Was wäre, wenn du deinen Körper nicht als einen Feind und Verräter ansehen würdest, den es zu beherrschen gilt?

Was wäre, wenn du nicht mehr im Außen nach Bestätigung suchen sondern sie in dir finden würdest?

Was wäre, wenn du jeden Tag als ein Geschenk ansehen würdest, das es anzunehmen gilt?

Was wäre, wenn deine Intuition, dein Bauchgefühl, dein wichtigster Ratgeber sein würde?

Was wäre, wenn du den Wert deiner Einzigartigkeit erkennen und dankbar schätzen würdest?

Was wäre, wenn du deine Vergangenheit verarbeitet hättest und dich nicht mehr (unbewusst) von ihr leiten lassen würdest?

Was wäre, wenn dir bewusst werden würde, dass viele deiner scheinbaren Probleme gar keine sind?

Was wäre, wenn du erkennen würdest, dass dein Perfektionismus der Zwilling der Essstörung ist und dass du beiden die Nahrung entziehen kannst?

Was wäre, wenn Freude und wahrer Genuss oberste Priorität in deinem Leben hätten?

Was wäre, wenn du ehrliche Grenzen setzen und NEIN sagen würdest, wenn du NEIN meinst?

Was wäre, wenn die permanent um das Essen und dein Gewicht kreisenden Gedanken nicht mehr vorhanden sein würden?

Was wäre, wenn du selbst deine beste Freundin wärest und alleine nie mehr einsam sein würdest?

Was wäre, wenn du dich neugierig und vertrauensvoll auf die Zukunft einlassen würdest?

Was wäre, wenn du deinen Körper deinen einzigen Ernährungs- und Bewegungsratgeber sein lassen würdest?

Was wäre, wenn du verstehen würdest, dass die anderen sich nicht ändern müssen, damit sich etwas ändert?

Was wäre, wenn du voll und ganz im gegenwärtigen Moment sein und erkennen würdest, dass es gerade kein Problem gibt?

Was wäre, wenn du keine Energie mehr für Dinge verschwenden würdest, die nicht in deiner Hand liegen?

Was wäre, wenn du erkennen würdest, dass alles, was du dir Gutes tust, langfristig auch für andere gut ist?

Was wäre, wenn jeder Rückfall nur ein Hinweis darauf sein würde, dass du dein wahres Selbst gerade unterdrückst?

Was wäre, wenn du wüsstest, dass du gut genug bist und es immer warst?

Was wäre, wenn du deinen Lebenshunger stillen und dich voll und ganz du selbst sein lassen würdest?

Dann wärst du auf dem absolut richtigen Weg: auf deinem!

lebenshungrige Grüße

Simone

„Was für ein blöder Titel, warum soll sich Leiden denn lohnen?“ fragst du dich vielleicht gerade.

Und ja, diese Überschrift ist provokant und doch bin ich der Meinung, dass Leiden sich lohnen kann.

Warum?

Weil ich schon sehr häufig die Erfahrung gemacht habe, dass nur ein gewisses „Leidens-Maß“ dazu führt, dass wir selbst für die Veränderung bereit sind, die wir brauchen um glücklich und gesund zu werden.

Die Leidens-Intervalle werden kürzer, die Bereitschaft zu leiden geringer

Während der ersten Jahre meiner Essstörung war es so, dass ich lieber gestorben wäre, als jemandem zu zeigen, wie es tatsächlich in mir aussah.

Nach Außen hin funktionierte ich, war nett, gut drauf und sehr bequem für andere. Doch dieses Schauspiel hatte einen Preis…

Ich fraß alle negativen Gedanken, Gefühle und Erfahrungen in mich hinein und ich fand mein Leben zum Kotzen.

Und genau das tat ich auch. Heimlich natürlich.

Dafür schämte und verurteilte ich mich sehr. Beides wiederum fütterte diesen negativen Kreislauf.

Ich litt extrem unter meinem Verhalten und durch all die Heimlichkeiten und das scheinbare Versagen wurde mein inneres Leiden immer größer.

Und das führte dazu, dass mein Leidensdruck irgendwann größer war als mein ungesunder Stolz.

Langsam und zaghaft begann ich, mich zu öffnen und zu reden.

Und das schaffte ein wenig Erleichterung…

….und kurz danach wieder mehr Leiden.

Dadurch lernte ich allerdings, dass es entscheidend ist, wem man sich wie öffnet und mit wem man wie redet.

So war es einerseits wichtig meiner Mutter nicht mehr vorzumachen, dass alles okay sei.

Andererseits ging ich zunächst davon aus, dass es ihr Job sei, mein Leiden kleiner zu machen.

Ich erwartete, dass sie Essen wegschloss und vor allem, dass sie mich total verstand.

Wenn sie mich nur verstehen und sich selbst dementsprechend ändern würde, wäre (fast) alles gut!

So lautete mein neuer Glaubenssatz, der mich wieder leiden ließ. Denn einerseits machte ich mich von ihr abhängig, andererseits wollte ich nicht, dass sie sich noch mehr Sorgen machte, also setzte ich mich unter Druck. Das Leiden auf beiden Seiten wurde also nicht wirklich kleiner.

Ganz abgesehen davon, dass ich zu diesem Zeitpunkt offensichtlich noch nicht verstand, dass das Essen nicht wirklich mein Problem war…

Der Leidens-Kreislauf

Doch irgendwann wurde mir bewusst, dass dieses Abhängigkeitsverhältnis, in das ich mich begeben hatte, schon immer da war.

Als Sorgenkind meiner Mutter trugen wir beide eine schwere Last:

Sie fühlte sich schuldig und glaubte, mir deshalb so viel wie möglich abnehmen zu müssen!

Ich wiederum fühlte mich schuldig, weil sie sich wegen mir schuldig fühlte und sich ständig sorgte!

Und ohne es zu wollen vermittelte mir meine Mutter durch ihr Verhalten eben auch, dass ich es einfach nicht alleine konnte.

Das Erkennen dieser gegenseitigen Leidens-Abhängigkeit führte irgendwann dazu, dass ich mir eine Selbsthilfegruppe und eine Therapeutin suchte.

Und so erfuhr ich, dass ich nicht alleine war mit meinen zwanghaften Gedanken über das Thema Essen und über mein Gewicht.

Außerdem machte ich immer wieder die Erfahrung, wie erleichternd und hilfreich der Austausch mit Gleichgesinnten sein kann.

Und ich begann, die wahren Ursachen meines Leidens zu erkennen und zu hinterfragen.

Immer wieder gab es Phasen, in denen der Leidensdruck so groß wurde, dass ich einfach handeln musste.

Und dadurch entschied ich mich auch irgendwann ganz bewusst für einen Klinikaufenthalt.

Diese Entscheidung sehe ich nach wie vor als eins der größten Geschenke, das ich mir jemals gemacht habe.

Sämtliche Erfahrungen in der Klinik waren „Heilungs-Beschleuniger“ für mich.

Leiden oder leben?

Denn danach war ich noch weniger bereit zu leiden. Und deshalb wurde ich immer bereiter, ehrlich hinzuschauen.

Schließlich konnte ich dass für mich schier Unmögliche möglich machen und mich innerlich von meiner Mutter abgrenzen.

Ich erkannte und verstand, dass ich nicht der wahre Verursacher ihres Leidens war und dass ich nicht für sie verantwortlich bin.

Genau so sah ich aber auch, dass ich für mein Leiden verantwortlich bin.

Ich verstand, dass ich generell nicht erwarten sollte, dass andere sich (für mich) ändern.

Das funktioniert erstens nicht und hält mich zweitens immer in der Abhängigkeit.

Und ich erwartete nicht mehr von mir, dass ich (für andere) anders sein sollte.

Ich hörte auf zu leiden und begann zu leben.

Und die Essstörung verhungerte.

Lerne aus dem Leiden und du wirst leben!

lebenshungrige Grüße

Simone

Wie lange dauert es bis zur vollständigen Heilung von (Ess)Problemen?

Und ist komplette Heilung überhaupt möglich?

Beide Fragen bekomme ich häufig gestellt und ich habe sie mir früher auch selbst gestellt.

Meine Antwort auf die erste Frage lautet heute: Das kommt darauf an…

Und meine Antwort auf die zweite Frage lautet ganz klar: Ja!

Worauf kommt es also an, was begünstigt und beschleunigt Heilung?

Meiner Meinung und Erfahrung nach hängt es von den folgenden Faktoren ab, ob und wie schnell jemand Heilung erfährt:

Du gestehst dir selbst ein, dass du (Ess)Probleme hast!

Bei mir hat es einige Zeit gedauert, bis ich diesen Schritt gehen konnte. Denn es gab ja zwischendurch immer mal wieder Phasen, in denen ich mein Essverhalten scheinbar im Griff hatte. In diesen Zeiten stabilisierte mich das Außen, ich war frisch verliebt oder irgendetwas anderes Positives passierte. Und plötzlich „funktionierte“ es (scheinbar wieder) mit dem Essen. Doch sobald dieses Neue im Außen entweder Alltag wurde oder etwas Negatives geschah, kippte ich wieder in den Kontrollverlust. Ich litt sehr unter diesen unvorhersehbaren Schwankungen und dieser Leidensdruck führte irgendwann dazu, dass ich mir eingestand, dass ich mein Essverhalten nicht mehr im Griff hatte. Im Gegenteil, mein Essverhalten hatte mich immer häufiger im Griff.

Du erkennst das eigentliche Problem hinter dem scheinbaren Problem!

Jahrelang dachte ich, dass einfach alles in meinem Leben problemlos funktionieren würde, wenn ich nur endlich das perfekte Äußere hätte. Doch dieser Glaubenssatz ist nicht nur falsch. Er löst auch keine Probleme, er schaffte ein weiteres: Ein (Ess)Problem. Durch das Festhalten an der Gleichung Traumkörper = Traumleben fand ich mich irgendwann in einem Alptraum wieder.

Die Essstörung entstand letztlich durch den Glaubenssatz, doch wodurch entstand der Glaubenssatz?

Er entstand durch meinen Mangel an Selbstwertgefühl und diesen Mangel versuchte ich permanent, durch Äußerlichkeiten zu korrigieren. Ich glaubte, dass mir ein gewisses Aussehen, bestimmte Leistungen und diverse Anerkennungen Selbstwertgefühl verschaffen würden. Doch das funktionierte, wenn überhaupt, nur kurz und musste dann wieder „gefüttert“ werden. Mit anderen Worten: Es gab nie genügend Bestätigung, Leistung oder Komplimente. Nichts davon machte mich dauerhaft innerlich satt.

Du willst Heilung und zwar um jeden Preis!

Heilung bedeutet, sich selbst kennen, verstehen und mögen zu lernen. Denn nur so entsteht ein gesundes Selbstwertgefühl. Und wenn du dich selbst akzeptieren und vielleicht sogar lieben lernst, verhungern deine (Ess)Probleme. Doch dieser Weg ist nicht immer einfach und manchmal fühlt er sich beängstigend chaotisch an. Auch das ist okay. Denn Heilung bedeutet auch, die eigene Schamgrenze zu überwinden und um Hilfe zu bitten. Der Blick von Außen auf dich und deine Geschichte ist ganz entscheidend und unterstützend.

Mir haben damals vor allem der Austausch mit anderen Betroffenen und eine Therapie – die ich selbst bezahlt habe – sehr geholfen.

Diese Erleichterung, nicht alleine zu sein und die Möglichkeit, mich verbal auszukotzen und nicht länger alles in mich hineinzufressen…

Ich erkannte für mich, dass der Anspruch, „es ganz alleine schaffen zu wollen“, Teil des eigentlichen Problems war.

Heilung kostet Mut, Geduld, Zeit und oftmals auch Geld. Doch die Essstörung kostet dich viel mehr…

Du übernimmst die volle Verantwortung!

Du bist nicht Schuld an deinen (Ess)Problemen, doch du trägst die Verantwortung für deine Heilung.

Keine Therapeutin, Ärztin, Mentorin oder Gleichgesinnte kann dich gesund machen. Sie können dir helfen, dich unterstützen, doch ins Handeln kommen musst du.

Deshalb entscheidest du alleine, welche Werkzeuge du auf deinem Genesungsweg nutzen willst und welche Wegbegleiter du hast. Es muss sich für dich richtig anfühlen!

Dieses Gefühl, ich nenne es mein inneres Feedback-System, war quasi mein Leitstern auf dem Weg der Heilung:

Fühlt es sich richtig an? (Und richtig heißt nicht unbedingt, dass es sich immer gleich gut anfühlt…)

Nur wenn die ehrliche Antwort „JA“ lautete, machte ich weiter damit.

Du gibst dir alle Zeit der Welt und glaubst an deine Heilung!

Der Weg der Heilung ist meist ein Weg, der gepflastert ist von Rückfällen und Rückschlägen.

Doch das einzige Erfolgsgeheimnis diesbezüglich ist, dass du immer einmal mehr aufstehen musst, als du hingefallen bist.

Und je weniger du dich für das Hinfallen verurteilst und je mehr Mitgefühl du dir schenkst, desto leichter und schneller kommst du an.

Ich jedenfalls bin unzählige Mal hingefallen, habe etliche Rückfälle gebaut.

Doch je weniger ich mich dafür verurteilt habe und je mehr ich daraus gelernt habe, desto besser wurde es.

Und auch wenn ich es manchmal nicht mehr für möglich hielt, glaubte ich weiterhin an meine Heilung:

Ich wollte wieder so unbeschwert essen können, wie Kinder es tun!

Insgesamt hat es ungefähr zwei bis drei Jahre intensive Auseinandersetzung mit mir selbst gebraucht, doch dann bin ich angekommen.

Je weniger ich die Essstörung bekämpft habe und versuchte, von ihr zu lernen, desto weniger „Futter“ bekamen die Rückfälle.

Niemand kann dir vorhersagen, wie lange es bei dir dauert. Doch Fakt ist, die Jahre vergehen so oder so.

Und heute bin ich dankbar für diesen Weg der Heilung, denn ich habe unendlich wichtige Erfahrungen gemacht.

Heilung ist möglich und heil sein ist großartig!

Gehe deinen Weg in deinem Tempo und würdige ihn. Je mehr Freude und Spaß du dir unterwegs gönnst, desto schneller kommt die Heilung!

Lebenshungrige Grüße

Simone

Spätestens auf unserem Weg „Raus aus den (Ess)Problemen, rein ins Leben“ wird vielen von uns schmerzhaft bewusst, dass sich gewisse Situationen in unserem Leben mehrmals zu wiederholen scheinen. Vielleicht finden wir uns häufig in Beziehungen wieder, die uns eigentlich nicht wirklich gut tun. Oder wir haben immer wieder ähnliche Konflikte an diversen Arbeitsplätzen. Möglicherweise haben wir schon öfter Verrat, Betrug oder sogar Gewalt erlebt.

Die Erkenntnis, dass wir diese Wiederholungen erleben, ist ein erster wichtiger Schritt.

Und der zweite – entscheidende – Schritt ist, unsere eigene Rolle in diesem „Wiederholungs-Spiel“ zu erkennen um aussteigen zu können.

Ganz wichtig ist, dass es hierbei nicht um Schuld geht. Du bist nicht daran Schuld, wenn dich jemand verrät, betrügt oder sogar misshandelt.

Doch die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass du die Hilflosigkeit, in der du dich jetzt scheinbar befindest, in deiner Kindheit tatsächlich erlebt hast. Und diese früh erlebte Hilflosigkeit hat sich so auf deiner Festplatte eingebrannt, dass du auch als Erwachsene in die alte Opfer-Rolle zurückfällst, ohne dass es dir bewusst ist bzw. du das möchtest.

Anders ausgedrückt: Jemand der in seiner Kindheit andere Erfahrungen gemacht hat, würde in der selben Situation anders handeln können!

Doch wenn wir erst Mal unseren Anteil an diesen Situationen erkennen und verstehen – ohne uns zu verurteilen – können auch wir lernen, anders zu handeln und dadurch die Opfer-Haltung verlassen.

Nochmal zur Erläuterung:

Befindest du dich in einer Situation, in der du dich nicht wehren kannst, bist du ein Opfer!

Befindest du dich in einer Situation, in der du dich theoretisch wehren könntest, es aber praktisch (auf Grund früherer Erfahrungen) nicht kannst, befindest du dich in der Opfer-Rolle, bzw. -Haltung.

Schuld bist du in beiden Fällen nicht!

Kennst du deine Grenzen?

Die meisten Frauen mit (Ess)Problemen kennen ihre Grenzen gar nicht mehr, oder können sie nicht halten, denn diese Grenzen wurden früher nicht beachtet. Vielleicht wolltest du als Kind irgendetwas nicht machen und man hat dich dazu gezwungen oder dich emotional erpresst und so dazu gebracht, gegen deinen Willen zu handeln. Und irgendwann hast du innerlich aufgegeben um durchzukommen. Denn du warst abhängig. Doch das bist du heute nicht mehr. Du verhältst dich jedoch – auf Grund dieser eingebrannten schmerzhaften Grenzverletzungen – häufig so.

Wenn du wissen willst, wie gut du Grenzen setzen kannst, frage dich, wie überzeugend du NEIN „sagen“ kannst, wenn du NEIN meinst.

Kürzlich war ich auf einem Seminar und dort ist mir noch mal eindrucksvoll vor Augen geführt worden, wie schwierig es sein kann, seine eigene „Opfer-Rolle“ zu erkennen.

Eine andere Teilnehmerin, klein und zierlich, sollte dem Seminarleiter, einem stattlichen Kerl, durch ein NEIN eine Grenze setzten. Beide standen sich gegenüber und er ging auf sie zu. Unser Job war es, ihre Grenze zu spüren und zu schauen, ob er diese Grenze ebenfalls wahrnehmen und dann stehen bleiben würde. Er blickte sie an und schlenderte aufgerichtet los. Und sie sagte relativ leise „NEIN“. Das stoppte ihn nicht und je näher er kam, desto kleiner machte sie sich körperlich. Ihr NEIN klang immer verzweifelter und doch lächelte sie jedes Mal danach entschuldigend.

Mir wurde glasklar vor Augen geführt, dass ich früher in vielen Situationen genau so NEIN sagte!

Nonverbale Kommunikation

Ein NEIN, dass das Gegenüber nicht ernst nahm, denn die Körpersprache vermittelte etwas anderes!

Das Lächeln und der Klang ihrer Stimme „sagten“: Ich meine es nicht ganz so ernst, bitte finde mich trotzdem gut!“ und ihre Körperhaltung „sagte“: Du hast eh schon gewonnen, ich gebe auf!“ In Zahlen ausgedrückt bedeutet das  – beispielsweise nach einer Studie des Psychologen Mehrabian -,  dass nur etwa 7% unserer Kommunikation sich auf das ausgesprochene Worte – in diesem Beispiel auf das NEIN – beziehen. Die restlichen ca. 93% machen der Klang unserer Stimme und unsere dazugehörige Mimik und Gestik aus.

Wenn wir das wirklich verstehen, können wir Klang, Mimik und Gestik auch bewusst einsetzen!

Das hilft uns, step by step die Opfer-Haltung zu verlassen.

Denn wenn unser NEIN nicht sicher kommuniziert wird, animieren wir unser Gegenüber unbewusst dazu, weiter zu machen.

Wir signalisieren: Wenn du mich weiter bedrängst, wird aus meinem NEIN ein JA.

(Und zwar nicht, weil ich das will, sondern weil ich innerlich aufgebe.)

Konkrete Maßnahmen

Nehmen wir einmal an, es gibt einen dauerhaft schwelenden Konflikt zwischen dir und einem Kollegen.

Und dieser Konflikt erzeugt Druck in dir und füttert deine (Ess)Probleme. Doch demnächst steht ein klärendes Gespräch an.

Was kannst du also tun, um ihm eine deutliche Grenze zu setzen?

Du findest heraus, wann, wo und wie du ihm gegenüber bisher eine Opfer-Rolle eingenommen hast:

Führe dir den letzen konkreten Zwischenfall vor Augen und finde heraus, wie du (nonverbal) kommuniziert hast.

Verurteile dich nicht dafür, verstehe es und lerne daraus!

Erinnert dich diese Situation an eine andere Situation aus deiner Kindheit? Wie war es damals, was ist heute tatsächlich anders?

Schreibe einen Gedankensalat darüber.

Du machst dir bewusst, wo deine Grenzen sind und was du vermitteln willst:

Welches Ergebnis willst du erreichen?

Gib dir einen Tag vor dem Gespräch ein wenig Zeit, schließe die Augen und visualisiere, male dir dein „bestes Ergebnis“ in den schönsten Farben aus!

Du erinnerst dich daran, deinen Körper bewusst einzusetzen:

Du bist nicht mehr klein und hilflos, also mach‘ dich bewusst groß: Das funktioniert beispielsweise ganz wunderbar mit Power Posing. Die Sozialpsychologin Amy Cuddy hat herausgefunden, dass schon zwei Minuten dazu führen, dass du dich „siegessicherer“ fühlst und dementsprechend (nonverbal) kommunizierst. Hier findest du ihren Vortrag auf YouTube.

Signalisiere dann deinem System, dass du „alles im Griff hast“, in dem du ganz bewusst länger aus- als einatmest.

Beides kannst du direkt vor dem Gespräch (notfalls auf der Damentoilette) praktizieren.

Du setzt deinen Körper bewusst ein:

Sei ganz bei dir und bleibe innerlich und äußerlich groß und versuche, nicht ständig zu lächeln.

Du verurteilst dich nicht für das Ergebnis:

Egal, wie das Gespräch ausgegangen ist: Schaue es dir rückblickend an und lerne – falls nötig – daraus.

Verurteile dich nicht.

Zeit und Wiederholung

Der Ausstieg aus der Opfer-Rolle braucht – wie so viele gewünschte Veränderungsprozesse – Zeit und Wiederholung.

Während des Seminars ist auch mir noch mal klar geworden, wie sehr ich im Laufe der Jahre aus meiner Opfer-Rolle ausgestiegen bin.

Und ich hatte auch gar kein Problem, meinem Gegenüber ein ordentliches NEIN entgegen zu schmettern ohne zu lächeln.

Grenzen kann ich mittlerweile gut! ;)

Und du kannst diese Erfahrung ebenfalls machen: Du bist kein Opfer mehr!

Du bist eine Gewinnerin! Denn egal, was du bis hierhin erlebt hast: Du bist noch da!

Lasse alle vergangenen Taten beim Täter und verlasse deine Opfer-Haltung!

lebenshungrige Grüße

Simone

In unserem Wohn-Ess-Zimmer herrscht momentan das Chaos. Wir renovieren!

Und gestern Morgen, als ich den Raum leicht verschlafen betrat, dachte ich:

Wow, wenn man das ganze Chaos betrachtet, kann dass ganz schön überwältigend wirken. Doch um Ordnung zu schaffen ist es entscheidend zu realisieren,  dass es immer nur um den nächsten kleinen Schritt geht. Außerdem liegt in diesem Chaos die Möglichkeit, endlich auch mal die hintersten Ecken auszumisten und zu reinigen.

Irgendwie ist das genau so, wie der Weg „raus aus den (Ess)Problemen, rein ins Leben!“

Denn aus eigener Erfahrung und aus der jahrelangen Arbeit durch lebenshungrig weiß ich, dass oftmals  Chaos im Leben – verbunden mit einem gewissen Leidensdruck – herrschen muss, bevor wir bereit sind, Ordnung zu schaffen.

Genau so, wie ich mir heute jeden Gegenstand anschaue und überprüfe, ob wir ihn behalten, wegwerfen und eventuell ersetzen wollen, habe ich damals begonnen, mir meine Konditionierung anzuschauen. Jeder Glaubenssatz, der mir „in die Hände“ fiel, kam auf den Prüfstand:

Ist das wirklich meiner?

Tut er mir (noch) gut?

Brauche ich ihn tatsächlich noch?

Anfangs hatte ich damals häufig das Gefühl, dass ich – weil ich begann im Chaos zu wühlen – noch mehr Chaos verursachte. Das Ganze überwältigte mich zeitweise, denn je tiefer ich wühlte, desto mehr „Schmutz und Überflüssiges“ fand ich.

Manchmal wünschte ich mir tatsächlich, nicht mit diesen „Renovierungsarbeiten“ begonnen zu haben und doch gab es kein zurück mehr. Denn als ich das Chaos einmal wirklich erblickt hatte, konnte ich nicht mehr so tun, als wäre es nicht vorhanden.

Ich durchpflügte mein Leben quasi, holte alles von unten nach oben, überprüfte meine Beziehungen und meine Beschäftigungen:

Mag ich diesen Menschen wirklich?

Nährt mich das Zusammensein mit ihm?

Möchte ich, dass er weiterhin Teil meines Lebens ist, oder fürchte ich „nur“ gewisse Konsequenzen?

 

Tue ich tatsächlich gerne, was ich tue?

Macht es mich (innerlich) satt weil es mich erfüllt?

Soll diese Tätigkeit weiterhin kostbare Lebenszeit verbrauchen?

Es war ein langer Weg und einige Erkenntnisse waren schmerzhaft und gerade deshalb so wichtig.

Vor allem das Eingeständnis, wie wenig ich mich selbst im Grunde kannte und mochte.

Wie sehr ich im Außen verhaftet war und wie verzweifelt ich bei anderen die Bestätigung suchte, die ich mir selbst nicht geben konnte.

Und dieser Weg war gepflastert von Rückfällen in alte Verhaltensweisen.

Denn auch wenn ich beispielsweise erkannte, dass mir ein gewisses Verhalten nicht gut tat, konnte ich es nicht gleich „entsorgen“. Ich versteckte es unbewusst im hintersten Winkel und dort gammelte es vor sich hin und nahm Raum ein. Und zwar so lange, bis ich irgendwann bereit war, es hervorzuholen, mich ihm wirklich zu stellen und es zu „entsorgen“. Bis ich wirklich verstand, dass „etwas anderes“ diesen Raum einnehmen sollte, dass ein anderes Verhalten gesünder – weil ehrlicher – war.

Hierbei lernte ich, dass ich gewisse Dinge nicht „machen“ kann, sondern dass es immer wieder um Kapitulation, um Akzeptanz und Vertrauen,  und nicht um Kampf geht. Und ich lernte, geduldig zu sein und mich auf das hier und jetzt, den nächsten kleinen Schritt zu fokussieren um nicht vom Gesamt-Chaos überwältigt zu werden.

Der Weg durch das Chaos führt zu Ordnung im Sinne von Leichtigkeit, Gesundheit und (innerer) Freiheit.

Und wer einmal ein so großes Chaos bewältigt hat, der sorgt automatisch dafür, dass kein weiteres mehr entsteht.

Stelle dich heute dem nächsten kleinen Schritt und gehe ihn in deinem Tempo.

Erkenne, dass es eine logische Konsequenz ist, dass dann ein wundervoller (Lebens)Raum auf dich wartet, wenn das (innere) Chaos beseitigt ist!

Und wenn dir das Chaos gerade zu groß erscheint, erlaube dir, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Mit „Entrümplungshilfen“ wie Therapeuten etc, kannst du es dir leichter machen.

lebenshungrige Grüße

Simone

Wer ist eigentlich der wichtigste Mensch in deinem Leben?

Die Antwort lautet: Du selbst!

Vielleicht schnappst du jetzt innerlich nach Luft und denkst: Das ist doch purer Egoismus?!?

Doch wer ist der einzige Mensch, der dich mit Sicherheit für den Rest deines Lebens begleiten wird?

Die Antwort lautet: Du selbst!

Du bist der einzige Mensch, der immer bei dir ist und immer bei dir sein wird.

Alle anderen werden dich früher oder später – freiwillig oder unfreiwillig – verlassen.

Oder du wirst dich – gewollt oder ungewollt – von ihnen trennen (müssen).

Egoismus und Essstörungen

Essgestörte Frauen sind überwiegend im Außen beschäftigt und versuchen häufig, es allen anderen Recht zu machen.

Doch warum verhalten sie sich so?

Weil wir uns (unbewusst) erhoffen, von anderen die Bestätigung zu erhalten, die wir uns selbst nicht geben können!

Andere sollen uns sagen, dass wir gut aussehen, dass wir sympathisch und/oder emphatisch sind, dass wir clever und/oder sexy rüber kommen.

Hier geht es also nicht in erster Linie um Nächstenliebe.

Es geht um den verzweifelten Versuch, im Außen etwas zu bekommen, was im Innen nicht vorhanden ist.

Das ist kein selbstloses Verhalten, bei dem tatsächlich unser Gegenüber im Vordergrund steht.

Es geht um uns selbst. Egoismus? Nein! Mangel an Selbstliebe!

Und dieser Mangel an Selbstliebe führt zu Selbstsucht.

Essgestörte drehen sich auf eine ungesunde Weise permanent um sich selbst.

Die Gedanken sind besessen von Essen, Aussehen und Gewicht in der Hoffnung auf Bestätigung und Sicherheit von Außen.

Das Fatale daran ist, dass wir nie genug von dieser äußeren Bestätigung zu bekommen scheinen:

Vielleicht bekommst du ein Kompliment, doch wie lange wirkt es?

Wann brauchst du das nächste?

Oder was passiert, wenn sich jemand negativ äußert?

Wir sind abhängig von der Meinung anderer über uns, von deren Reaktion auf uns.

Und wir vergleichen uns permanent mit anderen und „sortieren“ uns in unserem „persönlichen Werte-Ranking“ über oder unter ihnen ein:

Sie ist dünner als ich!

Ich bin jünger als sie!

Ihr Mann ist erfolgreicher als meiner!

Selbstsicherheit oder: Bestätigung ist nett, aber nicht nötig!

Und jetzt stell dir doch mal vor wie es wäre, wenn du wüsstest, dass du völlig in Ordnung bist!

Wenn dir bewusst wäre, dass du nichts zu tun oder zu haben brauchst, sondern dass dein Dasein reicht!

Und wenn du erkennen würdest, dass du dich nicht für andere verstellen brauchst, sondern dass du nur dann wirklich hilfreich bist, wenn du echt bist.

Stell dir vor, du würdest dich nicht andauernd mit anderen vergleichen, weil du wüsstest, dass alle in ihrer Einmaligkeit – unabhängig von Aussehen, Leistung oder Besitz – gleich wertvoll sind?

Was wäre, wenn du deinen wahren Wert kennen würdest?

Du würdest dich gut um dich selbst kümmern, dich wertschätzen, deine Bedürfnisse kennen und erfüllen.

Und das würde dazu führen, dass du innerlich wirklich satt wärst und dich – ohne Erwartungen, ohne Bestätigung zu brauchen – auch ehrlich um andere kümmern könntest.

Ist das Egoismus?

Nein, das ist Selbstliebe!

Und nur wer sich selbst liebt, kann auch andere bedingungslos lieben.

Egoismus macht abhängig, Selbstliebe macht frei.

Werde dir bewusst, dass du der wichtigste Mensch in deinem Leben bist.

Und dass du in diesem Bewusstsein anderen die größte Hilfe sein kannst.

lebenshungrige Grüße

Simone

Gesund sein heißt für mich nicht nur, keine Essstörung mehr zu haben.

Es geht weit darüber hinaus.

Gesund sein bedeutet, ganz ich selbst sein.

Es geht um das Sein und nicht um das Machen oder Haben.

Jahrelang habe ich geglaubt, ich müsste im Außen irgendetwas erreichen um endlich zufrieden mit mir sein zu können.

Ein gewisses Aussehen, bestimmte Auszeichnungen.

Doch all das hat mich immer kranker und unglücklicher gemacht.

Und ich habe immer verzweifelter im Außen nach einer Lösung gesucht:

Beispielsweise sollten mir andere Menschen genau sagen, wie ich meinen Körper manipulieren kann.

Sowas nennt man dann einen Ernährungsplan oder eine Diät.

Ich habe im Außen (meinem Körper) das Problem gesehen und ich habe im Außen (bei anderen Menschen) nach der Lösung gesucht.

Doch so funktioniert es nicht.

Gesund sein geht anders!

Gesund werden ist ein Weg, der sich von Innen nach Außen vollzieht und nicht anders herum.

Gesund sein heißt für mich, mein „krankes“ Denken zu erkennen.

So habe ich kapituliert und verstanden, dass ich das Essen schon lange nicht mehr im Griff hatte, sondern das Essen mich.

Mein Denken ist dahingehend „krank“ gewesen, dass ich besESSEN von den Gedanken über das Essen und mein Gewicht war.

Ich habe enorm darunter gelitten, nicht so kontrolliert essen zu können, wie ich glaubte, essen zu müssen.

Und ich habe ebenfalls darunter gelitten, dass ich nicht so aussah, wie ich glaubte aussehen zu müssen.

Das Problem war dieser Glaube, nicht das Essen oder mein Körper. Und dieser Glaube hat zu weiteren Problem geführt:

Ich wollte Perfektion und bekam eine Essstörung.

Körper vor Kopf

Gesund sein heißt für mich, die Grenze zwischen Körper und Kopf zu erkennen und zu wahren.

Heute entscheidet mein Körper über das Essen. Er signalisiert mir, wann er Hunger hat, manchmal auch ganz konkret worauf.

Und dann erfülle ich seine Bedürfnisse, ohne sie anzuzweifeln oder darüber nachzudenken, ob das gut oder richtig ist.

Meine „Erfolgsquote“ liegt dabei bei 100%. Ich fühle mich wohl in meinem Körper und ich nehme weder ab noch zu.

Ich habe das Gewicht, das mein Körper für das richtige erachtet und das er sich immer wieder, beispielsweise nach einer Magen-Darm-Grippe, sucht.

Innere Stimme vor äußeren Stimmen

Gesund sein heißt für mich, meiner inneren Stimme, meiner Intuition, Raum zu geben und auf sie zu hören.

Heute ist diese innere Stimme mein wichtigster Ratgeber.

Ich „predige“ euch immer wieder, wie entscheidend es ist, Zeit mit sich selbst zu verbringen.

Und zwar qualitativ hochwertige Zeit. Zeit, in der du Spaß hast.

Zeit, in der du in der Natur bist, meditierst, tanzt oder schreibst.

Oder Zeit, in der du irgendetwas anderes tust, das dir Zugang zu deinem Inneren verschafft.

Denn dadurch schaffst du Raum für deine Intuition.

Dann kann sie „zu dir sprechen“ und du kannst „zuhören“ und beginnen, danach handeln.

Meine „Erfolgsquote“ liegt auch hier bei 100%. Meine innere Stimme hat immer Recht.

Denn sie ist im Grunde der absolute Ausdruck dessen, was ich im Kern bin.

Und gesund sein bedeutet für mich, mich die sein zu lassen, die ich bin.

Unentschuldbar das AUSzudrücken, was in mir ist.

Denn „mit Hilfe“ der Essstörung UNTERdrücken wir uns. Und das ist ungesund…

Selbstliebe ist ein anderes Wort dafür.

Gesund werden heißt nicht, dass du eine andere werden musst.

Es heißt, dass du all die Schichten, die dir durch deine Erziehung und Sozialisation auferlegt wurden – und die Glaubenssätze, die dadurch entstanden sind – Stück für Stück erkennst, und bei Bedarf ablegst.

Was dann noch übrig bleibt, ist dein Wesenskern, dein wahres Selbst.

Der Kopf als „Ausführungsgehilfe“

Gesund sein heißt für mich, das mein Kopf, mein sogenannter Verstand, der „Ausführungsgehilfe“ meines Körpers und meiner inneren Stimme (die ja übrigens auch im Körper wohnt!) ist.

Anders gesagt:

Wenn mir meine innere Stimme sagt, wohin die Reise gehen soll, setze ich meinen Kopf ein, um die Reise umzusetzen.

Oder wie Einstein so passend gesagt haben soll:

Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk,
und der rationale Verstand ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen,
die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.

Gesund sein bedeutet für mich, das „heilige Geschenk“ zu erkennen und anzunehmen zu können!

lebenshungrige Grüße

Simone

 

In diesen Tagen bekomme ich häufig Mails, deren Inhalt sinngemäß wie folgt lautet:

Mein Name ist XY, ich bin XY Jahre alt und ich habe seit XY Jahren XY Probleme mit meinem Essverhalten.

Glaubst du, dass dein Programm etwas für mich ist?

Meine Antwort darauf lautet ungefähr so:

Wenn ich dir die teuersten und besten Laufschuhe hinstelle, bringen sie dir nur dann etwas, wenn du sie regelmäßig benutzt.

Und genau so verhält es sich mit LEICHTER. Das Programm ist für jede Frau geeignet, die (Ess)Probleme hat, doch wirklich hilfreich kann es nur dann sein, wenn du die „Werkzeuge“ auch regelmäßig einsetzt und gleichgesinnte „Weggefährten“ hast. Und beides liegt nicht in meiner Hand, sondern in deiner.

Ich verstehe schon, warum ich diese Frage gestellt bekomme.

Und zu Beginn meines Weges hätte ich sie sicher auch gestellt.

Doch dann habe ich mit der Zeit etwas Entscheidendes verstanden:

Es liegt einzig und alleine an mir, ob ich wieder gesund werde!

Ich kann mich nicht direkt „gesund machen“, bzw. mein Essverhalten plötzlich kontrollieren und sämtliche Probleme verschwinden lassen. Doch ich kann indirekt ganz viel dafür tun damit all das mit der Zeit passieren kann. Es ist mein Job die richtigen Werkzeuge zu finden und regelmäßig anzuwenden und es ist mein Job unterstützende Weggefährten zu finden und mich immer wieder mit ihnen auszutauschen.

Es geht darum, VerANTWORTung zu übernehmen!

Um deinen Weg „Raus aus den (Ess)Problemen, rein ins Leben“ erfolgreich gehen zu können, helfen dir deine persönlichen Antworten auf die folgenden drei Fragen:

1: Warum will ich diesen Weg überhaupt gehen?

Möglicherweise erscheint dir diese Frage zu banal oder unnötig, weil es offensichtlich sein sollte.

Doch es ist im Grunde die entscheidende Frage. Denn hier geht es um dein persönliches Motiv.

Und dein Motiv bestimmt den Grad deiner MOTIVation!

Deine Motivation ist das Wichtigste, denn sie hilft dir – egal wie oft du hinfällst – aufzustehen und weiter zu gehen.

Denn um irgendwann am Ziel anzukommen, musst du gehen!

2: Wie gehe ich mit möglichen Werkzeugen um?

Regelmäßiges Meditieren und Schreiben sind zwei Werkzeuge, die wir im Programm nutzen. Und selbstverständlich kannst du beides auch ohne LEICHTER für dich einsetzen. Doch wie du dir sicher vorstellen kannst, ist die Kontinuität entscheidend. Es geht darum, wieder und wieder zu schreiben und zu meditieren. Dadurch wird beides mit der Zeit leichter und natürlich auch effektiver.

Doch ich hatte früher die Tendenz, immer wieder etwas Neues zu suchen, das nächste Selbsthilfebuch, die nächste Wunderformel, die – einmal angewendet – sämtliche Probleme verschwinden lässt. Im Grunde habe ich die Methode gesucht, die mich an das Ziel beamt. Doch dadurch bin ich auf der Stelle im Kreis gelaufen anstatt Schritt für Schritt weiter zu gehen.

Oftmals ist es so, dass wir zwar wissen, dass Schreiben und Meditieren uns weiter bringen, doch wir tun es trotzdem nicht. Und das liegt meistens an unserem Umgang mit den Werkzeugen. Auf Grund unserer Programmierung und unseres Perfektionismus tauchen beispielsweise solche Gedanken auf:

Ich muss unbedingt mal wieder schreiben!

Ich sollte heute dringend meditieren!

Diese Art des Umgangs mit den Werkzeugen erzeugt Druck und kann sogar nach hinten losgehen. Denn durch Druck blockieren wir, verurteilen uns und bauen dadurch möglicherweise Rückfälle in altes (Ess)Verhalten. Wenn du dich mit diesen Gedanken ertappst und du innerlichen Druck verspürst, ein schlechtes Gewissen bekommst, dann formuliere dir diese Glaubenssätze bewusst um:

Ich darf mal wieder schreiben!

Ich könnte heute meditieren!

Oder frage dich:

Welches Werkzeug möchte ich denn heute mal nutzen?

Und nimm wahr, wie sich das Gefühl (zu deinen Werkzeugen) dadurch ändert.

Denn nicht das Werkzeug an sich ist entscheidend, sondern dein Umgang damit!

3: Was mache ich? Oder: Welche Werkzeuge nutze ich und welche Weggefährten habe ich?

An diesem Punkt hast du sicher erkannt, dass es nicht entscheidend ist, 500 Werkzeuge zu kennen, die du nicht nutzt, sondern die 5 zu kennen, die für dich funktionieren und die du auch regelmäßig nutzt. Dadurch wird dein Weg sehr viel übersichtlicher und du lässt dich nicht von all den möglichen Abzweigungen ablenken. Und dann ist es noch wichtig, deinen Weg nicht alleine zu gehen.

Therapeuten oder die Teilnehmerinnen eine Selbsthilfegruppe können Weggefährten sein. Das können aber auch ganz andere Menschen sein. Entscheidend ist, dass du das Gefühl hast, durch den Kontakt vorangebracht zu werden.

Denn wenn du mit jemanden gehst, der den Weg schon kennt und wenn du Gleichgesinnte dabei hast, kommst du leichter und schneller an!

lebenshungrige Grüße

Simone

 

Anfang Dezember fand der zweite MindDetox Day in Marburg statt.

Mutige Frauen haben Zeit, Geld und Energie investiert, um ihrer Essstörung ganz bewusst die Nahrung zu entziehen.

Wir haben Atemübungen gemacht, meditiert, getanzt und visualisiert. Und ich habe immer wieder Fragen gestellt, die die Teilnehmerinnen schriftlich beantwortet und dann vorgelesen haben. Das Schreiben dient dazu, sich die Dinge vor Augen zu führen und sie auch immer mal wieder nachlesen zu können. Doch das Wertvolle – und das was zu Hause alleine nicht möglich ist – ist das Vorlesen und das Austauschen darüber. Denn wer in diesem geschützten Rahmen vor anderen sein Innerstes nach Außen kehrt, macht immer wieder eine ganz entscheidende Erfahrung:

Die anderen nicken wissend und verständnisvoll und haben Mitgefühl. Sie melden zurück, dass sie genau das von sich selbst auch kennen.

Sie erkennen sich in uns wieder! Und wir finden uns in ihnen!

Wir können dadurch die Erfahrung machen, dass wir für unser Denken, Fühlen und Handeln von anderen nicht verurteilt werden, sondern „nur“ von uns selbst. Und wir realisieren, dass wir mit all dem nicht alleine sind.

Immer wieder bekomme ich rückgemeldet, wie groß alleine diese Erleichterung ist, von Angesicht zu Angesicht zu erfahren, dass es anderen tatsächlich genau so ergeht.

Alle haben Verständnis für alle anderen, nur nicht für sich selbst

Es ist immer wieder das Selbe:

Wundervolle Frauen haben alles Verständnis der Welt für andere, nur sich selbst gegenüber verhalten sie sich wie der mieseste Sklaventreiber. Doch je häufiger wir uns mit Gleichgesinnten ehrlich austauschen, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir irgendwann Folgendes erkennen:

Wenn ich Verständnis und Mitgefühl für die anderen habe und mich in ihnen wieder erkenne und die anderen haben Verständnis und Mitgefühl für mich und erkennen sich in mir, bin ich dann nicht tatsächlich genau so wie sie?

Und wenn ich so bin wie sie, dann kann ich doch auch Verständnis und Mitgefühl für mich haben!

Ich hatte diese entscheidende Erkenntnis während meiner Zeit in der Klinik. Dort waren großartige Menschen, teilweise nach Außen sehr erfolgreich, und wenn sie ehrlich teilten, wie es in ihnen aussah, bewunderte ich sie für ihren Mut, und fühlte mit ihnen. Sie verachtete ich nicht und bei ihnen erkannte ich viel Potential und Positives. Und irgendwann sackte es regelrecht in mein System:

Ich bin eine von ihnen! Ich verstand das nicht nur, ich fühlte es auch!

Dadurch passierte etwas ganz Entscheidendes:

Ich schämte und verurteilte mich nicht mehr so sehr für meine Themen und Probleme, sondern begann mich dafür zu würdigen, dass ich mich bereitwillig und gewissenhaft damit auseinander setzte.

Der Blick von Außen

Wenn du das nächste Mal realisierst, dass du innerlich kämpfst und dir gerade die „innere Bratpfanne“ überziehst, dann versuche es doch mal mit der Beantwortung folgenden Fragen:

Was würde mir eine sehr gute Freundin jetzt raten?

Wie würde sie die Situation beurteilen?

Würde sie mich verurteilen oder hätte sie Verständnis und Mitgefühl?

Oder du drehst das Ganze herum und fragst dich, wie du einer sehr guten Freundin in dieser Situation beistehen würdest:

Würdest du tatsächlich nachtreten, obwohl sie schon auf dem Boden liegt?

Würdest du ihr auch all das Negative wieder und wieder auf’s Brot schmieren?

Würdest du sie wirklich verurteilen, beschimpfen und bestrafen?

 

Selbstbild vs Fremdbild

Nicht du, dein Körper, deine Leistungen, sind das Problem. Das Problem entsteht durch das Bild das du von dir hast.

Es ist die negative Geschichte über dich und dein Leben, die du dir wieder und wieder erzählst und dadurch verfestigst.

Es ist der Glaube, nicht gut genug zu sein, kein guter Mensch zu sein, nichts Gutes verdient zu haben.

 

Während der letzten 13 Jahre habe ich durch lebenshungrig.de mit sehr, sehr vielen essgestörten Frauen kommuniziert.

Und bei jeder einzelnen hatte ich diesen einen Gedanken:

Würdest du dich selbst nur halb so toll finden, wie ich dich finde, hättest du keine Essstörung (mehr)!

 

Denkst du jetzt, dass du bestimmt die einzige Ausnahme bist?

Könntest du dich mit meinen Augen sehen, wüsstest du, dass du es nicht bist!

Du warst lange genug deine größte Feindin.

Versuch‘ doch mal, deine beste Freundin zu sein!

 

lebenshungrige Grüße

Simone

Wir alle kennen unzählige Momente in unserem Leben, in denen der Ur-Glaubenssatz uns in die Quere kommt: Ich bin nicht gut (genug)!

Er äußert sich in diversen „Spielarten“ die da lauten: Ich bin nicht dünn genug, ich bin nicht schön genug, ich bin nicht jung genug, ich bin nicht schlau genug, ich bin nicht (erfolg)reich genug, usw. Dieser Ur-Glaubenssatz, in all seinen unterschiedlichen Ausprägungen, wurde uns quasi in unserer Kindheit durch unterschiedliche Erlebnisse einprogrammiert.

Wir haben Situationen erlebt, in denen wir beschämt wurden, in denen wir alleine waren und Angst hatten. Aus diesen unschönen Erfahrungen haben wir unbewusst geschlossen, dass es an uns liegen muss, dass mit uns etwas nicht stimmt, dass wir nicht gut genug sind.

Denn sonst wäre all das Negative nicht passiert, oder?

Doch viele von uns haben einen weiteren Glaubenssatz verankert, der da lautet: Ich darf nicht zu gut sein! Auch er hat sich durch Erfahrungen in unserer Vergangenheit verfestigt. Wir haben Situationen erlebt, in denen wir aus der Menge hervorgestochen sind, in irgendeiner Form besser waren als andere, aufgefallen sind. Und wieder wurden wir beschämt, waren ängstlich und alleine, fühlten uns irgendwie schuldig.

Wieder einmal lag es an uns, oder?

Innere Zerrissenheit als Folge

Im Grunde ist der Glaubenssatz „Ich darf nicht zu gut sein!“ auch eine Spielart des Ur-Glaubenssatzes.

Denn wenn ich „zu gut“ bin, bin ich auch falsch, also wieder nicht „gut genug“ im Sinne von „richtig“…

Doch wer einerseits Angst hat nicht gut genug zu sein und andererseits Angst hat, zu gut zu sein, fühlt sich innerlich zerrissen.

Einerseits glaubst du, dich stark anstrengen zu müssen, andererseits darf es bloß nicht zu viel sein. Beide Seiten zerren an dir.

Wenn ich nur wollte, wie ich könnte oder wenn ich nur könnte, wie ich will?

Rückblickend sehe ich meine eigene Schulzeit als Paradebeispiel für diesen (inneren) Konflikt.

Das Kind

Ich habe kaum Erinnerungen an meine Grundschulzeit und dafür gibt es sicherlich Gründe…

Denn das was ich noch weiß ist negativ, angst- und schambesetzt.

Das größte Unsicherheitsrisiko war eine bestimmte Lehrerin. Vor ihr mussten wir einzeln vorsingen und sie kritisierte öffentlich. Und machte jemand im Deutschunterricht einen Fehler, verunsicherte sie erst ordentlich, baute Druck auf und „wunderte“ sich dann, dass wir unsere Fehler nicht gleich selbst korrigieren konnten. Und dann ließ sie uns schwitzen und schmoren…

Gefüttert wurde meine eigene Unsicherheit auch noch durch mein Elternhaus. Denn auf Grund einer chronischen Erkrankung wollte mich meine Mutter stets zu sehr schonen und mir zu viel abnehmen. Unbewusst vermittelte sie mir jedoch auch dadurch häufig: Du kannst es nicht (alleine)!

Nach dem Schulwechsel passierte dann im fünften oder sechsten Schuljahr etwas, dass mich die folgenden Jahre ebenfalls stark beeinflussen sollte. Ich schrieb die beste Deutscharbeit und wurde von der Lehrerin öffentlich erwähnt und gelobt. Ungläubig begann ich mich zu freuen. Bis ich die Reaktion einer guten Freundin wahrnahm. Im Gegensatz zu den meisten anderen freute sie sich nicht mit mir. Und das änderte sich auch in den nächsten Tagen nicht. Im Gegenteil, sie zog sich zurück und strafte mich mit Missachtung für meine Leistung.

Ich machte die Erfahrung, dass „zu gut sein“ auch weh tut und gefährlich sein kann…

Der Teenager

Im Teenageralter wurde ich mir zum ersten Mal dieser inneren Zerrissenheit bewusst, ich konnte sie aber nicht so recht greifen, litt unter ihr. Und ich tat das, was viele in diesem Alter tun: Ich lenkte mich ab und konzentrierte mich auf mein Aussehen. In der unbewussten Hoffnung endlich Bestätigung (von Außen) zu bekommen und dadurch (innere) Sicherheit zu haben. Die Geburtsstunde meiner Essstörung…

Was meine schulischen Leistungen betrafen, so war ich einerseits mündlich kaum vorhanden, denn ich hätte ja etwas Falsches sagen können. Andererseits schrieb ich in einigen Fächern sehr gute Arbeiten ohne zu lernen. Hausaufgaben erledigte ich kaum oder vor dem Unterricht. Ich erinnere mich an eine konkrete Situation – wieder im Deutschunterricht. Unser Lehrer las den Aufsatz einer Mitschülerin vor und er war wirklich gut. Und in mir tauchte der Gedanke auf: „Wenn du das hier endlich mal ernst nehmen würdest, könntest du das noch besser!“

Doch im Grunde sorgte meine innere Zerrissenheit dafür, dass ich im Außen in der Masse unter ging und nicht auffiel.

Und war das nicht genau das, was sich mein verletztes und verunsichertes Inneres Kind wünsche?

Die Studentin

Je älter ich wurde, desto mehr erlaubte ich mir gut zu sein. Und umso größer wurden meine Versagensängste. Der höchste Abschluss den ich habe, ist vom Notendurchschnitt her auch der beste. Doch es ist auch der, der mich unglaublich viel gekostet hat.

Denn in dieser Zeit wuchsen auch meine inneren Widerstände. Und wieder fühlte ich mich zerrissen. Einerseits wollte ich endlich zeigen was ich konnte, andererseits hatte ich Angst zu versagen. Und dann gab es noch diesen Anteil, der gegen all das rebellierte, der keinen Sinn in den Inhalten und im Ablauf dieses Studiums sah.

In mir war ein Schlachtfeld und diese inneren Kämpfe wurde mit Hilfe der Essstörung ausgetragen…

Rückblickend kein Wunder, dass diese Zeit die Hochzeit meiner Essstörung war und ich damals auf Grund dieser Heftigkeit intensiv begann, mich mit mir und der Essstörung auseinander zu setzen.

Und es wurde dadurch auch die Zeit, in der meine Essstörung endlich verhungerte.

Die Lebenshungrige

Heute ist mir klar, wie und warum diese Glaubenssätze in mir entstanden sind und warum ich mich ab einem gewissen Zeitpunkt häufig so zerrissen gefühlt habe. Ich weiß, dass es nicht an mir lag.

Es lag an den Verletzungen und der Unsicherheit die ich durch meinen Sozialisationsprozess in mir hatte und die dazu führten, dass ich mich als „nicht richtig“ wahrgenommen habe.

Nur dadurch konnte das Verhalten der Grundschullehrerin und meiner Freundin bei mir auf „fruchtbaren Boden“ fallen.

Es geht hier nicht um Schuld.

Denn beide hatten offensichtlich ebenfalls ihre Themen:

Die Grundschullehrerin hinterließ nach ihrem Tod Schulden und Chaos, sie war kaufsüchtig…

Meine damalige Freundin wurde später magersüchtig…

Und ihr Verhalten hatte im Grunde nichts mit mir zu tun. Es ging um ihre eigenen Themen!

Doch das konnte ich als Kind nicht verstehen.

Und gerade in den Anfangszeiten von lebenshungrig gab es immer mal wieder Momente, in denen die „alte Programmierung“ sich meldete.

Was glaubst du denn, wer du bist, du bist doch keine Expertin?!?

Wenn die Idee auf deinem Mist gewachsen ist, kann sie nicht gut sein!?!

Werde bloß nicht zu bekannt, dann kommen die Neider und machen dich fertig!?!

 

Wenn ich heute merke, das sich alte Ängste und Zweifel melden, wende ich mich immer an den Ursprung, an das Innere Kind.

Ich nehme meine Meditationshaltung ein, schließe die Augen, atme tief, gehe nach Innen.

Und dann schaue ich, was für ein Bild von mir als Kind in welcher Situation auftaucht.

Dann versichere ich diesem Kind, dass es nicht Schuld ist, dass es nicht falsch ist.

Ich zeige diesem Kind, dass ich es sehe und verstehe. Und ich tröste es und vermittele ihm Sicherheit.

Wenn es sich gut fühlt, verabschiede ich mich bis zum nächsten Mal.

Und diese Übung möchte ich dir heute ans Herz legen, es ist eine einfache und effektive Möglichkeit, deine Seele zu füttern.

Führe sie immer wieder durch und du wirst merken, dass du innerlich stärker und sicherer wirst.

Wenn du eine angeleitete Meditation dazu möchtest, dann schau‘ dir doch mal die SelfhelpSession Pure n‘ Secure an.

Falls Meditieren nicht so dein Ding ist, schreibe diesem deinem Inneren Kind einen Brief. Und dann noch einen…

Oder finde eine andere Möglichkeit, die verletzten Anteile in dir zu heilen.

Denn dadurch entziehst du der Essstörung die Nahrung!

Entscheidend ist:

SELBSTERKENNTNIS: Wer bin ich und wie bin ich?

SELBSTVERSTÄNDNIS: Warum bin ich so geworden und was kann ich tun, um gesünder und glücklicher zu werden?

SELBSTANNAHME: Ich bin gut, wie ich heute bin! Ich bin heute da, wo ich sein soll um dorthin zu kommen, wo ich hin will!

lebenshungrige Grüße

Simone