Trägst du die Schuld?

Letzte Woche hatte ich zwei Telefon-Mentorings, in denen das Thema Schuld sehr viel Raum eingenommen hat. Bei beiden Lebenshungrigen war die „Schuld-Waage“ in einem extremen Ungleichgewicht. Die Eine war laut ihrer eigenen Empfindung quasi an ALLEM Schuld und bei der Anderen waren stets die Anderen an allem Schuld.
In Glaubenssätzen ausgedrückt könnte man sagen:
„Wenn ich so wäre wie die Welt (die Anderen) mich wollen, wäre alles in Ordnung.“ glaubt die Eine und „Wenn die Welt (die Anderen) so wäre/n wie ich sie will, wäre alles in Ordnung.“, glaubt die Andere.
Was so gegensätzlich klingt, sind letztlich zwei Seiten einer Medaille:
Beide glauben, dass das Unmögliche passieren muss, damit alles in Ordnung ist, damit sie selbst „gut genug“ sein können. Und weil das Unmögliche nun mal nicht machbar ist, begeben sich beide in eine Opferrolle, in die Abhängigkeit vom Verhalten anderer Personen.
Doch egal wie sehr wir uns anstrengen, das Unmögliche bleibt unmöglich.
Wir sind nicht verantwortlich für die Reaktionen anderer Menschen (auf uns).
Wie andere auf uns reagieren, hat häufig sehr viel mehr mit der jeweiligen Person zu tun als mit uns. Und wenn wir diese Reaktion auf unseren (Selbst)Wert beziehen, machen wir uns abhängig.
Wenn du unabhängiger werden willst, beantworte dir doch mal die folgende Frage (schriftlich):

Was bin ich mir selbst schuldig?