Ist dir eigentlich bewusst, dass der Genesungsweg ein innerer Weg ist?

Wenn du glaubst, dass sich dein Gewicht, deine Lebensumstände, andere Menschen oder das Universum ändern müssen, damit es dir besser gehen kann, machst du dich abhängig von etwas im Außen, das du nicht direkt beeinflussen kannst. Unbewusst sorgst du so dafür, dass es dir schlechter und nicht besser geht.

Und doch kannst du das Außen „nutzen“:

Wenn ich beispielsweise in den Wald gehe, kreativ bin, meditiere etc., macht mich das (innerlich) freier, klarer, sicherer und gelassener. Und mit dieser Freiheit, Klarheit, Sicherheit und Gelassenheit kann ich wiederum viel leichter und gesünder den Dingen im Außen begegnen, die ich nicht beeinflussen kann.
So habe ich auf meinem Genesungsweg meinem Körper Stück für Stück die Verantwortung für mein Gewicht zurückgeben können indem ich gelernt habe, wieder auf mein natürliches Hunger- und Sättigungsgefühl zu hören und zu vertrauen.
Und sämtliche negativen Kontrollgedanken habe ich Stück für Stück aushungern können.

Finde im Außen die Dinge, die dich innerlich satt machen und NUTZE sie regelmäßig!

Ist dir eigentlich bewusst, wodurch dein innerer Hunger und der Ur-Glaubenssatz „Ich bin nicht gut genug!“ entstanden sind?

Du bist als Kind nicht ausreichend GESEHEN und GEHÖRT worden!
 Du bist als Kind nicht angemessen GEHALTEN und GESTÜTZT worden!
 Du bist als Kind nicht bedingungslos GELIEBT und so AKZEPTIERT worden, wie du bist!
Und weil Kinder während der ca. ersten sieben Lebensjahre egozentrisch sind und glauben, dass sich die Welt nur um sie selbst dreht, glauben sie, für alles verantwortlich zu sein, was (in der Familie) nicht funktioniert und fühlen sich schuldig.
Und als Erwachsene wiederholen wir (unbewusst) unzählige (Familien) Dramen gefüttert durch den (unbewussten) Wunsch, eine „alte Schuld“ zu begleichen und endlich „gut genug“ zu sein.
Auch wenn du heute rational weißt, dass du früher nicht verantwortlich warst, sitzt das Gefühl der Schuld und Scham noch in deinem Körper.
Das erkennst du daran, wenn du in einer aktuellen Situation rational erkennst, dass du nicht verantwortlich bist, dich emotional aber trotzdem unter Druck gesetzt fühlst und dieses Gefühl kaum auszuhalten ist und deine (Ess) Probleme nährt.

Im Grunde geht es darum, dein emotionales Inneres groß zu ziehen, damit du FÜHLST, dass deine Verantwortung nicht grenzenlos ist und um deiner Schuld und Scham die Nahrung zu entziehen!

Ist dir eigentlich bewusst, dass es nicht nötig ist, deine Ernährung zu kontrollieren?
Es ist nötig, deinem Körper wieder zu vertrauen und seine Signale zu beachten.

Dein Körper kommuniziert mit dir, du hast nur verlernt, ihm zuzuhören.

Doch das kannst du wieder erlernen!

Das Entscheidende dabei ist herauszufinden, wonach du eigentlich innerlich so sehr hungerst, denn auch das „perfekte“ Aussehen kann diesen Hunger nicht stillen!
Im Grunde hungerst du danach, ganz du selbst zu sein und deinen individuellen Hunger nach Leben zu stillen.
Und je mehr du bereit bist herauszufinden, was genau das für dich bedeutet, desto leichter wird es dir fallen, deinem Körper wieder zu vertrauen!