So kannst du gesündere Erfahrungen machen

Eine der Herausforderungen auf dem Genesungsweg liegt darin, bewusst anders zu handeln um gesündere Erfahrungen machen zu können. Denn diese Erlebnisse brauchen wir, damit aus unserer Abwärtsspirale eine Aufwärtsspirale werden kann.

Wie oft passiert es dir, dass du etwas verstehst und dir vornimmst, von nun an anders auf bestimmte Situationen zu reagieren?

Beispielsweise mache ich während der Telefon-Mentorings immer eine Anfangsübung, eine Meditation, mit den Lebenshungrigen. Warum? Weil sie dadurch die Erfahrung machen, dass sie ihren Körper, ihre Atmung, bewusst einsetzen können um den Mind zu beruhigen. Ein entspannter Körper hilft dem Kopf zu entspannen und beides sorgt dafür, einen gesunden Abstand zu den eigenen Problemen zu bekommen und sie besser zu beurteilen. Und wenn wir eine Situation klarer beurteilen können, zeigen sich neue Lösungen. Dadurch fühlen wir uns besser, handeln anders und geben uns dadurch die Chance zu erleben, dass es gesündere Alternativen gibt.

Doch die Schwierigkeit liegt darin, in der nächsten Stress-Situation tatsächlich mit einer solchen Übung zu beginnen. Denn unsere alten „Auto-Pilot-Programme“ möchten das nicht zulassen. Es ist, als hätten wir eine Antreiberin in uns. Sie gibt uns keine Zeit, sie verlangt, dass wir sofort eine Lösung finden müssen. Sie will, das wir handeln, das wir ständig machen und tun. Doch das was wir dann tun, ist in der Regel wenig hilfreich. Es ist wie das endlose und erschöpfende Laufen in einem Hamsterrad. Und so bleiben wir frustriert zurück und glauben, uns nicht genug angestrengt zu haben. Dadurch füttern wir die Antreiberin, deren Stimme deshalb immer präsenter und lauter in uns wird.

Optische und akustische Unterstützung

Eine Frage, die ich den Lebenshungrigen während der Telefon-Mentorings immer wieder stelle lautet:

Wie kannst du es dir LEICHTER machen?

Wie kannst du also dafür sorgen, dass du besser auf die nächste Stress-Situation vorbereitet bist und dich an eine Atemübung – oder was auch immer – erinnerst?

Du kannst dir (vorbeugend) optische und/oder akustische Unterstützung geben!

Beispielsweise kannst du dich zwei Mal am Tag durch ein akustisches Signal deines Smartphones erinnern lassen. Ist beispielsweise deine Rückfallgefahr in ungesunde Verhaltensweisen besonders groß wenn du von der Arbeit/Uni nach Hause kommst, setze dir einen Timer. Er kann dich dann beispielsweise daran erinnern, erst mal eine Meditation oder eine Atemübung zu machen. Möglicherweise ist es auch ein Spaziergang oder das Lesen eines Kapitels in deinem Buch was dir hilft.

Das scheint dir zu banal? Doch es ist genau das, was funktioniert. Es sind die vielen kleinen Situationen in denen du dir erlebbar machst, dass du etwas verändern kannst, die in der Summe dann das große Ganze ändern.

Eine Alternative zur akustischen (Selbst)Hilfe ist die Optische. Das kann ein simpler Zettel an deinem Computer sein, der dich an Pausen und Bewegung erinnert. Es kann aber auch ein bestimmter Gegenstand sein, bei dem nur du weißt, für was er steht und an was er dich erinnert. Dieser Gegenstand sollte dann natürlich so platziert sein, dass du ihn möglichst häufig sehen kannst.

Trage deine Botschaft nach Außen und du wirst sie verinnerlichen!

Vielleicht hast du mitbekommen, dass ich während meiner (Social-Media) Sommerpause, über die ich in meinem kostenlosen E-Book „Noch immer lebenshungrig“ berichtete, einen Shop eröffnet habe. Der Name meines Shops ist SHESHIRTS und ich biete dort unter anderem Shirts, Sticker, Tassen und Kissenbezüge an. Die Idee hinter diesem Shop ist, auf kreative Art optische Unterstützung anzubieten.

Wir haben zwei Möglichkeiten auf etwas zu reagieren, was uns nicht gut tut:

Du änderst die Situation.

Du änderst deine Perspektive.

Was heißt das konkret?

Nehmen wir einmal an, du nimmst dich in deinem Job als ausgenutzt und unterbezahlt wahr.

Du kannst die Situation ändern in dem du kündigst. Das ist manchmal notwendig und auch hilfreich. Es kann allerdings gut sein, dass du einen anderen Job annimmst und dich nach einiger Zeit in der alten Situation wieder findest.

Und ja, dann kannst du wieder kündigen. Doch spätestens wenn du realisierst, dass du scheinbar immer wieder an die „falschen Jobs“ und die „falschen Männer“ gerätst, solltest du deine Perspektive ändern und dich fragen:

Was ist mein Anteil daran?

Kann ich beispielsweise keine Grenzen setzen und nur schwer „nein“ sagen?

Und ist es dann nicht logisch, dass ich ausgenutzt werde?

Halte ich mich im Grunde für nicht gut genug und für nicht liebenswert?

Und ist es dann nicht logisch, dass ich (unbewusst) die Männer wähle, die mir genau das spiegeln?

Der Perspektivwechsel scheint im ersten Moment unangenehm.

Doch wenn du genau hinschaust, liegt in ihm die Lösung.

Denn er hilft dir, die Verantwortung zu übernehmen und die Opferrolle zu verlassen:

Ich kann lernen, Grenzen zu setzen und dann werde ich nicht mehr ausgenutzt!

Ich kann lernen, mich selbst zu lieben und dann werde ich genau das gespiegelt bekommen!

An die Möglichkeit des Perspektivwechsels soll dieses Design als optische Unterstützung erinnern.

Mach es dir leichter und setzte optische und akustische Botschaften an dich selbst ein!