Ist dir bewusst wie wichtig es ist zu erkennen, was du ändern kannst und was nicht?
Je verbissener du versuchst, dein Essverhalten und dein Gewicht zu kontrollieren, desto frustrierter wirst du.

Denn weder dein aktuelles Gewicht noch dein ungesundes Essverhalten sind dein eigentliches Problem.

Dein Hunger nach Anerkennung und Bestätigung ist es. Dieser Hunger ist entstanden, weil du als Kind zu wenig gehört und gesehen, gestützt und gehalten, geliebt und gelassen wurdest. Doch nichts und niemand im Außen wird diesen inneren Hunger dauerhaft stillen können. Dein Körper wird dir nie gut genug sein und die Komplimente werden dich nicht satt machen.

Fokussiere dich immer wieder auf deinen Mind, werde dir deiner Gedanken und ihrer Auswirkungen bewusst!

💎 Ist das ein realistischer Gedanke, oder ist es ein Glaubenssatz, der in meiner Kindheit entstanden ist und den ich (unbewusst) weiter füttere?
💎 Welche Gefühle und Handlungen entstehen durch diesen Gedanken?
💎 Wie könnte ich anders darüber denken, wie denken andere darüber, und welche Gefühle und Handlungen könnte dieser Gedanke auslösen?
🌀 Einer meiner früheren Glaubenssätze lautete beispielsweise:
„Wenn ich schlank bin, bin ich glücklich!“ Also begann ich, mich auf mein Aussehen zu fokussieren. Mit dem Ergebnis, dass mein Essverhalten mich im Griff hatte, ich zunahm und unglücklicher und kranker wurde.
Bis ich verstand, dass mein Dilemma mit diesem Glaubenssatz, der übrigens sehr gefüttert wird in unserer Gesellschaft, begann.
Mittlerweile beweise ich mir seit vielen Jahren, dass der umgekehrte Glaubenssatz viel realistischer und gesünder ist:

“Wenn ich glücklich bin, bin ich schlank.“

Und zwar ohne Kontrolle per Waage oder Essensplan sondern durch das Stillen meines inneren Hungers!
Ist dir eigentlich bewusst, dass dein Verhältnis zu dir selbst für dein Essverhalten verantwortlich ist und nich deine fehlende Willensstärke oder Disziplin?

Je besser du dich kennen, verstehen und mögen lernst, desto größer wird der Abstand zu deinen (Ess)Problemen.

Und ein gesunder Abstand ist hilfreich, um die negativen Gedanken- und Gefühlsspiralen zu verlassen, die Situation realistisch einzuschätzen und anders handeln zu können.

Fokussiere dich darauf, dein Verhältnis zu dir selbst zu verbessern und du entziehst deinen (Ess)Problemen häppchenweise die Nahrung!

Ist dir eigentlich bewusst, dass es häufig gar nicht darum geht, was du tust, sondern mit welcher Einstellung du etwas machst?
Denn das Problem ist meist:

Egal was du tust, du kannst es dir nicht recht machen!

Kürzlich erzählte mir eine Lebenshungrige während eines Telefon-Mentorings Folgendes:
„Wenn die Fenster nur ein bisschen dreckig sind, putze ich sie sofort. Und dann ärgere ich mich darüber, dass ich sie jedes Mal gleich putze!“
An dieser Stelle wird deutlich dass es nicht um dreckige oder saubere Fenster geht, sondern um permanente Selbstkritik, um das ständige Infragestellen der eigenen Entscheidungen, um das (unbewusste) Füttern des Ur-Glaubenssatzes: Ich bin nicht gut genug!
💎 Wenn du das nächste mal nicht weißt, was du machen sollst, wenn du unzufrieden mit dir und/oder wütend auf dich bist, gönne dir ein paar tiefe Atemzüge und frage dich:

Gebe ich mir selbst in dieser Situation überhaupt eine Chance?

Ist dir eigentlich bewusst, dass es entscheidend für deine Selbstheilung ist, genügend Zeit mit dir selbst zu verbringen?

Denn wie willst du dich kennen, verstehen und mögen lernen, wenn du nicht bewusst Zeit mit dir verbringst?

Als ich begann Dates mit mir selbst zu haben, realisierte ich Folgendes:
Ich hielt mich selbst nicht gut aus und ich konnte nichts mit mir anfangen.
Deshalb flüchtete ich ständig in die Welt der anderen. Sie sollten meinen Hunger nach Bestätigung und Anerkennung stillen.
🌀 Doch wenn du (gedanklich) ständig bei anderen Menschen bist, ist niemand bei dir!

Lasse dich auf Dates mit dir selbst ein, auch wenn es sich anfangs „komisch“ anfühlt.

Nicht die Anerkennung von Außen wird dich dauerhaft innerlich satt machen, sondern das Anerkennen dessen, was du wirklich bist und die Erkenntnis, dass du GUT GENUG bist!
Ist dir eigentlich bewusst, dass es häufig nicht darum geht, deine Lebensumstände zu ändern, sondern deinen Umgang mit deinen Lebensumständen?

🌀 “Wenn ich ein anderes Gewicht hätte, dann…“ oder

🌀 “Wenn mein Partner mir mehr Aufmerksamkeit schenken würde, dann…“ oder auch

🌀 „Wenn ich einen anderen Job hätte, dann…“

Hinter diesen Wenn-Dann-Glaubenssätzen steht meist der Versuch, einen inneren (Selbstwert)Mangel im Außen zu stillen.

Doch wenn du beginnst, die Perspektive zu wechseln und beispielsweise erkennst, wie du (unbewusst) dazu beiträgst, dass deine Lebensumstände so sind, wie sie sind, kann die Veränderung in dir beginnen und sich – falls wirklich nötig – dann auch im Außen zeigen.
Beispiel: Wenn du dir selbst nicht genügend Aufmerksamkeit schenkst, wird dein Partner das auch nicht tun.

Suchst du dir dann irgendwann frustriert einen anderen Partner, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er sich nach einiger Zeit wie sein Vorgänger verhält.

Doch was passiert wenn du beginnst, dir selbst mehr Aufmerksamkeit zu schenken?

💎 Dann wird dein Partner das auch tun, bzw. du wirst einen finden, der sich anders verhält als sein Vorgänger!
Ist dir eigentlich bewusst wie hilfreich es ist, bewusst zurück zu schauen um zu erkennen und zu verstehen, warum du den „Weg der (Ess)Probleme“ eingeschlagen hast?

Dabei geht es nicht darum, die komplette Vergangenheit bis ins Detail aufzuarbeiten.

Sondern es geht darum, die eigenen Muster zu sehen und zu verstehen.

Als ich damit anfing gelangte ich irgendwann an den Punkt, an dem ich mich selbst so gut verstand, dass ich mich einfach nicht mehr verurteilen konnte.
Und das entzog den (Ess) Problemen sehr viel Nahrung.
Wie du das machen kannst?
Therapie und/oder Selbsthilfegruppen können dich unterstützen.
Eins meiner wichtigsten Tools ist das Schreiben eines sogenannten Gedankensalats.
Der Gedankensalat ist im Grunde eine verbale Art des Auskotzens.
Schreibe drei bis fünf mal pro Woche ungeschönt und ohne großartig darüber nachzudenken oder zu formulieren ca. 15 Minuten alles aus dir raus.

Schreibe es dir von der Seele!

Nach drei Monaten nimmst du dir bewusst Zeit und liest das Geschriebene noch mal und hast dabei zwei Textmarker zu Hand. Mit einer Farbe markierst du deine Fortschritte und Erkenntnisse. Das ist deshalb wichtig, weil das Positive so schnell aus unserem Kopf verschwindet.
Mit der anderen Farbe markierst du deine Muster und negativen Glaubenssätze. Dort steht dann schwarz auf weiß, was du (unbewusst) immer wieder tust um die (Ess)Probleme zu füttern.
Und dadurch hast du die Möglichkeit immer wieder zu erkennen, dass weder dein Gewicht noch dein Essverhalten dein ursprüngliches Problem sind. Sondern dein Mangel an Selbstwertgefühl und dein Perfektionismus sind es.
Doch egal wie „perfekt“ du im Außen bist, das wird deinen inneren Hunger nicht stillen können.

Wenn du jedoch deinen inneren Hunger zu stillen lernst, können die (Ess)Probleme verhungern!

Ist dir eigentlich bewusst, dass dir das Leben häufig so schwer erscheint, weil du dem Negativen zu viel Gewicht gibst?
Sobald du etwas erreicht hast, machst du es innerlich klein und unwichtig und was du (noch) nicht erreicht hast, machst du groß sind wichtig.
Deinen eigenen Schwächen gibst du viel mehr Gewicht, als den Schwächen anderer.
Und gleichzeitig gibst du den Stärken anderer viel mehr Gewicht, als deinen eigenen.

Ohne es bewusst zu wollen hältst du dadurch deine innere Waage im Ungleichgewicht, das Negative ist zu schwer.

Wie du das ändern kannst?
Indem du bewusst auf das Positive achtest und ihm Gramm für Gramm mehr Gewicht gibst.

Es ist ein physikalisches Gesetz, dass die Waage irgendwann kippt!

Ist dir eigentlich bewusst, das der Weg raus aus den (Ess)Problemen mittendurch geht?

Konkret heißt das, dass es entscheidend ist, deine Muster und Glaubenssätze, deine unbewussten Programme, die dein ganzes System steuern, zu erkennen und zu hinterfragen um sie gegebenenfalls Schritt für Schritt ändern zu können.

Es ist wichtig, die Ursachen deiner (Ess)Probleme zu erkennen und dich damit auseinanderzusetzen.
Denn wenn du immer wieder versuchst, deine Probleme über äußerliche Optimierung zu lösen dann ist das so, als würdest du ständig versuchen, einen laufenden Wasserhahn zuzustopfen anstatt ihn abzudrehen.
Doch wenn der Hahn zugedreht ist, gibt es nichts mehr zu stopfen.
Genau so ist es mit den (Ess)Problemen:

Sind die Ursachen beseitigt, gibt es sie nicht mehr!

Ist dir eigentlich bewusst, dass deine (Ess)Probleme ein Symptom sind und nicht die Ursache deines Leidenswegs?

Wenn du deinen Fokus auf deinen inneren Hunger richtest und den Hunger deiner Seele, deinen individuellen Lebenshunger zu stillen lernst, beginnst du den Genesungsweg zu gehen.

Wenn du dich auf deinen äußeren Hunger nach Anerkennung und Bestätigung fokussierst, bleibst du auf dem Leidensweg.
Du kannst jederzeit und immer wieder die Richtung wechseln!

Wie?

Lerne dich kennen, verstehen und mögen, bis du mit dir selbst in bester Gesellschaft bist!
Nimm deine Wünsche und Bedürfnisse erst und sorge dafür, das sie weitestgehend erfüllt werden!
Setze Grenzen und lerne NEIN zu sagen, wenn du NEIN meinst!
Gönne dir so oft wie möglich eine ordentliche Portion Spaß und Vergnügen!
Erinnere dich immer wieder daran, dass der einzige Moment, den du wirklich beeinflussen kannst, JETZT stattfindet!
Und vergiss nicht, dass der einzige Mensch, der garantiert immer bei dir sein wird, du SELBST bist!

Der Genesungsweg ist ein Weg der vielen, kleinen Schritte, die in der Summe ans Ziel führen!

Ist dir eigentlich bewusst, dass das Unterdrücken deiner Wünsche und Bedürfnisse Druck in dir erzeugt?
Rückfälle sind ungesunde Ventile, die dich kurzfristig entlasten, dich langfristig allerdings belasten und noch mehr Druck erzeugen.

Finde heraus, wo und wie du dich selbst unterdrückst und unterdrücken lässt.

Erkenne es, akzeptierte es und du wirst es Schritt für Schritt ändern können!
Finde und nutze außerdem Möglichkeiten, dich kreativ und körperlich auszudrücken!