Was ist eigentlich Intuition und warum ist es wichtig, Zugang zu diesem „inneren Feedback-System“ zu haben?

Der Psychologe Carl Gustav Jung definierte Intuition als „eine Wahrnehmung zukünftiger Entwicklungen mit all ihren Optionen und Potenzialen. Die Intuition wird meist als instinktives Erfassen oder als gefühlsmäßige Ahnung wahrgenommen.“

Mein Genesungsweg begann am Tiefpunkt meiner (Ess)Probleme. An diesem Punkt war ich so verzweifelt, dass ich nicht mehr weiter wusste. „Wie bin ich hier gelandet, depressiv und essgestört, wie konnte es so weit kommen?“ fragte ich mich verwirrt. „An welchen Kreuzungen meines Lebens bin ich falsch abgebogen?“ forschte ich weiter und: „Gab es Warnsignale?“

Die Reaktivierung meiner Intuition

An diesem Punkt begann ich, zum ersten Mal bewusst in meinem Inneren nach Antworten zu schauen. Und dann tauchte diese Szene vor meinem inneren Auge auf: Ich sah mich in dem Moment im Bad meines Elternhauses stehen, in dem ich zum ersten mal den Impuls hatte, zu kotzen. Mein Kopf, mein Mind, verkaufte mir das als geradezu geniale Idee, um das verbotene Essen ungestraft wieder loswerden zu können. Doch gleichzeitig war da ein Warnsignal, eine andere Stimme, die sagte: „Das wird alles noch schlimmer machen, lass es sein!“

Damals wusste ich noch nicht, was Bulimie ist, doch dieses Innere Feedbacksystem wusste intuitiv, dass ich keine wirkliche Lösung für meine Probleme gefunden hatte.

„Warum habe ich nicht auf meine Intuition gehört?“ fragte ich mich, sie hatte doch Recht! Und mir fielen immer mehr Situationen aus der Vergangenheit ein, in denen ich mein inneres Feedback-System wahrgenommen und ignoriert hatte. Je verzweifelter ich im Außen nach Lösungen suchte, in neuen Diät-Plänen, in Komplimenten und in Leistung – desto mehr verlor ich den Zugang zu mir selbst und damit die Verbindung zu meiner Intuition. Und dabei wurde ich immer kranker und unglücklicher…

Doch je mehr ich nach dieser Erkenntnis begann, bewusst auf meine Intuition zu achten und auf diese innere Stimme zu hören, desto gesünder wurde ich. Oftmals war das eine wirkliche Herausforderung. Denn im Grunde handelte ich häufig gegen das, was mein Mind mir vorgab. Mein Kopf wählte gerne den scheinbar sicheren und vorhersehbaren Weg. Er sehnte sich nach dem Vertrauten…

Doch meine Intuition wählte den Weg meiner Seele.

Und mit jeder intuitiven Entscheidung und Handlung ging ich einen Schritt in die richtige Richtung. Ich fühlte mich sicherer und gleichzeitig freier. Und dadurch wurde es immer leichter, auf meine Intuition zu hören und ihr zu vertrauen.

Intuition ist nur im Nachhinein betrachtet „logisch“ zu verstehen

Als ich lebenshungrig gründete, war ich schon wieder einige Jahre gesund. Rücksprache mit meinem inneren Feedbacksystem zu halten und auf meine innere Stimme zu hören, waren mittlerweile zur Normalität für mich geworden.  Nur so war es mir auch möglich, mich auf dieses Abenteuer einzulassen. Ich konnte nicht wissen, ob ich einen erfolgreichen Weg mit dieser Website gehen würde. Ich konnte den Weg nicht mal erahnen. Denn damals kannte ich keinen einzigen Menschen mit einer eigenen Website und schon gar keinen, der damit auch noch Geld verdiente. Und das war auch gar nicht meine anfängliche Idee.

Das Einzige was da war, war diese innere Stimme, die mir immer wieder sagte: „Geh mit deiner Geschichte in dieses Internet!“ Und ich ging…

Ich konnte gehen, weil ich mit Hilfe meiner Intuition Folgendes verstanden hatte:

  • Mich kreativ ausdrücken zu können, etwas Neues zu erschaffen, ist sehr wichtig für meine seelische Gesundheit!

  • Ich brauche eine Tätigkeit, in der ich selbst einen Sinn sehe und die meiner eigenen Geschichte noch mehr Sinn gibt!

Rein logisch betrachtet war das, was ich damals tat, nicht unbedingt nachvollziehbar. Denn ich investierte eine Menge Zeit und Geld in die Ungewissheit. Doch genau das hat dazu geführt, dass ich zu einer Pionierin werden konnte.

Nun ist weder mein Weg mit lebenshungrig noch mein Lebensweg ein „perfekter“ Weg, doch es ist mein Weg. Und die Stolpersteine liegen immer herum, wenn ich  beginne, zu sehr auf meinen Kopf und seine Dramen zu hören. Dann ist es an der Zeit, bewusst den Weg nach Innen zu wählen, zur Ruhe zu kommen, alleine zu sein um den Zugang zu meiner Intuition zu reaktivieren.

Intuition

Intuition – die Stimme deines zukünftigen Ichs

Vielleicht fragst du dich mittlerweile, wie du ganz konkret den Zugang zu deiner Intuition (wieder) finden und/ oder verbessern kannst. Und da gibt es tatsächlich einen einfachen Trick. Wir haben ja schon herausgefunden, dass mein heutiges Ich meinem früheren Ich rückblickend versichern kann, dass es heilsam ist, auf diese innere Stimme zu hören.

Doch wie kannst du dir diese Sicherheit heute in Bezug auf deine Zukunft geben?

Indem du bewusst den Kontakt zu deinem Zukunfts-Ich suchst! Denn deine Intuition ist im Grunde die Stimme deines gesünderen Ichs.

Während der Telefon-Mentorings mit den Teilnehmerinnen von LEICHTER (intensiv) mache ich diese Übung häufig am Anfang des Telefonats. Und es ist immer wieder erstaunlich, dass genau die richtigen Antworten zur richtigen Zeit kommen.

Wenn du dir also Zeit für dich gibst, bewusst den Weg nach Innen wählst und dann den Kontakt zu deinem Zukunfts-Ich suchst, wirst du erstaunt sein, wie aktiv deine Intuition ist. Du kannst dein Zukunfts-Ich auch schriftlich befragen.

Achte dabei auf die Reaktion deines Körpers. Wenn du Zugang zu deiner Intuition hast und dein Zukunfts-Ich „spricht“, dann entsteht so etwas wie Weite, Wärme und Entspannung, Möglicherweise ein Gefühl der Verbundenheit, in deinem Körper.

Erscheint dir das alleine zu schwierig, dann nutze einfach die Meditation aus meinem kostenlosen Hörbuch „DAS SATTE LEBEN – Dreierlei Essenzen (m)einer Selbstheilung„. Du findest die Meditation an der Stelle 53:10 und sie dauert zehn Minuten.

Lass dir dein Leben schmecken!

Simone @lebenshungrig