Wie würdest du vielleicht handeln, wenn du anders darüber denken würdest?

Welches „Ergebnis“ würdest du vielleicht erzielen, wenn du anders darüber denken würdest?

Gibt es Situationen oder Bereiche in deinem Leben, in denen du den Kreislauf positiv erlebst?

 

Es ist so entscheidend, was du über dich denkst!

Nicht du bist nicht gut genug, deine Gedanken (über dich) sind es!

lebenshungrige Grüße

Simone