Ist dir bewusst, dass es überwiegend negative Gefühle sind, die deine (Ess)Probleme füttern?

Diese Gefühle basieren auf Erfahrungen aus der Vergangenheit, die wir un(ter)bewusst auf die aktuelle Situation übertragen.

Doch wenn wir bereit sind, uns diese Gefühle anzuschauen, zu erkennen, welcher alte Glaubenssatz dem Gefühl vorausgegangen ist, können wir heilen.

Meist sind es einige „Muster“, die wir in unserer Kindheit erfahren haben und die Scham, Wut und/oder Ängste in uns ausgelöst haben. Da wir diese Gefühle nicht angemessen ausdrücken konnten/durften, haben wir lernen müssen, sie zu unterdrücken. Erleben wir jetzt eine ähnliche Situation, kommt das „alte“ Gefühl zurück, wir machen eine ähnlich schmerzhafte Erfahrung und unterdrücken uns selbst und unsere Gefühle noch mehr.

💎 Wenn du das nächste Mal (Ess, Hunger oder Kotz)Druck verspürst, oder gerade einen Rückfall hattest, versuche mal schriftlich herauszufinden, welche Gedanken und Gefühle der Situation vorausgegangen sind. Was hat sie „angefüttert“? Und dann schaue mal in deine Vergangenheit/Kindheit und finde eine ähnliche Situation. Frage dich, was dieses Kind damals gebraucht hätte. Welche Art von Zuwendung, Unterstützung, Halt oder Bestätigung wäre nötig gewesen?
💎 Und dann lerne – am Besten mit professioneller Unterstützung – dir selbst genau das zu geben. Rede beispielsweise bewusst so mit dir, wie du es als Kind gebraucht hättest.
Dadurch werden die negativen Emotionen weniger, du baust weniger Druck auf, machst gesündere Erfahrungen und entziehst den (Ess)Problemen die Nahrung.
Ist dir bewusst, dass es dir nicht an Willenskraft mangelt?

Frauen mit (Ess)Problemen glauben, dass sie zu wenig Willenskraft haben.

Sie begründen diesen Glauben damit, dass sie ihr Essverhalten und ihr Gewicht nicht (mehr) „im Griff“ haben. Doch es mangelt dir nicht an Willenskraft, du verbrauchst sie an der falschen Stelle. Du verbrauchst sie im Kampf gegen deinen Körper. Du verbrauchst sie, in dem du deine Wünsche und Bedürfnisse, dein wahres Sein, unterdrückst. Du tust das, weil du früher schmerzhaft erfahren hast, dass es entscheidend ist, nett, hübsch brav, zurückhaltend, fleißig und angepasst zu sein.

💎 Früher musstest du lernen dich zu unterdrücken um dein (Über)Leben zu sichern.

Heute darfst du dir erlauben, dich auszudrücken, du selbst zu sein, um dein (Über)Leben zu sichern!

💎 Gib dir mal einige Minuten Zeit und schreibe 5 bis 10 Sätze auf, die alle mit „ICH WILL“ beginnen.

Schreibe nicht über deinen Körper oder dein Essverhalten.
Und dann spüre mal, wie sich das in deinem Körper anfühlt.

Spüre deine (Willens)Kraft!

„Ich will“ fühlt sich ganz anders an, als „Ich muss“ oder „Ich sollte“!
Finde heraus, wonach du in deinem Leben wirklich hungerst! Finde heraus, was du in deinem Leben tatsächlich zum Kotzen findest. Und finde heraus, was in deinem Leben du so richtig satt hast.

So nutzt du deine Willenskraft gesund und entziehst den (Ess)Problemen die Nahrung.

Ist dir bewusst, dass du deine Aufmerksamkeit lenken kannst?

Automatisch schaust du immer auf das, was (noch) nicht funktioniert, was du (noch) nicht umsetzten kannst, auf die Rückfälle, das Negative.

Dadurch gibst du dieser Seite deiner inneren Waage zu viel Gewicht und bestätigst dir den Ur-Glaubenssatz „Ich bin nicht gut genug!“, der wiederum deine (Ess)Probleme nährt.
💎 Richte daher deine Aufmerksamkeit immer wieder bewusst auf die Dinge, die auf der positiven Seite deiner Waage sind: Was hat sich bereits verändert und verbessert? Was hast du über dich gelernt? Und wenn du etwas erkannt hast, dich aber noch nicht anders verhalten kannst als bisher, dann ist nichts falsch mit dir, sondern du brauchst weitere Erkenntnisse dieser Art und mehr Zeit.
💎 Erinnere dich daran, dass du zwar dein Essverhalten nicht mehr im Griff hast, aber dein Verhalten dir selbst gegenüber!
Und wenn du bewusst verständnisvoller mit dir umgehst, und dir ermöglichst, immer mehr du selbst zu sein entziehst du den (Ess)Problemen die Nahrung.

Ist dir bewusst, dass deine Erlebnisse und Erfahrungen mit einem Gedanken, einem Glaubenssatz, beginnen, der Emotionen auslöst?

Nehmen wir einmal an, dein Glaubenssatz lautet: „Wenn ich abnehme, bin ich selbstbewusster!“
Mit diesem Gedanken fühlst du dich nicht gut, denn du glaubst ja, dass du anders aussehen musst.
Der Gedanke erzeugt Scham und Schuldgefühle in dir, die sich körperlich in Anspannung und Druck äußern.
Also fokussierst du dich auf dein Essverhalten und dein Gewicht und das nimmt immer mehr Raum in deinem Leben ein.
Und nach einiger Zeit erlebst du, dass dein Essverhalten dich im Griff hat und nicht umgekehrt.

Durch diese Erfahrung nimmt dein Selbstbewusstsein ab und nicht zu.

🌀Da dieser Kreislauf sich selbst füttert, wird er schnell zur Abwärtsspirale.
💎 Doch du kannst ihn zu einer Aufwärtsspirale machen!
Entscheidend dabei ist, dass du zunächst den Glaubenssatz als (d)einen Glauben erkennst, der nicht der Wahrheit entspricht. Spiele dann mit deinem Glaubenssatz, drehe ihn herum: „Wenn ich selbstbewusster wäre, würde ich abnehmen!“
💎 Durch diese Drehung liegt der Fokus auf dem Selbstbewusstsein und nicht mehr auf dem Abnehmen. Frage dich dann: Was kann ich tun, um selbstbewusster zu werden? Wähle einen kleinen Schritt, der machbar ist und gehe ihn. Dadurch erschaffst du positivere Erlebnisse und Gefühle und fütterst den „gesünderen“ Gedanken, den du irgendwann tatsächlich glaubst. Denn du hast dir seine Wahrheit bewiesen.
💎 Und die Wahrheit ist:
Du musst nicht anders aussehen, du darfst du selbst sein, dir deiner SELBST BEWUSST!
Ist dir bewusst, wie stark die Stimme deiner „inneren Kritikerin“ ist?
Und das Tragische ist, dass es deine eigene (innere) Stimme ist. Sie ist früh entstanden, in deiner Kindheit, durch die Menschen, bei und mit denen du aufgewachsen bist. Doch während du früher abhängig von diesen Menschen gewesen bist und dich häufig tatsächlich unterordnen und funktionieren musstest um in diesem System klar zu kommen, verhältst du dich heute noch immer so.

Du hast gelernt, dich selbst – deine Meinung, deine Bedürfnisse und deine Gefühle zu unterdrücken.

Doch heute unterdrückst du dich selbst, bzw. lässt dich von anderen unterdrücken, obwohl es nicht mehr überlebenswichtig ist. Das klingt dann häufig so:
Mein Freund verlangt von mir, dass…
Meine Mutter erwartet von mir, dass…
Die Gesellschaft fordert von mir, dass…

Doch egal wer was von dir erwartet, fordert oder verlangt, du musst es nicht tun!

Es ist wichtig zu verstehen, dass das alte Gefühl der Abhängigkeit und Hilflosigkeit in diesen Situationen auftaucht.
Doch du bist nicht mehr so klein und abhängig, du fühlst dich so, weil du an vertraute Situationen von früher erinnert wirst, die bekannte Gefühle auslösen.
Durch Zeit und Wiederholung hast du gelernt, dich zu unterdrücken.
Und durch Zeit und Wiederholung kannst du auch lernen, dich auszudrücken, du selbst zu sein, zu dem zu stehen, was du bist, denkst, fühlst und willst.
Doch es ist nötig, das bewusst tun, denn unterbewusst und quasi wie von alleine, fällst du in das alte, aber vertraute Elend zurück.
Und du darfst das wieder und wieder tun, so lange, bist dir das Neue vertrauter als das Alte ist.
💎 Rede bewusst so mit dir, wie du es dir von (d)einer besten Freundin wünschst. Rede so mit dir, wie es deine Eltern nicht konnten, du es aber gebraucht und verdient hättest.
💎 Schreibe dir selbst aufmunternde Briefe.
Werde deine beste Freundin, deine engste Vertraute, dein größter Fan.
Und die (Ess)Probleme werden verhungern!
Ist dir bewusst, dass der Genesungsweg kein gerader Weg ist?

Oftmals fühlt es sich so an, als würden wir im Kreis laufen.

Doch das stimmt nicht. Es ist viel eher eine Spirale.
Wir kommen zwar immer wieder an der selben Stelle vorbei, doch eine „Heilungsstufe“ höher.
Wir kommen so oft an der selben Stelle vorbei, bis wir anders mit den Situationen umgehen können, die die (Ess)Probleme füttern.
💎 Es geht darum, dich selbst immer besser kennen, verstehen und mögen zu lernen und dadurch mehr Selbstvertrauen, Selbstachtung und Selbstbewusstsein zu entwickeln.
💎 Es geht darum, deine Grenzen zu erkennen und zu wahren, dir beispielsweise Pausen zu gönnen, deine Meinung zu äußern, etc.
💎 Es geht darum, deine Bedürfnisse und Wünsche wahr zu nehmen und sie für wichtig zu erachten.
Welchen kleinen Schritt in diese Richtung kannst du heute gehen?

Gehe ihn und feiere dich dafür!

Denn das verändert das negative „Versagensgefühl“ in dir.
Du kannst etwas tun!
Nur nicht so, wie dein Mind es von dir verlangt.
Erwarte vor allem nicht von dir, dass du dein Essverhalten beeinflussen kannst.
Dieser überzogene Anspruch an dich ist Teil der Grundproblematik.
Denn ohne es zu wollen beweist du dir dadurch immer wieder die „Wahrheit“ des Ur-Glaubenssatzes:
Ich bin nicht gut genug!
Und dann drehst du dich in deiner „Gedanken-Spirale“ immer weiter nach unten und fütterst die (Ess)Probleme.
Ist dir bewusst, dass Selbstliebe etwas sehr Gesundes ist und nichts mit Egoismus zu tun hat?
Früher war es mir sehr wichtig, dass andere Menschen mich mochten oder toll fanden. Und deshalb habe ich immer versucht mich so zu verhalten, wie ich glaubte, dass andere Menschen mich haben wollen.
Doch war dieses Verhalten wirklich „selbstlos“? Nein, war es nicht! Denn ich habe mich ja nicht wirklich wegen den anderen Personen so verhalten. Sondern ich habe mich so verhaltenen, weil ich etwas von meinem Gegenüber wollte:

Komplimente, Bestätigung, Lob, Anerkennung!

Ich versuchte unbewusst, mir das von andern Menschen holen, wonach ich innerlich so sehr hungerte. Doch egal was ich von Außen bekam, es war nie genug. Und ich war abhängig von der Reaktion anderer Menschen auf mich. Außerdem war dieses Verhalten – dieses permanente Verstellen und Beobachten, die Vorsicht – sehr anstrengend und all das hat meine (Ess)Probleme gefüttert. Bis ich mehr und mehr erkannte, dass es nie um die anderen sondern immer nur um mich ging.

Heute ist es mir egal, was andere Menschen über mich denken.

💎 Denn was du über mich denkst, hat viel mehr mit dir zu tun, als mit mir!
Doch es ist mir nicht egal, was ich über mich denke.
Heute verhalte ich mich so, wie ich bin. Und nicht so, wie andere mich vielleicht gerne hätten. Es ist doch viel leichter, nur eine Person – nämlich mich – glücklich und zufrieden zu machen.

Weil ich mehr Verständnis für mich habe, habe ich auch mehr für andere.

Weil ich von anderen nichts mehr brauche, bin ich nicht mehr abhängig, sondern gebe freiwillig, ohne Erwartungen.
💎 Erlaube dir, deine Nummer 1 zu sein, davon profitieren alle anderen Menschen in deinem Leben.
💎 Erlaube dir, du selbst zu sein. Unterdrücke dich nicht mehr, denn das erzeugt Druck und füttert die (Ess)Probleme.
💎 Und erlaube dir, diesen Weg Schritt für Schritt – in deinem eigenen Tempo zu gehen!
Bist du dir deiner „Wenn-Dann-Glaubenssätze“ bewusst, mit denen du dein Leben in die Zukunft verschiebst?
Aus dem Glaubenssatz: „Wenn ich schlank bin, dann bin ich glücklich!“ wird für viele irgendwann: „Wenn ich gesund bin, dann bin ich glücklich!“
💎 Du kannst wahres Glück nicht außerhalb von dir finden.

Kein Körper, kein Diplom, kein Kontostand, kein Partner kann dich dauerhaft glücklich machen!

💎 Das kannst nur du selbst!
Und bist du nicht der beste „Beweis“ dafür, dass es so nicht funktioniert?
Du hast geglaubt, dass du einen anderen Körper brauchst, um glücklicher und selbstbewusster sein zu können.
Doch durch das Fokussieren auf deinen Körper hast du (Ess)Probleme bekommen und bist unglücklicher geworden und hast noch weniger Selbstbewusstsein.
🌀Die „Wenn-Dann-Glaubenssätze“ basieren alle auf dem „Ur-Glaubenssatz“. Er lautet: „Ich bin nicht gut genug!“ Und er zeigt sich in verschiedenen „Spielarten“ wie:
Ich bin nicht schön genug!
Ich bin nicht dünn genug!
usw.
Wir wollen aber „gut genug“ sein und versuchen daher, im Außen etwas zu ändern.
Wir versuchen schöner, dünner, etc. zu werden. Und wir hoffen darauf, dass uns anderen Menschen, bestätigen, dass wir „gut genug“ sind.
Doch selbst wenn wir Anerkennung und Komplimente bekommen, nährt uns das nicht wirklich innerlich.
Wir brauchen ständig Nachschub. Denn das verändert unser Selbstbild nicht!
Wir sind getrieben von Angst und Mangel und wir verschieben unser Leben auf ein Morgen – das Morgen, an dem wir endlich gut genug sein werden – das nie kommt.
💎 Doch weißt du was? DU BIST GUT GENUG!

Du hast Probleme, doch du bist keins!

Und dein Leben findet immer JETZT statt, nicht in der Vergangenheit oder in der Zukunft.
💎 Was kannst du dir JETZT Gutes tun?
💎 Was kannst du JETZT tun, um dich selbst besser kennen, verstehen und mögen zu lernen?
Dann kann aus Angst Selbstvertrauen und aus Mangel Fülle werden und dadurch entziehst du deinen (Ess)Problemen Nahrung, weil du JETZT glücklicher und selbstbewusster bist!
Ist dir bewusst, dass du mit einem natürlichen Hunger- und Sättigungsgefühl auf die Welt gekommen bist?
Und das ist auch immer noch da, unter deinem Misstrauen und deiner Angst.
💎 Kein Kopf kann das so gut regeln, wie dein Körper.
Und dein Körper ist dazu da, dein Überleben zu sichern und er will weder Über- noch Untergewichtig sein.
Seit über 20 Jahren leben ich jetzt ohne Waage und Esspläne, ohne Ge- und Verbote, ohne Angst und voller Vertrauen in meinen Körper.

Und er dankt es mir mit gleichbleibend gesundem Gewicht!

Doch um dorthin zu kommen habe ich erkennen müssen, dass ich immer unglücklicher und kranker geworden bin, je stärker ich versuchte, meinen Körper zu kontrollieren.
Als ich bereit war, diese Kontrolle aufzugeben, begann ich zu heilen.
Ich habe begriffen, dass meine Gedanken über meinen Körper und die Erwartungen die ich (an ihn) hatte, meine Probleme erzeugt hatten und nicht mein Körper selbst.
💎 Hinterfrage deine Gedanken (über deinen Körper) immer wieder bewusst, denn deinen Körper hinterfragst du ständig unbewusst.
💎 Nimm deine Aufmerksamkeit immer wieder bewusst von deinem Essverhalten weg und richte sie auf dich selbst. Finde heraus, wonach du wirklich hungerst und lerne, dich selbst innerlich zu nähren.
💎 Erinnere dich immer wieder daran, dass du nicht gegen die (Ess)Probleme gewinnen kannst, doch du kannst sie aushungern, indem du dein Selbstbild Häppchen für Häppchen verbesserst.
Ist dir bewusst, womit du deinen Mind fütterst?

Welche Gedanken und Gefühle lösen die (Sozialen) Medien, die du konsumierst, aus?

💎 Und was erschaffst du, wodurch drückst du dich (kreativ) aus?
Wer (Ess)Probleme hat, der unterdrückt sich selbst, sein Selbst, aus Angst, nicht gut genug zu sein.
Diese Unterdrückung erzeugt einen inneren Druck, der sich häufig in Rückfällen entlädt.
Kreativer Ausdruck ist eine gesündere Möglichkeit, ein Teil dieses Drucks zu kompensieren.

Wie viel Zeit gibst du dir, um kreativ sein zu können?

💎 Dabei geht es nicht um ein Ergebnis, sondern um den Genuss des Prozesses.
Denn das ist pure Nahrung für deine Seele!