Ist dir bewusst, dass du in deiner Kindheit nicht so behandelt wurdest, wie du es gebraucht und verdient hättest?

Wir alle sind nicht ausreichend gesehen und gehört, gestützt und gehalten, geliebt und gelassen worden. Und dadurch ist in uns der Ur-Glaubenssatz „Ich bin nicht gut genug!“ entstanden. Denn früher waren wir nicht in der Lage, unsere Behandlung anzuzweifeln. Deshalb haben wir begonnen, an uns selbst zu zweifeln. Und wir haben begonnen, uns selbst schlecht zu behandeln. Wir führen heute etwas fort, was andere begonnen haben.

Und nur wir selbst können das ändern in dem wir beginnen, diese (selbst)zerstörerischen Mechanismen zu erkennen, zu verstehen und anders mit uns umzugehen. Für mich geht es dabei nicht um Schuld, denn auch unsere Eltern, etc. sind die Leidtragenden. Auch sie sind mal Kinder gewesen… Für mich geht es auch nicht darum, Entschuldigungen für andere zu finden und möglicherweise das Verhalten von Eltern, etc. zu relativieren.

💎 Für mich geht es darum zu verstehen, dass ich die Vergangenheit nicht ändern, mich aber selbst angemessener behandeln kann. Es geht darum, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und damit aufzuhören, sich selbst zu bestrafen. Und es ist wichtig zu verstehen, dass die Lösung nicht im „anders sein“ oder im „besser werden“ – in Äußerlichkeiten – liegt. Die Lösung liegt darin zu erkennen, dass du nicht falsch bist, sondern dass du falsch behandelt wurdest und dass du irgendwann (unbewusst) selbst angefangen hast, dich falsch zu behandeln. Und damit kannst du Schritt für Schritt aufhören und so den (Ess)Problemen die Nahrung entziehen.