Eine Depression (lat. = Niederdrücken), oftmals auch als depressive Episode bezeichnet, ist die am häufigsten auftretende psychische Erkrankung.

Sie drückt sich hauptsächlich durch Antriebslosigkeit, Interessen- und Freudlosigkeit, ein gestörtes Selbstwertgefühl und die Abschwächung der Fremdwertgefühle aus.

Weiterhin fühlen sich Depressive häufig minderwertig, hilflos, entscheidungsunfähig, müde, ängstlich und hoffnungslos. Bei einer akuten Erkrankung sind die Betroffenen häufig nicht in der Lage, einfachste Tätigkeiten wie einkaufen oder abwaschen zu verrichten, bereits das morgendliche Aufstehen kann dann Probleme bereiten. Negative Eindrücke und Gedanken werden häufig überbewertet und positive Aspekte nicht wahrgenommen.

Depressionen äußern sich häufig auch in körperlichen Symptomen wie z. B. Appetitlosigkeit, Schlafstörungen oder Kopfschmerzen.

Auch kann eine verstärkte Infektionsanfälligkeit beobachtet werden. Je nach Schwere der Krankheit kann diese mit latenter oder akuter Selbstmordgefahr verbunden sein.

In den vergangenen Jahren wurde in den entwickelten Ländern ein starker Anstieg der depressiven Erkrankungen beobachtet, ganz besonders in den hoch industrialisierten Ländern.

Depressionen treten mit einer Häufigkeit von 16 bis 20 Prozent auf. Frauen sind häufiger depressiv als Männer. Depressionen können sich in jedem Alter entwickeln – am häufigsten kommt es jedoch im Alter von 18 bis 25 Jahren zu einer ersten Erkrankung. Nach einer depressiven Phase entwickelt etwa die Hälfte aller Betroffenen erneut Depressionen.

Es ist nicht immer eindeutig auszumachen, warum sich eine Depression entwickelt, denn die möglichen Ursachen sind vielschichtig. Manche Menschen sind anfälliger als andere. Diese erhöhte Anfälligkeit für Depressionen ist durch das Zusammenspiel unterschiedlicher biologischer und psychischer Ursachen bedingt.

Besonders wenn eine erhöhte Anfälligkeit für Depressionen besteht, können belastende Lebensereignisse eine depressive Erkrankung auslösen. In diesen Fällen liegt eine sogenannte primäre Depression vor. Mögliche auslösende Ursachen für primäre Depressionen sind zum Beispiel:

  • lang andauernde Überforderungen im Berufsleben,
  • Beziehungsprobleme, Liebeskummer
  • der Tod eines geliebten Menschen.

Wie Depressionen entstehen und was sie aufrechterhält, hängt dabei unter anderem vom Ausmaß positiver Erfahrungen ab, die man als Reaktion auf sein Verhalten erlebt.

Viele Frauen, die unter einer Essstörung leiden, kennen depressive Episoden.

Eine informative Seite zum Thema ist Depressionen verstehen.

Ein ausführliches Forum für Menschen, die unter Depressionen leiden ist Depri Net.

Lesenswert ist auch das „Tagebuch einer Depression“ und hier kannst du einen kurzen Selbsttest machen.

Folgende Bücher beschäftigen sich mit dem Thema Depressionen: