Eine weitere mutige Frau, die ihre Geschichte mit uns teilt:

So here we are, meine Geschichte. Ich bin 18 Jahre alt. Meine erste Diät machte ich mit erst 8 Jahren. Schon damals hatte ich das Gefühl, dass mich Zahlen definieren. Unsere Waage war aus irgendeinem Grund auf Pounds umgestellt, und so hatte ich – pi mal Daumen – das Doppelte meines eigentlichen Gewichts auf der Waage stehen.

Ich fühlte mich furchtbar, und obwohl ich zu dem Zeitpunkt leicht untergewichtig war (schnelles Wachstum usw.), hatte ich damals das Gefühl, dass die Waage nicht lügen kann. Ich war, meiner Meinung nach, offiziell dick und musste was dagegen unternehmen.

So ging es in den nächsten Jahren immer weiter und weiter. Aber in den meisten Phasen war ich vollkommen okay, habe mir wenig Gedanken darüber gemacht was ich essen soll, und was lieber nicht.
Mit 13 Jahren eskalierte es jedoch. Meine Mutter litt unter Magersucht und hat immer mehr und mehr abgenommen. Zu diesem Zeitpunkt war ich leicht übergewichtig. Meine Mutter war unheimlich stolz auf ihren Gewichtsverlust und posierte förmlich vor mir und meinem Vater mit ihren Knochen. Mein Vater gefiel wie meine Mutter aussah, und fing eines Tages damit an, mir zu sagen ich sei fett. Ich solle meine Mutter anschauen, die so unglaublich schön dünn (unglaublich krank) aussah, und so soll doch eine Frau aussehen. (Welch Lüge…)

Meine Eltern und ich hatten nie ein gutes Verhältnis, ich wurde über Jahre hinweg misshandelt und unterdrückt, aber dies ist eine andere Geschichte.

Auf jeden Fall fiel mir auf, wie viel Anerkennung, wie viel Liebe, meine Mutter durch ihren Gewichtsverlust von meinem Vater erhielt. Und dies wollte ich auch. Ich wollte nicht mehr eingesperrt werden, erniedrigt, beleidigt und geschlagen werden, ich wollte von meinem Vater hören:“Wow, schau wie du abgenommen hast, ich bin so stolz auf dich!“ Fataler Fehler meinerseits, dass ich dachte, dies würde jemals eintreffen.

An diesem Abend saß ich in meinem Zimmer und aß meine Lieblingssüßigkeiten, plötzlich schoss eine Stimme in meinem Kopf, die förmlich schrie. Sie schrie, wie dumm und fett ich doch sei, dass ich – obwohl ich doch die Liebe und Anerkennung meines Vaters möchte – so etwas meinem Körper zuführe. Also ging ich das erste Mal in meinem Leben aufs WC, und ließ das Essen verschwinden. Der Anfang von meinem Teufelskreis.

So gingen die Monate vorbei, in denen ich kaum aß, und wenn, erbrach. Ich verlor unglaublich viel Gewicht, und eh ich überhaupt schauen konnte, war ich untergewichtig. Es fiel jedem auf, jedem, außer meinen Eltern. Ich war gezwungen heimlich ins Krankenhaus zu gehen, um mir Kaliuminfusionen geben zu lassen, war heimlich in Essstörungsambulanzen um mich wiegen zu lassen. Denn eigentlich wollte ich das alles nicht. Ich hab gemerkt wie krank ich wurde und wie jeder Bissen zur Qual wurde. Die schlaflosen Nächte und das Zittern vor Kälte im Sommer. Das wollte ich nicht. Ich machte das doch alles nur aus Liebe zu meinem Vater, um zu hören: „So gefällst du uns!“ Doch sie trugen ihre Brille weiter und sahen nicht, wie krank ich geworden war.

Bis heute habe ich diesen Satz nie gehört…

Eines Tages bin ich bei einem Schulfest kollabiert und wurde ins Krankenhaus gebracht. Dort bin ich für sieben Monate geblieben. Aber zurück zu meinen Eltern kam ich nie wieder. Das Jugendamt wurde vom Krankenhaus alarmiert und fand heraus was alles falsch lief. Ich kam in eine wunderbare Betreuung, die mir – um es ganz arg auszudrücken-  den Arsch gerettet haben. Ja, ich hatte meine Rückfälle. Ja, die ein oder andere Kaliuminfusion war in den letzten Jahren noch dabei. ABER, ich bin ich. Ich bin seit fast drei Jahren gewichtsstabil, verletze mich nicht mehr, geh mit Freunden essen und trinken, ohne danach zu weinen.

Ich schaffe es eine Beziehung zu führen. Und ich bin stolz. Vier Wörter, für die ich hart kämpfen musste, aber es zahlte sich unglaublich aus. Was ich mit meiner Geschichte sagen will: Egal wie aussichtlos eine Situation scheint, es gibt einen Ausweg. Damals mit 14, dachte ich nie, dass ich aus diesem Teufelskreis entkomme. Ich hatte mich damit abgefunden, dass die Essstörung nunmal ein Teil von mir ist. Aber das ist nicht wahr.

Ich habe die Essstörung, die Essstörung hat mich nicht.

Natürlich hat sie mich geprägt, die Zahlen, die Ängste, sie werden immer wieder kommen, aber sie sind mir bekannt. Und genau dazu habe ich einmal ein Gedicht geschrieben. Glaube an dich, glaube an deine Stärken, an deinen Mut, an deine Kraft. Du bist stärker, du hast das Recht zu leben, schlichtweg weil wir es alle wert sind, uns selbst zu lieben, weil wir es uns wert sind:

In den tiefen unserer Seelen befindet sich ein schweres Gewicht,
welches uns runterzieht, und wir verstehen es nicht.
In den tiefen unserer Seelen, versteckt sich ein loderndes Licht,
wird es verdrängt vom erdrückenden Gewicht?
Ganz unten in meinem Bewusstsein, sind Stimmen, so schrill, so laut.
Ihr kennt sie doch alle, doch habt ihr sie durchschaut?
Ganz unten in meinem Bewusstsein, sind Stimmen, so verachtend, so laut.
Ihr könnt es nicht verleugnen, diese Stimmen sind euch doch auch vertraut.
Manchmal möchte ich schreien, mich befreien,
alleine und doch geborgen sein.
Ich bin zerissen, und doch bin ich eins.
Hab ein schlechtes Gewissen, und gleichzeitig keins.
Ich möchte mich fliegen, und ich möchte mich fallen sehen,
möchte ich mich, oder doch die Welt verstehen?
Ich verliere die Kontrolle, doch sie hat mich im Griff,
sehe mich stabil, doch dann kentert das Schiff.
Stimmen, so beengend, und doch so befreiend.
„Hör auf zu strampeln, du bist doch dein eigener Feind.
Lass dich doch fallen, mit deinem schweren Gewicht,
ist nur deine Welt, die hier zusammenbricht.“
Plötzlich setzt eine Stimme ein,
sie klingt so stark, aber in der Farbe sehr fein.
„Vielleicht beginnst du aus dem Gewicht etwas Schönes zu bauen?
Akzeptieren zu leben und vor allem dir selbst zu vertrauen?“
Ich entscheide mich zu schwimmen und zu strampeln, bis ich das Ufer sehen kann.
Der Weg scheint erdrückend und ewig lang.
Doch dem Ziel werde ich jeden Tag näher sein.
Manchmal fordert mich ein Gewitter, um belohnt zu werden mit Sonnenschein.
In den tiefen unserer Seelen befindet sich ein schweres Gewicht,
es kann erdrückend sein, aber auch die Brücke zum Licht.
Tief in meinem Bewusstsein, sind Stimmen so stark, so laut.
Doch sie können mich nicht besiegen, sie sind mir ja vertraut.

Wo findest du dich in dieser Geschichte wieder und was nimmst du daraus mit?


Damit unter deiner Geschichte ein HAPPY END stehen kann:

Der Online-Workshop GEWICHTIG

Warum es befreiend ist,
planlos durchs Leben zu gehen

Planlos oder durchgeplant?

Was erwartest du von dir und von dem Leben?

Vielleicht sieht die konkrete Vorstellung deiner Zukunft in etwa so aus:

Mit Mitte 20 das Studium erfolgreich und problemlos beendet, bis dahin viel an die exotischsten Orte gereist und Inspirierendes erlebt, dann die Traumhochzeit mit dem Traumprinzen, die unglaublich erfolgreiche Karriere, der reibungslose Bau des Traumhauses, mit Anfang 30 das erste Kind (Junge), mit Mitte 30 das zweite Kind (Mädchen), die Karriere läuft weiter steil nach oben und bei all dem bleibt das Aussehen und die Laune selbstverständlich makellos.

Und vielleicht steckst du genau da irgendwo mittendrin und merkst, dass du deine Erwartungen nicht erfüllen kannst. Und vielleicht bist du auch schon leicht panisch, weil du das Gefühl hast, dass dir für immer mehr die Zeit immer schneller davon rennt.

Doch vielleicht sieht der Plan für dein Leben auch ganz anders aus. Allerdings weiß ich eins genau:

Je konkreter deine Vorstellung von deinem (zukünftigen) Leben ist, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du ent-täuscht wirst.

Je konkreter der Plan, desto wahrscheinlicher das Scheitern

Wenn du einen relativ starren Plan für deine Zukunft hast, spielen dabei diverse Unbekannte eine beachtliche Rolle. Um mal beim Beispiel von oben zu bleiben:

Was ist, wenn du während des Studiums merkst, dass du etwas studierst, was du eigentlich gar nicht studieren willst?

Oder was passiert, wenn dich dein Studium so sehr beansprucht, dass kaum noch Zeit für Reisen bleibt?

Und stell dir vor, du hast mit Ende zwanzig deinen Traumprinzen noch nicht gefunden, heiratest du dann irgendeinen?

Vielleicht will dein Traumprinz keine Kinder oder du bekommst – warum auch immer – keine, ist dein Leben dann nicht mehr lebenswert?

Wie verhältst du dich, wenn du Kind und Karriere nicht so problemlos vereinbaren kannst, wie du es dir vorgestellt hast?

Und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass du bei all dem immer perfekt aussiehst und bestens gelaunt bist?

Plan-Ziel erreicht, Erwartungen nicht erfüllt

Häufig passiert auch Folgendes: Du hast einen Teil deines Plans verwirklicht, doch du fühlst dich beschissen dabei. „Und jetzt?“ denkst du dann, „This is IT?!?“

Nehmen wir mal an, du planst einen Urlaub. Du kommst am Urlaubsort an und hast du dann dein Ziel erreicht? Nein, denn dein Anspruch ist, diese Zeit wirklich zu nutzen um großartige Dinge zu erleben und/oder um dich tatsächlich zu erholen. Also verplanst du den Großteil des Urlaubs und bist gestresst und frustriert, wenn die Dinge nicht so laufen wie geplant und dann wunderst du dich, dass das Genießen und Relaxen zu kurz kommt.

Von deinen Plänen in Bezug auf das Essen und deinen Körper ganz zu schweigen…

Sei planlos!

Doch wie kann es anders funktionieren?

Indem du dir erstens deiner Pläne und Erwartungen bewusst wirst, sie zweitens hinterfragst und schaust, ob es überhaupt deine eigenen sind und drittens dem Leben die Chance gibst, einen viel besseren Plan für dich zu haben!

Ich erläutere das mal an meinem eigenen Beispiel:

Mein (unbewusster) beruflicher Plan war früher, einmal in einem möglichst sicheren Angestelltenverhältnis zu enden. Die Möglichkeit, selbständig zu sein und nach meinen eigenen Regeln zu arbeiten, war für mich gar nicht vorhanden. Dieser Plan entstand natürlich ursprünglich in meiner Herkunftsfamilie in der es in der näheren Verwandtschaft gar keine und in der weiteren Verwandtschaft nur ein paar gescheiterte Selbständige gab. Abgesehen davon war das, was (internet)technisch heute möglich ist, vor einigen Jahren noch gar nicht vorstellbar.

Als ich mich mit den Ursachen meiner Essstörung auseinandersetze, stellte ich immer mehr Dinge/Personen/Sachverhalte in Frage:

Wer bin ich eigentlich wirklich und was brauche ich tatsächlich?

war dabei die wichtigste Frage.

Kurz und gut: Ich war irgendwann planlos! Und zwar in Bezug auf mich und auf das Leben.

Ich begann, mir bewusst Zeit für mich zu nehmen um mich besser kennen und verstehen zu lernen.

Und als meine Essstörung endlich verhungert war, kam – scheinbar aus dem Nichts – die Idee zu lebenshungrig.

Planlos zu sein bedeutet also nicht, nichts zu tun.

Sondern es bedeutet, hinderliche Pläne los zu werden um Platz für Besseres zu schaffen!

Planlos zu sein ist nicht der schlechteste Ausgangspunkt…

lebenshungrige Grüße

Simone

Selbstgespräche: Sag mal,
wie redest du eigentlich mit dir?!?

Wir alle führen permanent Selbstgespräche und erzählen uns eine Geschichte über das Leben und uns.

Doch wie lautet diese Geschichte, was ist der Inhalt unserer Selbstgespräche?

Meistens sind es negative Gespräche, in denen wir unser Aussehen unser Handeln und unser Dasein kritisieren und in Frage stellen.

Wir gehen hart und vernichtend mit uns selbst ins Gericht und können unseren eigenen Ansprüchen einfach nie genügen.

Ist dir eigentlich bewusst, was du mit jedem einzelnen dieser Selbstgespräche anrichtest?

Und würdest du so mit anderen Menschen reden?

Vielleicht mit Menschen, die dir nicht wichtig sind…

Aber was ist mit denen, die dir nahe stehen?

Was ist mit denen, die du schon lange kennst?

Und was ist mit den Menschen, die du liebst?

Sagst du diesen Menschen permanent, dass sie zu dick, zu undiszipliniert, zu häßlich und zu willensschwach sind?

Warum wir liebe- und verständnisvolle Selbstgespräche brauchen

Stell dir doch mal vor, deine beste Freundin wäre essgestört und sie hätte sich auf ihren Weg „raus aus der Essstörung, rein ins Leben gemacht“ und dir zaghaft davon erzählt.

Wie würdest du reagieren?

Wie würdest du mit ihr reden?

Als gute Freundin würdest du ihr anbieten, für sie da zu sein. Du würdest bei jedem Rückfall Mitgefühl und Verständnis für sie aufbringen. Du würdest mit ihr traurig und wütend sein und sie in den Arm nehmen. Und dann würdest du sie aufmuntern in dem du sie daran erinnerst, was sie schon geschafft hat. Du würdest sie ermutigen genauer hinzuschauen und ihre Essstörung verstehen zu lernen. Du würdest ihr sagen, wie tapfer sie ist. Und du würdest ihr sagen, dass du sie bewunderst, weil sie immer wieder aufsteht und weiter geht. Du würdest daran glauben, dass sie irgendwann am Ziel ankommt.

Diese Reaktion wäre doch selbstverständlich, oder?

Doch warum verhältst du dich dir selbst gegenüber so anders?

Warum hast du so wenig Mitgefühl mit dir und kaum Verständnis für dich?

Und warum sieht du immer nur den Weg der noch vor dir liegt und und nicht den, den du schon geschafft hast?

Warum könntest du unendlich viele aufmunternde Gespräche mit ihr führen während deine Selbstgespräche meist abwertend sind und du voller Ungeduld mit dir bist?

Was wäre anders, wenn du selbst deine beste Freundin wärst?

Welche Selbstgespräche würdest du dann führen können?

Hier ein paar Ideen und Inspiration dazu:



lebenshungrige Grüße

Simone

Kinotipp: Embrace
Lasst uns endlich aufhören,
gegen unsere Körper zu kämpfen!

Embrace?  = umarmen, annehmen, begrüßen!

Dieses etwas andere Vorher-Nachher-Foto der Australierin Taryn Brumfitt ging in 2014 um die Welt. Nach der Geburt ihrer drei Kinder war sie unglücklich mit ihrem Körper und investierte eine Menge Zeit, um so auszusehen wie auf dem Vorher-Bild. Nur um dann festzustellen, dass sie sich noch immer nicht besser fühlte. Doch dann tat sie etwas, was leider viele andere Frauen nicht tun:

Quelle: kickstarter.com

Sie stellte nicht weiter ihren Körper in Frage, sondern die Gedanken, die sie über ihren Körper hatte. Und nicht nur ihre eigenen. Taryn Brumfitt begann sich zu fragen, warum so viele Frauen und Mädchen ihren Körper hassen und wie sich das ändern lässt. Ihre Motivation zieht sie aus dem Wunsch, die eigene Tochter und andere kleine Mädchen ohne diesen Körperhass erwachsen werden zu sehen.

Taryn Brumfitt fasste den Entschluss, eine Dokumentation mit dem Titel „Embrace“ zu produzieren und dieses ehrgeizige Projekt durch eine Kickstarter-Kampagne finanzieren zu lassen.

Weil ich glaube, dass es nicht genügend solcher Wachmacher-Aktionen geben kann, habe ich bereits in 2014 darüber berichtet und die Entstehung von „Embrace“ finanziell unterstützt. Hier findest du das Video zur Kickstarter-Kampagne von Taryn Brumfitt und meinen Blogbeitrag dazu.

Und jetzt ist es endlich soweit: „Embrace“ kommt in die deutschen Kinos!

EMBRACE: NUR am Donnerstag, den 11.05.2017!

Hier ist der Trailer zu „Embrace“:

Date yourself and embrace!

Wer raus aus der Essstörung will, der muss vor allem eins tun:

Bewusst Zeit mit sich selbst verbringen!

Denn nur so kannst du dich selbst kennen, verstehen und mögen lernen. Nur dadurch wirst du mit der Zeit wahres Selbstwertgefühl aufbauen. Und echtes Selbstwertgefühl ist die Grundvoraussetzung für ein glückliches Leben ohne Essstörung, zu dem es ein gesundes Gewicht gratis dazu gibt.

Eine Möglichkeit dich selbst besser kennen zu lernen sind regelmäßige Dates mit dir selbst.

Warst du schon mal alleine im Kino?

Fühlst du dich schon bei dem Gedanken, alleine ins Kino zu gehen, unwohl?

Fürchtest du, dass die anderen Kinobesucher denken könnten, dass du keine Freunde hast, weil du alleine bist?

Interessant, oder? Denn die anderen denken, was sie denken und das hat nichts mit dir zu tun…

Und warum ist dir die Meinung wildfremder Menschen über dich scheinbar wichtiger als deine eigene?

Denn du weißt ja, dass du dich bewusst dazu entschlossen hast, mit dir alleine zu sein…

Probiere es doch einfach mal aus und schau‘ dir „Embrace“ an!

Und selbstverständlich ist dieser Kinoabend auch in der Gruppe als Mädelsabend lohnenswert 😉

lebenshungrige Grüße

Simone

Was du morgens tun kannst, um abends keinen Rückfall zu haben!

Der Rückfall ist ein Schrei deiner Seele und deines Körpers.

Vielleicht hast du dich schon häufig gefragt, warum ein Rückfall oder Fressanfall meistens nachmittags oder abends stattfindet.

Meiner Erfahrung nach hat das vor allem zwei Gründe:

Im Laufe des Tages hast du deine persönlichen Grenzen mehrmals überschritten bzw. überschreiten lassen.

Die Willenskraft nimmt im Laufe des Tages ab und die Müdigkeit nimmt zu.

Und diese zwei Rückfall-Gründe schauen wir uns jetzt mal genauer an:

Wo liegt deine persönliche Grenze und wann wird sie überschritten?

Vielleicht weißt du gar nicht so recht, was ich mit „deiner persönlichen Grenze“ meine. Kürzlich habe ich über „Das Gesetz der Essstörung“ geschrieben und an einem Beispiel erläutert, wo meine Grenzen waren und wie und warum ich sie früher überschritten habe.

Vereinfacht gesagt geht es erstens darum zu wissen, wer du bist und was du brauchst. Und zweitens, dazu zu stehen wer du bist und dafür zu sorgen, dass du auch bekommst, was du brauchst.

Doch die meisten Essgestörten sind so weit von sich selbst – von ihrem Wesenskern – entfernt, dass sie kaum noch wissen wer sie sind und was sie brauchen. Und falls sie es doch (noch) wissen, trauen sie sich nicht – oder sind es sich nicht Wert – zu sich zu stehen und für sich zu sorgen.

Warum die Willenskraft ab- und die Müdigkeit zunimmt

Kennst du diesen „ab-morgen-wird-endlich-alles-anders-Gedanken“? Ich habe ihn in der Anfangszeit meiner Essstörung nach jedem Rückfall gehabt und in „Einmal Bulimie – immer Bulimie?“ beschrieben. Ganz fest habe ich mir vorgenommen, am nächsten Tag endlich diszipliniert und nach Plan zu essen, abzunehmen und glücklich zu werden. Wie oft es geklappt hat? Nie!

Unsere Willenskraft funktioniert – vereinfacht gesagt – ähnlich wie ein Muskel. Sie ermüdet durch Verwendung. Und gerade nach einem Rückfall glauben Essgestörte, am nächsten Tag durch das Weglassen von Mahlzeiten ausgleichen zu können. Es wird also auf das Frühstück und vielleicht auch auf das Mittagessen verzichtet. Oder beide Mahlzeiten fallen zu klein aus. Da die Willenskraft noch relativ frisch ist, funktioniert das. Doch je öfter sie beansprucht wird, umso schneller ermüdet sie…

Der Rückfall am Abend ist quasi vorprogrammiert

Nehmen wir einmal an, du kommst abends nach Hause.

Du hast körperlichen Hunger, weil du tagsüber zu wenig gegessen hast.

Dein Körper ist müde, deine Willenskraft ist ermüdet.

Du bist – auf Grund diverser Grenzüberschreitungen im Laufe des Tages – voller unangenehmer Emotionen wie Wut, Einsamkeit, Scham, oder Trauer, mit denen du nie umzugehen gelernt hast.

Dein Perfektionismus mit seinen überhöhten Ansprüchen „sagt“ dir nun, wie der Rest des Tages zu laufen hat.

Und spätestens jetzt ist dir alles zu viel und du willst nur noch eins:

essen und vergessen!

Wie es Stück für Stück ohne Rückfall gehen kann

Wahrscheinlich ist dir durch diese Erklärung klar geworden, warum du immer wieder einen Rückfall baust und dass es nicht von heute auf morgen funktionieren wird, keinen mehr zu haben. Doch du kannst einiges tun, um dorthin zu gelangen:

Ich habe bereits vor längerer Zeit darüber geschrieben, wie du aus einem Rückfall einen Vorfall machen kannst.

Versuche, morgens und mittags ausreichend zu essen.

Überdenke und ändere – falls nötig – deine Morgenroutine um (grenzen)bewusster in den Tag zu starten.

Wie und warum erläutere ich dir in diesem Video:


lebenshungrige Grüße

Simone

Eine weitere mutige Frau, die ihre Geschichte mit uns teilt:

Ich bin 21 Jahre alt. Studentin. Ich komme aus einer intakten Familie und habe eine zwei Jahre ältere Schwester. Wenn ich am Wochenende ausgehe, sprechen mich viele Männer an. Ich bekomme Komplimente für mein Aussehen. Mir geht es gut. Jedenfalls denken das Außenstehende, denn man sieht mir auf dem ersten Blick nicht an, dass ich ein Geheimnis habe. Doch ich leide bereits seit vier Jahren an meiner Essstörung.

Im Sommer 2013 fing es an. Ich trug Hotpants, so wie alle anderen Mädchen an meiner Schule. Eigentlich fand ich mich schlank und ich dachte, mein Umfeld würde das auch denken. Doch an einem Tag hörte ich ein Mädchen in der Schule über mich lästern. Sie sagte, dass ich bei meiner Figur lieber keine so kurzen Hosen anziehen sollte. Ich schämte mich schrecklich. Diese Worte verletzten mich sehr. Die Meinung anderer ist mir schon immer sehr wichtig gewesen. Die Tatsache, dass das Mädchen das aus Neid gesagt haben könnte, da es eigentlich kräftiger war als ich, ignorierte ich. Die Unzufriedenheit mit meiner Figur wuchs wie eine Pflanze in mir, die durch solche Bemerkungen genährt wurde und so immer mehr gedeihen konnte.

In den Sommerferien lernte ich ein Mädchen kennen, das magersüchtig war. Wir freundeten uns an und verstanden uns sehr gut.

Sie war bereits in einer Klinik gewesen, doch ihre Magersucht konnte sie trotzdem nicht überwinden. Ich hätte Mitleid mit diesem Mädchen haben sollen, doch stattdessen beneidete ich sie. Ich wollte auch so sein. Auch die ganzen Komplimente, dass meine Figur so toll wäre, konnten daran nichts ändern. Ich wollte dünner sein.

Bevor ich dieses Mädchen kennengelernt hatte, war ich zufriedener mit meiner Figur gewesen. Doch im direkten Vergleich mit diesem dürren Mädchen fühlte ich mich viel zu dick und schwerfällig. Also beschloss ich, abzunehmen. Ich guckte mir ihre Tricks ab und wollte besser sein als sie. Zuerst begann ich, mir Pro-Ana-Foren durchzulesen. Sie sollten mich motivieren und meinen Willen abzunehmen verstärken. Zu dieser Zeit war meine beste Freundin in einem Austauschjahr in Japan. Im Nachhinein glaube ich, konnte die Essstörung mich so einfach übernehmen, da ich mich durch die Abwesenheit meiner besten Freundin so einsam fühlte. Außerdem hing ich noch sehr an meinem ersten Freund, der mit mir ein paar Monate zuvor Schluss gemacht hatte. Ich wollte ihn durch meine Gewichtsabnahme beeindrucken.

Die erste Woche meiner Diät klappte super. Ich war total motiviert und nahm 4 Kilo ab. Leider verließ mich meine Motivation gegen Ende der Woche und ich brach die Diät ab. „Du hast so ein Hungern doch gar nicht nötig, du bist schlank“, versuchte die gute Stimme in meinem Kopf mir einzureden. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Stimme der Vernunft in meinem Kopf noch genug Macht, um mein gestörtes Essverhalten erstmal auf Eis zu legen. Ich beschloss die Diät abzubrechen und wieder normal zu essen. Doch statt normal zu essen, aß ich noch mehr als vor der Diät. Drei Mal in der Woche Pizza waren keine Ausnahme. Ich konnte das schlechte Gewissen und die Schuldgefühle zu diesem Zeitpunkt noch ausschalten. Die abgenommenen 4 Kilo waren in wenigen Tagen wieder drauf.

Dann waren die Sommerferien um und ich wechselte die Schule. Ich dachte, alles würde gut werden. Ich war froh, ein Mädchen in der Stufe zu der ich wechselte bereits zu kennen. Leider ließ sie mich bereits an den ersten Tagen in der neuen Schule links liegen. Mit den anderen Mitschülern wurde ich auch nicht warm. Ich war die „Neue“ in der Stufe. Die Freundeskreise waren bereits komplett. Außer ein paar Bekanntschaften blieb ich alleine. In den Freistunden saß ich still an meinem Tisch während die anderen in ihren Cliquen zusammen saßen und lachten. Ich war nicht Teil der Gruppe. Irgendwie war es mir unangenehm, vor den anderen mein Pausenbrot auszupacken. Hatte ich es verdient zu essen, obwohl ich keine Freunde hatte? Es klingt absurd, aber mit meinen 17 Jahren hatte ich das Gefühl, es wäre falsch da alleine zu sitzen und dann noch Essen in mich rein zu stopfen. Stattdessen ging ich mit der Zeit in den Freistunden lieber nach Hause und ging joggen. Der Sport war eine gute Ablenkung von meiner Einsamkeit und ich setzte mir immer höhere Ziele. Im Sommer hatte ich nicht mal 3 Kilometer am Stück durchhalten können, nun schaffte ich locker fünf. Sieben Kilometer waren mein nächstes Ziel.

Anfang Herbst hatte ich ohne großes Hungern wieder ca 4 Kilo abgenommen und ich hielt das Gewicht. Durch den Schulwechsel hatte ich allgemein weniger Appetit und ich hielt an das regelmäßige Joggen fest. Einmal waren meine Eltern mit mir spazieren. Meine Mutter sagte zu meinem Vater, dass ich abgenommen hatte. Ich freute mich unheimlich darüber. Die Wochen vergingen und immer mehr Leuten in meinem Umfeld fiel auf, dass ich abgenommen hatte. Die Rückmeldungen waren positiv…

Anfang der Herbstferien ging ich auf eine Party meiner alten Stufe. Da war auch das Mädchen, dass mich ein paar Monate zuvor wegen meiner Hotpants und meiner zu stämmigen Oberschenkel kritisiert hatte. Ich erfuhr, dass sie einer meiner Freundinnen an diesem Abend sagte, dass ich abgenommen hätte. Mich überfiel ein unheimliches Glücksgefühl.

Als sogar meinem Großvater auffiel, dass ich abgenommen hatte, war ich voll motiviert noch mehr abzunehmen. Ich wollte eine strickte Diät anfangen. Diesmal würde ich es durchhalten, da war ich mir sicher. Es lief ja bereits so gut. Das musste ich nutzen.

Ich aß zwei Mahlzeiten am Tag. Im Idealfall ab 12 Uhr nichts mehr. Außerdem trieb ich viel Sport. Durch diese Methode purzelten die Kilos. Mir gefiel der Neid meiner Schwester auf mich. Sie war immer etwas übergewichtig gewesen, wollte schon immer abnehmen, aber es gelang ihr nicht. Doch ich hatte genug Disziplin, ich wurde immer dünner, während sie zunahm.

Trotz allem fand ich mich immer noch zu dick. Wenn ich im Nachhinein Bilder vergleiche, fällt mir erst auf, wie dünn ich wirklich war. Doch im Spiegel sah ich immer noch so viele Dinge die ich verbessern wollte. Die Lücke zwischen meinen Oberschenkeln sollte größer werden, die Taille schmaler, der Bauch flacher. Ich wollte genauso wie meine magersüchtige Freundin werden. Sie war mein Vorbild und gleichzeitig meine größte Konkurrentin. Ich distanzierte mich von ihr, da der Neid auf sie immer unerträglicher wurde.

Durch das ständige Hungern bekam ich oft Heißhungerattacken. Dann stopfte ich alles in mich hinein und anschließend erbrach ich es. Gleichzeitig trank ich literweise Diätgetränke und kaute ununterbrochen zuckerfreien Kaugummi. Davon hatte ich oft Magenkrämpfe. Meine Eltern machten sich starke Sorgen um mich, doch sie hatten keine Ahnung wie schlimm es wirklich war. In meinen Freistunden ging ich nicht mehr joggen, sondern ich ging nach Hause um in aller Heimlichkeit – während meine Eltern auf der Arbeit und meine Schwester an der Uni war – Essen in mich rein zu schlingen und es anschließend zu erbrechen. Des Öfteren kam ich nach solch einer Fressattacke in der Freistunde zu spät zur nächsten Stunde. Es geriet außer Kontrolle.

Ich war regelrecht besessen von dem Erbrechen. Es half mir, den Druck abzulassen. Es befreite mich. Es ließ mich nicht im Stich. Selbst Warnsignale wie Nasenbluten während des Erbrechens, oder rote Pünktchen unter den Augen (wegen der aufgeplatzten Äderchen) konnten mich nicht abschrecken. Meine rechte Hand war vom Finger in den Rachen stecken aufgeschürft. Selbst das konnte mich nicht vom Weitermachen abhalten. Dadurch, dass unser Haus mehrere Bäder hat, konnte ich auch heimlich kotzen, obwohl meine Eltern zu Hause waren. Das ging so lange gut, bis mein Brechreiz durch das ständige Kotzen weniger wurde. An einigen Tagen funktionierte das Erbrechen plötzlich nicht mehr. Panik brach in mir aus. Ich versuchte, durch literweise Wasser trinken das Essen irgendwie hervor zu bringen. Doch es kam einfach nicht. In so Momenten war mir zum Heulen zumute. Dann kam mir die Idee, ein Abführmittel zu trinken. Dadurch hatte ich das Gefühl, entleert zu werden. Die Konsequenzen waren starke Magenbeschwerden und Nächte auf dem Klo.

Das Erbrechen war so tief in meinem Alltag verankert, dass meiner Familie das nicht entging. Meine Mutter reagierte auf Grund ihrer Verzweiflung wütend darauf. Unzählige Male wurde ich damit konfrontiert, zur Rede gestellt, angeschrien. Doch wenn ich auf frischer Tat unmittelbar nach dem Übergeben ertappt wurde, nahm meine Mutter mich weinend in den Arm.

Manchmal war die Gefahr erwischt zu werden, zu groß. Da meine Eltern ja über meine bulimischen Phasen Bescheid wussten und vor allem meine Mutter jedes Mal nachdem ich im Bad war, das Bad regelrecht inspizierte. Ich fand eine neue Lösung: Ich erbrach mich heimlich in meinem, oder dem Zimmer meiner Schwester, wenn sie nicht da war. Ich benutze große Plastiktüten. Anschließend steckte ich sie in meinen Kleiderschrank und brachte sie Nachts heimlich raus in den Abfalleimer.

Wenn ich besonders hungrig zu Bett ging, träumte ich von Essen. Ich hatte einige Albträume, in denen ich bergeweise Essen verschlang, doch keine Gelegenheit fand, mich zu erbrechen. Doch am schlimmsten war die Angst, wieder zuzunehmen. Eigentlich hätte es mich nicht gestört, etwas zuzunehmen, ich wusste dass ich dann immer noch schlank gewesen wäre, doch ich konnte die Vorstellung nicht ertragen, dass mein Umfeld sehen könnte, dass ich zugenommen hatte und wieder „normal“ war.

Täglich hielt ich mich vor Spiegeln auf, zog Hotpants von früher an und freute mich, dass sie nicht mehr eng waren, sondern wie Zelte an mir abstanden. Ich fotografierte mich im Bikini, begutachtete im Spiegel, ob meine Knochen genug heraussahen. Zufrieden war ich nie.

Auch mein Sportprogramm wurde immer exzessiver. Ich joggte mehrmals die Woche 8 bis 13 Kilometer oder verbrachte 90 Minuten im Fitnessstudio auf dem Stepper. Leute die mir geschockt sagten ich sei zu dünn, machten mich glücklich. Das gab mir Bestätigung. Auch heute noch sehe ich nicht, wie ich wirklich aussehe, da ich das einfach nicht einschätzen kann. Egal ob 57, oder 50 Kilo, ich nehme mich immer gleich wahr. Nur die Waage und die Rückmeldungen meines Umfeldes helfen mir etwas, das einzuschätzen. Mit dem Joggen übertrieb ich es so sehr, dass ich bis heute Knieprobleme habe.

Eine Therapie wollte ich nie machen, da ich mich körperlich immer noch gesund fühlte und mich dafür schämte, noch nicht „dünn genug“ zu sein. Extremes Untergewicht hatte ich ja auch nie wirklich. Auf Flehen meiner Mutter hin ging ich eine kurze Weile zu Sitzungen in der Karitas. Doch sie frustrierten mich mehr, als sie mich aufbauten. Ich weiß nicht wieso, aber ich fühlte mich fehl am Platz. Ich war noch nicht dünn genug für eine Therapie.

Über die Jahre schwankte mein Gewicht, genauso wie mein Leben. Mal ging es auf, dann wieder ab. Meistens nahm ich unter besonderen Umständen ab oder zu. Als ich vor zwei Jahren mit meinem damaligen Freund zusammenkam, nahm ich zu, da ich so glücklich war und es mir gut ging. Im Laufe der Beziehung verflog das Verliebtsein und damit kam die Unzufriedenheit mit mir selbst wieder zurück.

Bei schlechter Laune oder Einsamkeit greife ich zum Essen und erbreche es. Manchmal entscheide ich mich auch zu hungern. Ich weiß nie genau, welche Phase ich als nächstes durchmachen werde. Auch heute leide ich noch an einer Essstörung. Ich möchte mich zwar nicht zu Tode hungern, doch meine Idealvorstellung ist, dass ich ca XX Kilo wiege (bei meiner Körpergröße Untergewicht) und dünn bin. Ohne die Essstörung würde ich das nicht hinbekommen.

Vergangenen Herbst war ich mit meinem damaligen Freund im Urlaub. Eigentlich hatte ich mich so auf das All Inclusive Buffet gefreut, da ich davor mal wieder einige Kilos verloren hatte und daher auch bereit war, 2 Kilo zuzunehmen. Doch dann kam alles anders. Ich konnte das ganze Essen die 10 Tage über einfach nicht mit mir vereinbaren. Im Spiegel sah ich ein dickes Monster. Ich bildete mir ein, dass meine Klamotten mit jedem Tag enger wurden. Ich verbrachte viele Momente auf dem Klo, um das Essen vom Buffet wieder loszuwerden. Wenn ich mir heute die Bilder aus dem Urlaub ansehe, erkenne ich wie dünn ich da war.

Nun wiege ich immer noch deutlich weniger als mein Ausgangsgewicht. Ich habe mich in den letzten Wochen nur selten übergeben und mehr oder weniger normal und reichlich gegessen. Doch ich bin mit dem Gewicht alles andere als zufrieden. Jetzt habe ich mein Essen wieder eingeschränkt um 1 bis 3 Kilo abzunehmen. Ich glaube, diese Hoch und Tiefs, werden immer zu mir gehören. Dennoch stecke ich nicht mehr so heftig wie vor 3 bis 4 Jahren in derEssstörung und kann besser damit umgehen. Ich kann Essen auch genießen. Ich finde, ich bin ein Beispiel dafür, dass es noch immer viel zu viele Menschen mit Essstörungen gibt, bei denen man es eigentlich nicht erkennt. Klar, gab es Leute die über die Jahre sagten, ich sei magersüchtig, oder essgestört, doch alles im allen komme ich wie eine normale, sehr schlanke Frau rüber. Den innerlichen Kampf den ich führe, sieht man mir nicht an.

Und ich weiß, dass diesen Kampf viel zu viele Frauen führen.

Traurig ist, dass ich nicht eine Freundin kenne, die zufrieden mit ihrer Figur ist. Mir sind einige Mädchen bekannt, die sich schon mal nach dem Essen übergeben haben.

Ich liebe und hasse meine Essstörung. Auf der einen Seite gibt sie mir Unterstützung, durch sie weiß ich, dass egal wie alleine ich bin, ich immer etwas in mir trage, das mir irgendwie Schutz gibt. Auf der anderen Seite hat sie so viel kaputt gemacht. Sie hat meine Eltern zum weinen und zur Verzweiflung gebracht. Wir hatten so oft Streit deswegen. Auch heute noch sitze ich – wenn ich in den Semesterferien zu Hause bin – oft angespannt in meinem Zimmer, da ich weiß, dass meine Mutter kurz nach meinem Erbrechen ins Bad gegangen ist.

„Wird sie meine Kotzpuren entdecken? Habe ich alles gründlich genug weggemacht?“, denke ich in solchen Momenten voller Panik.

Wo findest du dich in dieser Geschichte wieder und was nimmst du daraus mit?


Damit unter deiner Geschichte ein HAPPY END stehen kann:

Der Online-Workshop GEWICHTIG

Die Verwandlung von einer Essgestörten in eine Gesunde

Du kannst nicht „machen“, dass die Essstörung aufhört.

Seit 19 Jahren gibt es jeden Frühling etwas zu feiern für mich. Nämlich meine Verwandlung von einer Essgestörten in eine Gesunde. Und diese Metarmophose war genau so endgültig, wie es die Verwandlung von einer Raupe in einen Schmetterling ist.

Denn von diesem Zeitpunkt an gab es keinen Weg mehr zurück. Es gab nicht einen Rückfall, es gab kein Überessen, kein Hungern und kein Kotzen mehr. Und es gab keine Angst mehr vor einer Gewichtszunahme, vor bestimmten Lebensmitteln oder vor der Waage.

Die Zeit unmittelbar vor der Verwandlung

Die letzte Phase meiner Essstörung war ehrlich gesagt die unbefriedigendste Zeit. Ich nenne dieses knappe Jahr nach meinem Klinikaufenthalt mein Achterbahn-Jahr. Denn es war geprägt von längeren guten Phasen in denen es steil bergauf ging. Doch dann ging es wieder genau so steil bergab.

Ich baute einen Rückfall und war frustriert. Und ich war es so verdammt leid, wieder aufstehen und weitermachen zu müssen. Manchmal dauerte es Wochen, bis ich dazu bereit war. Wochen, in denen ich wieder total in der Essstörung versank. Wochen, in denen ich gefühlt erneut ganz am Anfang stand.

Das Gesetz der Essstörung

Doch eigentlich wusste ich zu diesem Zeitpunkt immer schon vorher, dass ich demnächst einen Rückfall bauen würde. Denn mir war bewusst, dass ich mal wieder einige Male zu häufig eine Tatsache missachtet hatte, die ich heute das Gesetzt der Essstörung nenne. Und das lautet:

Setze gesunde Grenzen, sonst wirst du früher oder später einen Rückfall bauen!

Ich wusste das, doch ich war noch nicht wirklich bereit, mich an dieses Gesetz zu halten.

Dazu ein Beispiel:

Nehmen wir einmal an, mich rief während dieser Zeit mein Freund an und fragte, ob ich spontan Lust hätte, am selben Abend mit ihm ins Kino zu gehen. Und nehmen wir einmal weiter an, ich hatte mich schon auf einen gemütlichen Abend auf dem Sofa mit einem spannenden Buch eingestellt und freute mich darauf.

Dann sagte ich „JA“ zu ihm, obwohl ich eigentlich lieber zu Hause gesessen und gelesen hätte. Doch  mein unausgesprochener Deal mit meinem Freund lautete: „Ich mache was du willst und dafür gibst du mir Bestätigung und Sicherheit in Form von Komplimenten.“

Nehmen wir weiter an, mein Freund fragte dann, ob es einen bestimmten Film gäbe, den ich gerne anschauen würde. Und wir gehen mal davon aus, dass es einen gab. Doch meine Antwort lautete „NEIN“. Denn ich dachte mir, dass er sich bestimmt schon einen Film ausgesucht hatte. Und ich wollte ihm ja nicht den Abend verderben in dem ich den falschen Film vorschlug.

Er suchte also den Film aus und ich ging schlecht gelaunt mit ihm ins Kino. Denn ich war sauer auf ihn, weil er nicht „gerochen“ hatte, dass ich A) lieber zu Hause geblieben wäre oder B) zumindest gerne den Film ausgesucht hätte. Und ich war sauer auf mich…

Aus Angst vor eventuellen Konflikten und vor Ablehnung verdarb ich mir lieber selbst den Abend, als ihm abzusagen.

Es brauchte zwei oder drei Situationen wie diese und der Rückfall kam.

Der Tag der Verwandlung

Am letzten Tag meiner Essstörung war ich am Boden zerstört. Und nicht nur bildlich gesprochen. Nein, ich saß – frisch aus dem Krankenhaus entlassen und vom Kotzen erschöpft – im Bad neben dem Klo.

Und dort unten war ich endlich so weit, das Gesetz der Essstörung zu akzeptieren.

Ich setze einem wichtigen Menschen eine gesunde Grenze. Einem Menschen, der es doch immer nur gut mit mir gemeint hatte. Und der mir gerade deshalb nicht immer gut getan hatte. Einem Menschen, der mir gegenüber keine gesunden Grenzen hatte. Einem Menschen, dem gegenüber ich mich seit meiner Geburt schuldig fühlte und den ich sehr schätzte und liebte: Meiner Mutter.

Was, wie und warum an diesem Tag geschah, beschreibe ich ausführlich im Online-Workshop.

Ich konnte die Verwandlung nicht machen.

Doch ich konnte zum ersten Mal ehrlich „NEIN“ sagen.

Und das konnte ich nur durch all die Arbeit an mir, die ich vorher geleistet hatte.

Damit habe ich die Voraussetzung für die Verwandlung geschaffen.

Und wenn du so weit bist, kannst du das auch!

lebenshungrige Grüße

Simone

Wie stellst du dir ein Leben
ohne Essstörung vor?

Stell dir vor, du würdest nicht mehr über Essen nachdenken.

Stell dir vor, es gäbe in deinem Kopf keine Einteilung in „gute“ und „schlechte“, „gesunde“ und „ungesunde“ oder „erlaubte“ und „verbotene“ Lebensmittel.

Stell dir vor, du würdest nichts mehr über Kalorien, Fette, Kohlehydrate und Inhaltsstoffe wissen wollen.

Stell dir vor, du würdest einen Salat essen, obwohl du eine Pizza essen könntest.

Stell dir vor, du würdest eine Pizza essen, obwohl du einen Salat essen könntest.

Stell dir vor, du dürftest Nachtisch essen.

Stell dir vor, deine Stimmung wäre nicht von der Zahl abhängig, die die Waage dir anzeigt.

Stell dir vor, du würdest gar keine Waage mehr betreten.

Stell dir vor, du würdest deinen Körper nicht mehr als Feind und Verräter ansehen.

Stell dir vor, du würdest dein natürliches Hunger- und Sättigungsgefühl spüren und darauf hören.

Stell dir vor, du hättest vollstes Vertrauen in deine natürlichen Körperfunktionen.

Stell dir vor, Supermärkte wären keine Bedrohung mehr für dich.

Stell dir vor, Diäten würden keine Rolle mehr für dich spielen.

Stell dir vor, Ernährungspläne und –trends wären dir egal.

Stell dir vor, Schönheitsideale würden dich nicht mehr interessieren.

Stell dir vor, Einladungen zum Abendessen würden dich nicht mehr stressen.

Stell dir vor, du würdest dich nicht mehr für einen Event in ein Kleidungsstück hungern.

Stell dir vor, du würdest aus purer Freude an der Bewegung Sport machen.

Stell dir vor, es gäbe kein Wunschgewicht mehr für dich.

 

Stell dir vor, du würdest dich nicht mehr schuldig fühlen.

Stell dir vor, du würdest dich nicht mehr schämen.

Stell dir vor, du wärst nicht mehr einsam.

 

Stell dir vor, es gäbe nichts mehr zu optimieren und zu verbessern.

Stell dir vor, du könntest den IST-Zustand voll und ganz akzeptieren.

So ist ein Leben ohne Essstörung.

 

Wie du dahin kommst?

 

In dem du deinen IST-Zustand voll und ganz akzeptierst.

 

In dem du aufhörst, (gegen dich selbst) zu kämpfen.

In dem du aufhörst, (vor dir selbst) wegzulaufen.

In dem du aufhörst, (dich selbst) zu verurteilen.

 

In dem du beginnst, (dich selbst) zu verstehen.

In dem du beginnst, (dir selbst) zu verzeihen.

In dem du beginnst, (dich selbst) zu genießen.

 

JETZT!

lebenshungrige Grüße

Simone

Sorgt die Essstörung dafür,
dass Feiertage für dich kein
Grund zum Feiern sind?

Das ist doch normal.

Dieser Satz ist einer der Sätze, die für jeden etwas anderes bedeuten.

Denn was die eine als normal bezeichnet, ist genau das für die anderen eben nicht.

Gerade liegt Ostern hinter uns. Und ich bin mir sicher, dass diese Feiertage für viele von euch kein wirklicher Grund zum Feiern waren. Denn essgestörte Frauen haben während dieser Tage das Gefühl, über ein Feld voller Tretmienen gehen zu müssen. Zum einen gibt es häufig Begegnungen mit der (Ursprungs)Familie und zum anderen gibt es – mindestens genau so häufig – Begegnungen mit „besonderem“ Essen. Und diese Mischung ist explosiv.

Das Essen ist nicht das Problem von Essgestörten, sondern die Essstörung ist ihre „Überlebensstrategie“. Und diese Strategie – die Möglichkeit  Gefühle zu kompensieren – ist vor allem in der Ursprungs-Familie entstanden. Daher ist es nur logisch, dass wir – wenn wir mit dieser Familie konfrontiert werden – quasi automatisch auf diese ungesunde aber bewährte Strategie zurückgreifen. Und zwar so lange, bis wir eine gesündere Strategie gefunden haben.

Erschwerend kommen die besonderen Feiertagsmahlzeiten dazu. Deshalb habe ich dazu schon mal einen „Feiertags-Survival-Guide“ geschrieben.

Feiertage? Da essen doch alle mehr, oder?

Doch auch Menschen, die sich selbst nicht als essgestört bezeichnen und die es meistens wahrscheinlich auch nicht sind, halten es oft für normal, dass man an Feiertagen mehr isst, als gewöhnlich. Und das verwundert mich. Oder auch nicht. Denn es zeigt eigentlich nur, dass auch „Normalos“ so ihre Glaubenssätze in Bezug auf das Essen haben und auch in gewisser Weise mit Essen kompensieren. Vielleicht „lassen sie die Zügel locker“ weil Feiertage für sie besondere Tage sind, an denen sie sich außergewöhnliche Dinge erlauben. Das bedeutet aber im Umkehrschluss, dass die Zügel ansonsten angezogen sind. Auf Deutsch: Es gibt im Alltag (manchmal) Ge- oder Verbote in Bezug auf das Essen.

Der Kopf bestimmt, was der Körper bekommt…

Jeder Tag kein (d)ein Feiertag sein!

Für mich ist es nicht normal, an einem Feiertag mehr zu essen als sonst.

Warum?

Ich stelle eine Gegenfrage:

Warum soll mein Körper an einem Feiertag mehr Hunger haben als an einem anderen Tag?

Anders gesagt:

Nur weil vielleicht mehr Essen zur Verfügung steht, esse ich nicht mehr.

Denn ich habe nicht mehr Hunger.

Der Körper bestimmt, was der Körper bekommt…

Warum ist das so?

Weil für mich quasi jeder Tag ein Feiertag ist. Ich darf immer essen was ich will und wie viel ich will. Und da ich die Gewissheit in mir habe, dass immer genug da ist, habe ich Sicherheit. Warum soll ich mich heute mit irgendetwas vollstopfen, wenn das Selbe – oder etwas Vergleichbares – morgen auch noch/wieder da ist?

Ja aber Mamas Lammbraten gibt es nur an Ostern!

willst du jetzt vielleicht einwenden. Doch wenn dieser Lammbraten so wichtig für dich ist, geht es eigentlich nicht um dieses bestimmte Gericht. Denn es ist letztlich nur etwas Essbares. Sondern es geht um das, wofür diese Mahlzeit bei dir steht:

Was willst du eigentlich von Mama? Aufmerksamkeit? Verständnis? Anerkennung?

Stell dir vor, es wäre immer von allem genug da

Im Online-Workshop GEWICHTIG lade ich die Teilnehmerinnen ein, die Augen zu schließen und sich folgende Situation vorzustellen:

Du stehst vor einer riesigen Schatzkammer und das Tor wird geöffnet. Und in dieser Kammer gibt es alles an Lebensmitteln, was du dir nur vorstellen kannst. Der Wächter dieser Schatzkammer gibt dir den Schlüssel und sagt: „Das ist alles nur für dich. Du kannst jederzeit hier hin kommen und dir holen, was du willst. So viel du willst und so oft du willst. Ich werde dafür sorgen, dass immer alles da sein wird. Und im Gegenzug bekomme ich den Schlüssel zu deiner Schatzkammer, zu deinem Körper. Ich verspreche dir, dass ich mich nicht nur um dein Essen sondern auch um dein Gewicht kümmere. Ich kann das besser regeln als du und du musst dich nicht mehr sorgen.“

Versuche, dich in diese Situation hinein zu fühlen.

Wie würde es sich anfühlen, wenn du wirklich IMMER ALLES haben dürftest?

Ich kann dir sagen, wie es sich anfühlt, denn es ist meine Realität. Es ist meine Definition von normal.

Ich bin – in Bezug auf Essen und auf mein Gewicht – völlig (angst)frei.

Von total essgestört zu total normal ist möglich!

lebenshungrige Grüße

Simone

Wirst du bereuen, dass du dein Leben auf Grund deines Aussehens aufgeschoben hast?

Manchmal liegt die Wahrscheinlichkeit bei 100%.

Alle Essgestörten, die ich bisher kennen gelernt habe, waren die Gefangenen ihrer eigenen Gedanken. Mich selbst eingeschlossen. Permanent war ich damit beschäftigt, was andere wohl über mich denken könnten, was sie von mir erwarten und wie ich diesen Erwartungen gerecht werden kann.

Und dann habe ich auch noch über all die Dinge nachgedacht, die eventuell passieren könnten und was ich tun kann, damit sie passieren. Oder, damit sie nicht passieren. Häufig waren das Dinge, die ich kaum oder gar nicht beeinflussen konnte.

Mein Denken hat mich oft so sehr angestrengt und blockiert, dass ich selten ins Handeln gekommen bin.

Und das hat meine Essstörung gefüttert.

Erst, als ich mich mit der Essstörung auseinander gesetzt habe, sind mir meine eigenen Gedankengänge und ihre Auswirkungen Stück für Stück bewusst geworden.

Die absolute Gewissheit

Gestern habe ich sehr viel Zeit lesend und schreibend im Bett verbracht. Und am späten Nachmittag hatte ich das Verlangen nach frischer Luft und Bewegung. Also bin ich spazieren gegangen. Und mein Weg führte mich über den Friedhof. Ab und an habe ich das Bedürfnis, diesen stillen Ort aufzusuchen.

Nicht nur, weil ich viele Menschen gekannt habe, die dort ihre finale Ruhestätte gefunden haben. Sondern auch, weil mich dieser besondere Ort an meine eigene Endlichkeit erinnert. An die einzige Gewissheit, die ich – die wir alle – habe(n): Dieses Leben in dieser Form ist zeitlich begrenzt.

Wir wissen nicht wann, doch wir wissen, dass…

Was am Ende entscheidend ist, ist auch jetzt das Wichtigste

Wenn ich mich mit der Endlichkeit konfrontiere, denke ich immer an das Buch von Bronnie Ware: 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verändern werden. Bronnie Ware hat über 8 Jahre lang Sterbende begleitet und eine Art Reue-Muster rausgefunden:

Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben.

Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.

Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken.

Ich wünschte mir, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden aufrechterhalten.

Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein.

Wenn ich eins durch die Essstörung gelernt habe, dann das:

Das einzige was zählt ist, was ICH über MICH denke!

Die anderen denken, was sie denken. Und deren Gedanken habe letztlich viel mehr mit ihnen selbst zu tun, als mit mir. Und deshalb habe ich heute den Mut, mein eigenes Leben zu leben, meine eigene Nummer eins zu sein. Meistens zumindest 😉

Der Weg dahin war ein längerer Prozess in dessen Verlauf die Essstörung verhungert ist.

Und vielleicht nutzt du die Feier-Tage, um damit anzufangen, dich und dein Leben zu feiern, in dem du dir ehrlich und in Ruhe die folgenden Fragen schriftlich beantwortest:

Wessen Erwartungen erfülle ich mit dem Leben, das ich gerade lebe?

Definiere ich meinen eigenen Wert über die Leistung die ich erbringe?

Welches Gefühl erlaube ich mir nicht auszudrücken? Wut? Scham? Einsamkeit?

Welchen meiner Freunde habe ich schon zu lange nicht mehr gesehen und warum?

Darf ich überhaupt glücklich sein?

Dich mit diesen Fragen zu konfrontieren ist schwere Kost.

Aber wenn die Antworten verdaut sind, wird’s leichter.

Du wirst deiner Essstörung die Nahrung entziehen und später weniger bereuen…

lebenshungrige Grüße

Simone